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Kultur

Musik verbindet Abensberg und Afrika

Am Freitagabend hat das Kulturprojekt „Traum und Wirklichkeit“ in Abensberg seinen musikalischen Höhepunkt erreicht
Von Manfred Forster

Tänzerin Djeneba wirbelte im Jungbräusaal fürs Parkett. Foto: Forster
Tänzerin Djeneba wirbelte im Jungbräusaal fürs Parkett. Foto: Forster

Abensberg.Mit dem gemeinsamen Konzert von Diamandia aus Burkina Faso und einer Formation um Chris Kuttler und Peter Feichtner hat am Freitagabend das Kultur- und Begegnungsprojekt „Traum und Wirklichkeit“ der Kirchmann-Stiftung im voll besetzten Jungbräusaal seinen musikalischen Höhepunkt erreicht.

Christ Kuttler (links) hatte für das gemeinsame Konzert Musiker aus der Abensberger Szene zusammengetrommelt. Foto: Forster
Christ Kuttler (links) hatte für das gemeinsame Konzert Musiker aus der Abensberger Szene zusammengetrommelt. Foto: Forster

Auf dem Programm standen ausschließlich Stücke von schwarzen Musiker – zum Auftakt Master Blaster von Stevie Wonder. Gleichsam eine symbolbehaftet Wahl. Denn, so sagte Chris Kuttler, Stevie Wonder hat sich immer dafür eingesetzt, dass Weiße und Schwarze zusammenkommen. Danach zogen die Musiker aus Burkina Faso das Tempo aber ordentlich an, Tänzerin Djeneba wirbelte durch den Saal und es war erstaunlich, dass es das Abensberger Publikum so lange auf den Stühlen hielt. Aber spätestens bei Soul Makossa von Manu Dibango war die Tanzfläche der Treffpunkt.

Erst ein paar Stunden vor dem gemeinsamen Konzert haben die Musiker gemeinsam geschaut, „was geht“, wie Kuttler sagte. Schon nach den ersten Takten sei klar gewesen: „Da geht was.“

„Wir wollen mit dem Konzert sagen, Afrika und zumindest Abensberg sind eins“, sagte Initiator Hanns-Peter Kirchmann, und forderte das Publikum auf: „Nehmen Sie sich Afrika zu Herzen und machen sie die Ohren frei.“ „Traum und Wirklichkeit“ geht am Sonntag zu Ende. Die ganze Woche lang waren Musiker und Maler aus Burkina Faso und Mauretanien

an Schulen im Landkreis und darüber hinaus unterwegs, trommelten, tanzten und malten mit den Schülern. Im Kreuzgang in Abensberg ist die Ausstellung noch am Samstag von 16 bis 20 Uhr zu sehen und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Die Ausstellung im Kreuzgang geht am Sonntag mit der Finissage zu Ende. Dann werden die Siegerbilder aus dem Schulmalwettbewerb prämiert und ein Gemeinschaftswerk versteigert. Die Künstler aus Afrika und Mitglieder des Abensberger Kunstkreises haben es in den vergangenen Tagen gemeinsam gemalt. Das Kunstwerk wird während der Finissage von Anton Stark in einer „amerikanischen Versteigerung“ angeboten.

Yacouba an der Solo-Djembe Foto: Forster
Yacouba an der Solo-Djembe Foto: Forster

Jeder, der ein Gebot abgibt, zahlt lediglich den Differenzbetrag zum vorherigen Gebot – also 20 Euro – unmittelbar in die Kasse ein. Der Steigerungsschritt ist auf 20 Euro festgelegt. Es wird solange gesteigert, bis das Signal zur Beendigung der Versteigerung ertönt und der Letzte, der vor dem Signalton ein Gebot abgegeben hat, bekommt das Bild. Dadurch besteht die Gelegenheit, den Zuschlag für das Gemeinschaftskunstwerk als letzter Bieter für einen geringen Betrag zu erhalten!

Weitere Berichte über Traum und Wirklichkeit finden Sie in unserem MZ-Spezial

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