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Debatte

Neue Nutzung für ehemaliges Wirtshaus?

Kommen Arbeitnehmerwohnungen ins Gasthaus Mühldorfer in Dünzling? Ein Ortstermin soll jetzt Klarheit schaffen.
Von Gabi Hueber Lutz

Hinter der Mariensäule liegt das ehemalige Gasthaus Mühldorfer. Foto: Gabi Hueber-Lutz
Hinter der Mariensäule liegt das ehemalige Gasthaus Mühldorfer. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Bad Abbach.Seit etlichen Jahren ist die Gaststätte Mühldorfer in Dünzling geschlossen. Nun möchte ein Bad Abbacher Geschäftsinhaber hier Arbeitnehmerwohnungen unterbringen. Der Bauausschuss wollte über den Antrag auf Nutzungsänderung bei seiner jüngsten Sitzung noch nicht entscheiden und beraumte einen Ortstermin vor der nächsten Sitzung an.

Respekt für Bauherrn

Einhellig waren die Ausschussmitglieder aber erfreut darüber, dass mit dem denkmalgeschützten Gebäude wieder etwas geschehen soll. „Respekt, wer so etwas macht“, sagte stellvertretender Bürgermeister Christian Hanika, der die Sitzung leitete. In den Gebäuden sollen zehn Wohneinheiten mit insgesamt 28 Betten entstehen. Dafür steht eine Fläche von 434 Quadratmetern zur Verfügung. Die Wohnungen sollen zwischen 31 und über hundert Quadratmeter Wohnfläche haben. Der Denkmalschutz habe keine Bedenken. Das Problem sind aber die Stellplätze. Handelt es sich bei dem Vorhaben um einen Beherbergungsbetrieb, müssten sieben Stellplätze nachgewiesen werden. Handelt es sich dagegen um abgeschlossene Wohneinheiten, wären es entsprechend der geltenden Stellplatzverordnung 13. Diese Anzahl könnte nicht untergebracht werden.

Geschichte

  • Ältere Vergangenheit:

    Wie der Dünzlinger Chronist Johann Auer in seinem Werk über den Ort schreibt, war die so genannte „Taferne“ erstmals zwischen 1311 und 1313 urkundlich erwähnt worden. Seit 1966 war betrieb das Ehepaar Mühldorfer das Haus. (lhl)

Andreas Diermeier schlug vor, sich die Planung vom Bauherrn vor Ort selber erläutern zu lassen. Man wolle nicht, dass die Dünzlinger Bürger sich beschweren, wenn der Marienplatz zugeparkt ist. Der Bauausschuss schloss sich dem an.

Einstimmig lehnte der Ausschuss die Nutzungsänderung für ein Haus in der Thomas-Mann-Straße ab. Dort ist ein Fotostudio mituntergebracht und das Landratsamt hat festgestellt, dass hier ein Gewerbe betrieben wird. Nicht störendes Gewerbe wäre in einem Wohngebiet ausnahmsweise zulässig. Die Diskussion drehte sich daher um die Frage, ob so ein Fotostudio stört. Ja, befand der Ausschuss, denn es wird auch am Wochenende betrieben, es gibt Beschwerden wegen Lärmbelästigung und die Nachbarunterschriften fehlen komplett.

Mobilfunkmast für Lengfeld

In der Industriestraße in Lengfeld darf ein Mast für den Mobilfunk gebaut werden. Es ist nicht der erste Antrag für die Errichtung. Nun passt der ausgewählte Standort auf einem Stellplatz offensichtlich. Die Lengfelder Bürger bräuchten dringend die Versorgung durch diesen Mast, sagte Anja Schardt aus dem Bauamt.

Im Goldtal darf auf einem Hanggrundstück eine bis zu 2,65 Meter hohe Mauer gebaut werden. Eigentlich sind hier laut Bebauungsplan nur 1,40 Meter erlaubt. Weil die Mauer aber nicht an der Straßenseite entstehen soll, sondern zwischen zwei Nachbargrundstücken und die beiden Nachbarn sich einig sind, stimmte der Ausschuss bei einer Gegenstimme zu.

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