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Neue Klinikleiterin soll reformieren

Dr. Tanja Hochegger übernimmt die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Landshut.

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich begrüßt die neue Chefärztin Dr. Tanja Hochegger.  Foto: Lang/Bezirk Niederbayern
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich begrüßt die neue Chefärztin Dr. Tanja Hochegger. Foto: Lang/Bezirk Niederbayern

Mainkofen.Am 1. Juli wird Dr. Tanja Hochegger ihre neue Stelle als chefärztliche Leitung der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) am Bezirkskrankenhaus Landshut antreten, die auch für den Landkreis Kelheim zuständig ist. Das teilte die Bezirksverwaltung mit. Unter Hocheggers Vorgänger war die KJP in die Schlagzeilen geraten.

Die 45-jährige Medizinerin wechselt von der KJF-Klinik Sankt Elisabeth in Neuburg an der Donau nach Landshut. In Neuburg war sie zuletzt als stellvertretende Chefärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Im November hatte Prof. Dr. Romuald Brunner, vom Bezirkstag als externer Berater beauftragt, dem Gremium seinen Abschlussbericht zur Kinder- und Jugendpsychiatrie am Bezirkskrankenhaus Landshut präsentiert. „Dabei wurde ein erheblicher Nachbesserungsbedarf festgestellt“, teilt die Bezirksverwaltung mit. In der Kritik stand unter anderem eine hohe Zahl von Fixierungen. „Der Bezirkstag hatte Veränderungsprozesse eingefordert, die bereits begonnen wurden und mit der neuen Chefärztin konsequent weitergeführt werden sollen.“

Die aus Österreich stammende Ärztin Dr. Hochegger verfüge über jahrelange Erfahrung in der hochsensiblen stationären, teilstationären und ambulanten Versorgung. Sie selbst hat sich der Mitteilung zufolge von der Struktur der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik angesprochen gefühlt: „Ich bin ein Fan von Dezentralisierung.“ Darüber hinaus sei es eine reizvolle Aufgabe, die Versorgung weiter auszubauen. Geplant ist die Erweiterung des Bezirkskrankenhauses Passau. Als problematisch bezeichnet der Bezirk den „hohen und ungedeckten Personalbedarf in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der nur teilweise durch organisatorische Veränderungen behoben werden kann“.

Hochegger selbst sieht „die Kinder- und Jugendpsychiatrie mit Blick auf einen Generationenwechsel und neue wissenschaftliche Erkenntnisse vor großen Herausforderungen. Darüber hinaus sind die Krankheitsbilder häufig sehr komplex. Störungen tauchen teils früher auf und sind zum Teil schwerwiegender als früher.“ Das Wohl der jungen Patienten sei dabei stets im Blick.

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