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Neue Satzung für die Caritas

Die Mitglieder beschließen eine neue Grundlage für den Kreisverband Kelheim. Der Vorstand arbeitet künftig hauptamtlich.
Von Roland Kugler

Der Geschäftsführer des Caritas-Kreisverbandes Kelheim, Hubert König (links), mit Mitgliedern des neu gewählten Caritasrates Foto: Roland Kugler
Der Geschäftsführer des Caritas-Kreisverbandes Kelheim, Hubert König (links), mit Mitgliedern des neu gewählten Caritasrates Foto: Roland Kugler

Kelheim.Grundlegende Änderungen wurden bei der jährlichen Mitgliederversammlung des Kreisverbandes der Caritas beschlossen. Der Verein gab sich eine neue Satzung, mit der er unabhängiger vom Diözesanverband arbeiten kann. Nach 30 Jahren als Vorstandsvorsitzender tritt Josef Stadler ab. Seine bisher ehrenamtliche Tätigkeit wird in Zukunft hauptamtlich ausgeführt werden. Die Aufgaben des Caritasrates werden ausgeweitet.

Die alte Satzung des Kreisverbandes der Kelheimer Caritas stammt aus dem Jahr 1976. Josef Stadler ist seit 1989 Vorsitzender, er war krankheitsbedingt nicht anwesend und wird in der Adventsfeier verabschiedet. Geschäftsführer Hubert König ist seit 1991 im Amt, „damals hatte die Caritas etwa 14 Mitarbeiter“ sagte er beim Tätigkeitsbericht über das vergangene Jahr. Heute arbeiten etwa 300 Menschen für die Caritas, und auch sonst hat sich seit dieser Zeit viel verändert. Deshalb hat der Vorstand den Mitgliedern vorgeschlagen, über eine neue, zeitgemäßere Satzung abzustimmen. „Wir haben sie zusammen mit dem Diözesanverband in Regensburg in den letzten zwei Jahren erarbeitet“, berichtete König. Mit ihr soll auch etwas mehr Eigenständigkeit gegenüber dem übergeordneten Verband erreicht werden.

Zwei Jahre Arbeit

Neben Anpassungen an den Datenschutz und das Internet-Zeitalter gibt es zwei grundsätzliche Neuerungen: Der bisher ehrenamtlich tätige Vorstand wird seine Arbeit in Zukunft hauptamtlich ausführen. „Die Aufgabenbereiche der Caritas wurden in den vergangenen Jahrzehnten erheblich erweitert“, sagt König. „Die Verwaltung ist nicht entsprechend mitgewachsen, sie arbeitet an ihren Grenzen.“

Auch die Arbeit des Vorstandes sei immer umfangreicher geworden, deshalb der Vorschlag, sie in Zukunft hauptamtlich zu gestalten. Der bisher mehrköpfige ehrenamtliche Vorstand mit einem Vorstandsvorsitzenden soll durch einen hauptamtlichen Vorstand ersetzt werden. Möglich sind laut neuer Satzung bis zu drei hauptamtliche Vorstandsmitglieder, allerdings beschränkt man sich wegen der Kosten anfangs auf einen. „Wir sind momentan in finanziellen Verhandlungen mit dem Diözesanverband“, sagt der Geschäftsführer. Die Zukunft werde zeigen, ob eventuell noch eine Stelle möglich sei. Ende November soll der erste hauptamtliche Vorstand vom Caritasrat berufen werden.

Die Bürgerstiftung

  • Aufgabe:

    Die Arbeit der Caritas wird von der Caritas-Bürgerstiftung im Landkreis finanziell unterstützt. Sie verwaltet zum Beispiel Schenkungen oder Erbschaften. Auch ihre Satzung wurde in den entsprechenden Punkten geändert.

  • Mitglieder:

    Pfarrer Franz Schmidbauer und Pfarrer Georg Birner, Gertrud Enzinger, Herbert Pischulti, Bernhard Schöfer. Vorstand ist der Vorsitzende des Kreisverbandes.

Die Arbeit des Kreisverbandes wird von drei Gremien gelenkt: dem Vorstand, der Mitgliederversammlung, und dem Caritasrat. Dieser hatte bisher vor allem wirtschaftliche Aufgaben inne. Sie werden mit der neuen Satzung erheblich erweitert: „Neben finanziellen und betriebswirtschaftlichen Aufgaben soll der Caritasrat in Zukunft auch die sozialpolitische Arbeit, die gesamte strategische Ausrichtung der Caritas mitbestimmen“, sagt König. Auch die Zusammenarbeit mit dem Vorstand, und die Kontrolle dessen Arbeit, soll intensiviert werden. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, sieht die neue Satzung eine Erweiterung des Caritasrates von bisher vier auf neuen Mitglieder vor.

Erweiterter Caritasrat

Da die neue Satzung von der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen wurde, wurde der neue Caritasrat auch gleich danach gewählt. „Wichtig ist uns eine Verortung in der örtlichen Kirche. Die Pfarrer sollen in allen Bereichen mitreden, und dieselben Rechte und Pflichten haben“, sagt König. „Und der Caritasrat soll möglichst den ganzen Landkreis abdecken.“ Folgende Mitglieder wurden gewählt: Alfred Gaffal und Gertrud Enzinger aus Mainburg, Herbert Pischulti aus Rohr, Sebastian Hobmaier aus Mitterfecking, Elke Stark aus Saal, Beate Schneider aus Kelheim, Dr. Benedikt Grünewald aus Bad Abbach, und die Pfarrer Georg Birner aus Abensberg und Adrian Latacz aus Painten.

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