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Widerstand

Neuer Funkmast stößt Bürgern sauer auf

Bei Oberregersberg soll eine weitere Mobilfunkanlage errichtet werden. Es gibt fünf mögliche Standorte, die geprüft werden.
von Petra Kolbinger

Möglichst weit von der Wohnbebauung entfernt, wünschen die Bewohner von Ober- und Untereggersberg sich den Vodafone-Masten. Foto: Kolbinger
Möglichst weit von der Wohnbebauung entfernt, wünschen die Bewohner von Ober- und Untereggersberg sich den Vodafone-Masten. Foto: Kolbinger

Riedenburg.„So weit weg von der Wohnbebauung wie möglich“, wünschen die sich Bewohner von Ober- und Untereggersberg den Mobilfunkmasten, den Vodafone bei Obereggersberg bauen möchte. Das wurde bei einem Informationsgespräch im Rathaus deutlich. Rund 30 Bürger tauschten sich mit Christian Schilling aus.

Schilling ist Mobilfunk- und Umweltreferent von Vodafone. Er stellte sich als Ansprechpartner für die Kommunen vor und erläuterte die Hintergründe der geplanten Erweiterung des Netzes bei Ober- und Untereggersberg. Dabei, so wurde deutlich, geht es nicht primär um die Versorgung der Haushalte. Die sei über den vorhandenen Standort Riedenburg je nach Lage der Gebäude gut bis zufrieden stellend.

Nicht wirklich gut aber sei die Versorgung der Verkehrswege und die sei per Gesetz der optimalen Versorgung der Haushalte gleich zu setzen. Hier gehe man in abnehmender Wichtigkeit nach Autobahnen, Bundesstraßen, Staats- und Kreisstraßen vor. Bei der Staatsstraße ST 2230, die das Altmühltal durchzieht, sei die Zielsetzung nicht erreicht, weswegen Vodafone den Antrag zum Bau einer Mobilfunkanlage in einem Suchkreis um Obereggersberg gestellt habe.

In diesem Suchkreis befinden sich vier Standortvorschläge. Einen, der auf der gegenüberliegenden Kanalseite liegt, habe die Stadt vorgeschlagen. Er scheide allerdings wegen nicht vertretbaren Aufwandes wohl aus, mutmaßte Schilling. Die übrigen Standorte, wie Kachelfelsen oder Mühlleite, könnten geeignet sein, unterliegen jetzt allerdings einer gründlichen Prüfung. „Wir bauen bevorzugt im Innenbereich, sind aber privilegiert für den Außenbereich und können auch dort bauen, wenn wir keine Möglichkeit haben, den Bau innerorts mit vertretbaren Mitteln zu realisieren“, erläuterte der Fachmann, dem schnell klar gewesen sein musste, dass die Wunden von 2014 keineswegs verheilt sind. Damals hatte die Telekom einen Mobilfunkmast unter dem Dach von Schloss Eggersberg montiert (die MZ berichtete). Der damals vehemente Widerstand der Bevölkerung gegen den Masten flammt jetzt erneut auf.

Die Mehrzahl der Bürger ließ keinen Zweifel daran, dass ein weiterer Mast für sie nicht in Frage kommt und führte Angst vor der Strahlenbelastung ins Feld. Die Minimalforderung lautete „so weit von der Wohnbebauung weg, wie möglich“. Schilling argumentierte mit dem Versorgungsauftrag seines Unternehmens, der vom Gesetzgeber auferlegt worden sei und an dem sich die Planungen orientierten. Fazit nach einem über weite Strecken emotionalen Gespräch: „Die Stadt muss eine formelle Meldung der möglichen Standorte vornehmen. Dann prüfen wir die Kandidaten und melden uns wieder. Je nach Eignung der Kandidaten suchen wir den Kontakt zu Grundstückseigentümern und es folgt alles weitere“, sagte Schilling.

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