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Neuer Bürgermeister am Start

Schlüsselübergabe für das Brandler Rathaus: Thomas Krebs freut sich auf die neue Aufgabe. Seine Tür ist immer offen.
Von Renate Beck

Der Schlüssel für das Ihrlersteiner Rathaus befindet sich nun in der Hand von Thomas Krebs (links).  Foto: Michaela Kaltenegger/ Gemeinde
Der Schlüssel für das Ihrlersteiner Rathaus befindet sich nun in der Hand von Thomas Krebs (links). Foto: Michaela Kaltenegger/ Gemeinde

Ihrlerstein.Seit 1. Mai ist Thomas Krebs der erste Bürgermeister von Ihrlerstein. Er freut sich auf seine neuen Aufgaben, in die er als bisheriger Vizebürgermeister bereits hineinschnuppern konnte. Gegenüber der Mittelbayerischen lobt er den nicht mehr zur Wahl angetretenen Josef Häckl: „Trotz bestehendem Urlaub war er noch in der Verwaltung und hat versucht, mir so viel wie möglich mitzugeben.“

Ob es für ihn als bisherigen Projektleiter in der freien Wirtschaft eine große Umstellung zum jetzigen Beamten auf Zeit ist? „Vom Arbeitsaufwand her ist es wohl ähnlich. Bisher kam ich locker auf eine 60-Stunden-Woche.“ Auch vom Arbeitsaufwand her sieht er kein Problem.

Vieles lief bisher nur telefonisch ab. „Jetzt habe ich mehr persönlichen Kontakt mit den Bürgern.“ Er spreche gerne mit ihnen. „Ich brauche den Input der Bürger und nehme ihn auf.“ Diesen Input anzunehmen und zu bearbeiten sei ihm wichtig. Wöchentliche Sprechstunden sind zwar nicht geplant, seine Tür sei jedoch immer offen.

Neues Informationssystem

Der neue SPD-Gemeindechef würde gern ein Informationssystem einführen, das es bislang nicht gibt. Aktuelle Projekte und Infos, etwa zum Planungsstand des Verbrauchermarkts, könnte dann auf der Ihrlersteiner Homepage eingesehen werden.

In den nächsten Monaten steht zunächst die Weiterführung von Bauprojekten an: das Feuerwehrhaus zu Ende führen, das dortige Baugebiet, Verbrauchermarkt, Neugestaltung des Schulhofes, Modernisierung der Spielplätze und die Erschließungsstraßen stünden auf der zeitnahen Agenda; auch der Kindergarten. Hier vermerkt der Bürgermeister: „An einem Neubau werden wir nicht vorbeikommen.“

Bürgermeister Thomas Krebs sagt, dass er jedoch nicht nur bestehende Projekte verwalten, sondern auch neue anpacken will. „Die Umsetzung der Wahlversprechen aller Fraktionen hat Priorität.“ Bei „seiner“ SPD stehen diese unter dem Motto „Tradition bewahren – Gegenwart leben – Zukunft gestalten“.

Bei der Arbeit im Gemeinderat gehe es um die Sache selbst. „Ich bin zuversichtlich, dass es so bleibt.“ Der ohne Stichwahl bereits im ersten Wahlgang gewählte Bürgermeister gesteht, vor der verwaltungstechnischen Arbeit Respekt zu haben. Als neuer Rathaus-Chef wisse er aber: „In der Gemeindeverwaltung habe ich ein eingespieltes Team hinter mir.“

Er sagt von sich selber, dass er kein Einzelgänger ist. „Ich sehe mich als Teamplayer und nehme auf, was mir mitgeteilt wird.“ Schmunzelnd fügt er an: „Und ich bin wissbegierig.“ Jetzt in diesen Corona-Zeiten sind Treffen mit Anwohnern oder eine Bürgerversammlung nicht möglich. Im normalen Arbeitsalltag für die Gemeinde habe er von Corona bisher aber „eher weniger bemerkt“. Ein Krisenstab wie in Bad Abbach wurde in Ihrlerstein nicht gebildet. Bei aufkommenden Fragen sei trotzdem eine Abklärung mit dem Landratsamt möglich.

Wie geht der neue Bürgermeister mit der Problematik der Erschließungsstraßen um? Thomas Krebs‘ Antwort darauf: „Ein Bürgermeister ist da, Gesetze einzuhalten und für das Gemeinwohl aller Bürger einzustehen.“ Dabei sei er Ansprechpartner, mit dem man in Einzelgesprächen sachlich diskutieren könne.

Fest für die Feuerwehr

Beim lange geplanten Bau des neuen Feuerwehrgebäudes läuft noch immer alles planmäßig. „Das Feuerwehrhaus ist eines der teuersten Projekte, das wir angepackt haben.“ Die Fertigstellung ist für den Herbst geplant.

Zum Abschluss schwebt ihm ein großes Fest vor. Sollten es die Corona-Beschränkungen 2020 nicht zulassen, „dann eben 2021“.

Thomas Krebs versichert: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Vereinen, Geschäftsinhabern und Bürgern.“ Seine Stellvertreter/innen werden bei der Gemeinderatssitzung am 5. Mai gewählt.

Die Gemeinde

  • Ortsteile:

    Kleinwalddorf, Osterthal, Palmberg, Sausthal und Rappelshofen

  • Einwohner:

    Etwa 4250

  • Gemeindefläche:

    23 Quadratkilometer

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