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Programm

Naturpark Altmühltal wird 50 Jahre

Im Infozentrum in Eichstätt gibt es am 14. Juli viele Aktionen. Vor langer Zeit zog Urvogel Archaeopteryx seine Runden.

Wanderer finden wie hier auf den „Zwölf Aposteln“ noch viel unberührte Natur an den Jurahängen. Foto: Dietmar Denger
Wanderer finden wie hier auf den „Zwölf Aposteln“ noch viel unberührte Natur an den Jurahängen. Foto: Dietmar Denger

Eichstätt.Vor 50 Jahren wurde der Verein „Naturpark Altmühltal (Südl. Frankenalb) e.V.“ gegründet: Gefeiert wird das Jubiläum am 14. Juli mit einem Fest zum Mitmachen im Eichstätter Informationszentrum, in dem zeitgleich eine Ausstellung der Bayerischen Naturparke zu Gast ist, teilt der Tourismusverband mit.

Natürlich sind die 50 Jahre, in denen der Naturpark Altmühltal als Institution besteht, kein Vergleich zu seinem eigentlichen Alter. Rund 150 Millionen Jahre ist es her, dass der Urvogel Archaeopteryx hier seine Runden über einem jurazeitlichen Meer zog. In diesem Meer liegt auch der Ursprung für die einzigartige Landschaft des Naturparks mit seinen Felsformationen, fossilienreichen Steinbrüchen, Flüssen, Felsen und Höhlen, naturnahen Buchenwälder und Wacholderheiden.

Diese Landschaft zu schützen und gleichzeitig für Erholungszwecke zu erschließen, war das erklärte Ziel derer, die sich am 25. Juli 1969 im Gräflichen Neuen Schloss in Pappenheim zusammenfanden, um den Verein „Naturpark Altmühltal (Südliche Frankenalb) e.V.“ zu gründen.

Tatkräftig ging der neue Naturpark ans Werk: So entstanden in den vergangenen fünf Jahrzehnten unter anderem die Bootswanderstrecke auf der Altmühl, Fossiliensteinbrüche für Besucher sowie Wander- und Radwege, darunter „Erfolgsstrecken“ wie der Altmühltal-Radweg oder der Altmühltal-Panoramaweg.

Meilenstein für die Entwicklung

Die Eröffnung des Eichstätter Informations- und Umweltzentrums Naturpark Altmühltal im ehemaligen Kloster Notre Dame in Eichstätt im Jahr 1989 war ein weiterer Meilenstein für die Entwicklung des Naturparks. Es bietet am 14. Juli die Kulisse für das Jubiläumsfest, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind: Von 11 bis 17.30 Uhr wird der Biotopgarten im Innenhof zum Schauplatz für Mitmachaktionen.

Die Naturparkführer und Naturpark-Ranger haben sich dafür viel einfallen lassen: Große und kleine Besucher bauen zum Beispiel Insektenhotels, beobachten Honig- und Wildbienen, „fälschen“ Fossilien oder versuchen sich als Jurahaus-Dachdecker. Auch den Kräutern und Pflanzen im Biotopgarten nähern sie sich mit allen Sinnen. Selbst kreativ werden sie beim Schäfchenbasteln oder beim Gestalten von Dekoelementen aus Jurastein. Kurzführungen zum Thema „Natur in der Stadt“ zeigen außerdem, was vor der Haustür des Infozentrums alles blüht und lebt.

In der Kuppelhalle des ehemaligen Klosters Notre Dame informiert währenddessen eine Wanderausstellung, welche Naturparke es in Bayern gibt und welche Aufgaben sie wahrnehmen. Ergänzt wird die Wanderausstellung, die vom 1. Juli bis zum 25. August Station im Infozentrum macht, von Ausstellungselementen, die explizit auf den Naturpark eingehen.

Jagd nach dem Dino-Dieb

Wie die Besonderheiten einer Landschaft unterhaltsam vermittelt werden können, zeigt der neue Audio-Guide für Kinder im Vorschul- oder Grundschulalter. Ausgestattet mit einem Tablet helfen die Kinder den beiden Dinosauriern Fossi und Juvi, einen Dieb zu fangen. Der hat nämlich den Urvogel Archaeopteryx gestohlen. Bei der Räuberjagd folgen die Kinder den Hinweisen verschiedener Augenzeugen durch das Informationszentrum.

Auch Erwachsene haben im Geburtstagsjahr die Möglichkeit, „ihren“ Naturpark immer wieder neu zu entdecken. Möglich machen dies die Jubiläumstouren, die bis in den November hinein angeboten werden. Einen Überblick über die Touren findet man im Internet unter www.naturpark-altmuehltal.de/50-jahre sowie in der Broschüre „50 Jahre Naturpark Altmühltal“.

Kurz & knapp

  • Gründungsmitglieder: Zu ihnen gehörten die damals kreisfreien Städte Eichstätt und Weißenburg, die Landkreise Beilngries, Donauwörth, Eichstätt, Gunzenhausen, Hilpoltstein, Kelheim, Neuburg, Riedenburg, Weißenburg und Ingolstadt sowie der Wittelsbacher Ausgleichsfond.
  • Premiere: Am 25. Juli 1969 wurde der Naturpark im Gräflichen Neuen Schloss in Pappenheim gegründet.

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