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Ehrenamt

Nachbarn, die anderen Nachbarn helfen

Zehn Menschen in Wildenberg sind bereit, anzupacken, wenn Not am Mann ist. Verschwiegenheit ist oberste Pflicht.
Von Roswitha Priller

Die Gründungsmitglieder der Nachbarschaftshilfe wollen in Wildenberg helfen.  Foto: Roswitha Priller
Die Gründungsmitglieder der Nachbarschaftshilfe wollen in Wildenberg helfen. Foto: Roswitha Priller

Wildenberg.Vor wenigen Tagen hat sich in Wildenberg die Nachbarschaftshilfe neugegründet. Zuvor referierte die Seniorenbeauftragte des Landkreises Gabi Schmid auf Einladung von Bürgermeisterin Marion Schwenzl. Schmi informierte umfassend über das Thema.

Die Referentin stellte klar, dass die Nachbarschaftshilfe eine reine Notfall-Hilfe sei. „Wenn eine richtige Notsituation eintritt, kann die Nachbarschaftshilfe einspringen. Es sollte aber nicht als Dauerlösung für bestimmte Probleme angesehen werden“, betonte Schmid. Die Hilfe findet auf ehrenamtlicher Basis statt. Oberstes Gebot der Helfer ist die Verschwiegenheitspflicht. Keiner, der Hilfe in Anspruch nimmt, müsse Angst haben, dass über den Einsatz gesprochen werde.

Spontan fanden sich noch am gleichen Abend einige Freiwillige, die Interesse an einer Gründung bekundeten. Eine Woche später fand die Gründungsversammlung statt.

Insgesamt zehn Menschen wollen in Zukunft in der Gemeinde aktiv anpacken, wenn Not am Mann ist. Unter den Gründungsmitgliedern sind Susanne Jansen, Elfriede Büchl, Maria Ring, Cornelia Benedikt, Marion und Andre Jansen, Erich und Marlene Köck, Kim Dumser und Anneliese Büchl. Als erste Ansprechpartner stellten sich Anneliese Büchl und Kim Dumser zur Verfügung. Wie dringlich solch eine Hilfe in Zeiten der Corona-Pandemie ist, wurde in den letzten Tagen immer deutlicher. Deswegen betonte Büchl im Gespräch mit der Mittelbayerischen, dass momentan besonders Einkaufsdienste angeboten werden. „Vor allem ältere Leute oder Personen, die unter Quarantäne stehen, können sich gerne an uns wenden“, sagte Büchl.

Alle Hilfestellungen, die mit Betreuung oder Besuchen zu tun haben, können aufgrund der momentanen Situation nur im alleräußersten Notfall oder gar nicht (Besuche) angeboten werden. „Da wegen der Corona-Pandemie jeder dazu aufgefordert ist, seine sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, können wir leider niemanden besuchen.“

Eine eigene Telefonnummer hat die Nachbarschaftshilfe bis dato noch nicht, die wird erst in einigen Tagen zur Verfügung stehen. Wer jetzt schon Hilfe benötigt, kann sich unter der Telefonnummer (0 94 44) 83 07 bei Anneliese Büchl melden. Die Menschen sollen sich bitte nicht scheuen, auf den Anrufbeantworter zu sprechen. Sie ist vor allem abends zu Hause und hört die Nachrichten dann ab. Es werden weiterhin noch Mithelfer gesucht. Wer gerne aktiv dabei sein möchte, kann sich bei Büchl oder einem der Mitglieder melden.

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