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Neue Gesichter an Riedenburgs Spitze

Die Bürgerliste stellt den Vize, die Freien Wähler den dritten Bürgermeister. CSU Kandidaten können sich nicht durchsetzen.
Von Petra Kolbinger

Neben der Vereidigung des ersten Bürgermeisters Thomas Zehetbauer, zählte die Wahl seiner Stellvertreter Dr. Martin Schwarzmeier (BGR, li.) und Wolfgang Wirth (FW) zu den wichtigsten Tagesordnungspunkten der konstituierenden Sitzung.  Foto: Petra Maria Kolbinger
Neben der Vereidigung des ersten Bürgermeisters Thomas Zehetbauer, zählte die Wahl seiner Stellvertreter Dr. Martin Schwarzmeier (BGR, li.) und Wolfgang Wirth (FW) zu den wichtigsten Tagesordnungspunkten der konstituierenden Sitzung. Foto: Petra Maria Kolbinger

Riedenburg.Schon mehr als eine Viertelstunde vor Sitzungsbeginn mussten zahlreiche Interessierte abgewiesen werden. Die konstituierende Sitzung am Dienstagabend stieß bei den Bürgern Riedenburgs auf großes Interesse; die 60 für Zuhörer reservierten Plätze in der Dreiburgenhalle und im Foyer, waren schon früh am Abend besetzt. Viele verfolgten das Geschehen auf der Videoleinwand.

Das Ambiente war ungewohnt und auch beklemmend. Maskenpflicht und Abstandsregelung und die Verlegung vom altehrwürdigen Sitzungssaal im Rathaus in die Multifunktionshalle unterstrichen eindringlich die Ausnahmesituation, mit der das Corona-Virus „altgediente“ und frisch gewählte Ratsmitglieder konfrontiert. „Niemand von uns hätte wohl Anfang des Jahres gedacht, dass diese neuartige Seuche solche Ausmaße annehmen würde und unser Leben so einschneidend verändern wird. Wir stehen inmitten der schwersten Gesundheitskrise und damit vor den größten Herausforderungen der Nachkriegsgeschichte, vor allem auch, was die wirtschaftlichen Folgen betrifft“, richtete Bürgermeister Thomas Zehetbauer zu Beginn der ersten von ihm geleiteten Stadtratssitzung das Wort an seine Mitstreiter und bot allen Fraktionen eine aufrichtige, transparente und vertrauensvolle Zusammenarbeit an. „Gemeinsam, offen und fair“, gab er als sein Motto für die kommenden sechs Jahre aus.

In geheimer Wahl durchgesetzt

In der Zeit werden ihm Dr. Martin Schwarzmeier (BGR) als zweiter und Wolfgang Wirth (FW) als dritter Bürgermeister zur Seite stehen. Schwarzmeier hatte sich in geheimer Wahl mit vierzehn zu sechs Stimmen gegen den abgewählten Bürgermeister, Siegfried Lösch (CSU) durchgesetzt.

CSU-Fraktionssprecher Maximilian Sedlmeier hatte Lösch als amtserfahren nach sechs Jahren als Vize und sechs Jahren als erster Bürgermeister vorgeschlagen und den offenkundigen Wählerwillen als Argument für Lösch als Stellvertreter ins Spiel gebracht. Bekanntlich hatte Lösch in der Stichwahl nur sechzehn Stimmen weniger erhalten, als Zehetbauer. Eine Stimme entfiel für den nicht kandidierenden Stadtrat Reinhold Vasall (BGR).

Posten vergeben

  • Zweckverbände:

    Konrad Kolbinger wird als Vertreter in die Verbandsversammlung des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Altmannsteiner Gruppe entsandt. Wolfgang Wirth, Karl Puschmann und Dr. Martin Schwarzmeier werden als Vertreter in die Verbandsversammlung des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Jachenhausener Gruppe entsandt.

  • Beendet:

    Der in der letzten Legislaturperiode von Josef Fuchs (CSU) bekleidete Posten des Tourismus- und Stadtmarketingbeauftragten, wurde abgeschafft.

Auch Karin Dachs (CSU) unterlag ihrem Gegenkandidaten Wolfgang Wirth (FW) – hier mit sechs zu fünfzehn Stimmen. Sandra Schmid (CSU) bedauerte ausdrücklich die vertane Chance, einen der drei Bürgermeisterposten mit einer Frau zu besetzen. Die Entscheidung sei nicht mehr zeitgemäß, fand sie.

Neben dem Bürgermeister-Trio leisteten auch neue Stadtratsmitglieder den Amtseid: neben Annette Eichenseer (CWG), Sebastian Graf (FW), Eric Hock (SPD), Manfred Meyer (BGR), Regina Schels (CWG), Wolfgang Wirth (FW) und Felicitas Wollschläger (SPD) waren dies Tobias Schweiger (CSU) und Konrad Kolbinger (CWG), die bisher als Ortssprecher fungiert hatten.

Ausschuss wurde reaktiviert

Besetzt wurden auch die Ausschüsse. Als vorberatende Ausschüsse besetzt wurden der Hauptverwaltungsausschuss, der Bauausschuss und der Wirtschafts- und Tourismusausschuss. Als beschließender Ausschuss reaktiviert wurde der frühere Werkausschuss, jetzt als Infrastruktur- und Technikausschuss – eine Entscheidung, die die Ratsmitglieder mehrheitlich angesichts der vielfältigen Aufgaben im Bereich Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, begrüßten. Auch ein Rechnungsprüfungsausschuss wurde besetzt. Regina Schels wurde zur Jugendbeauftragten, Felicitas Wollschläger zur Seniorenbeauftragten, Eric Hock zum Integrationsbeauftragten und Karin Dachs zur Kulturbeauftragten bestellt.

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