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Sanierung

Neuer Glanz für Brunngasse

In drei Abschnitten wird Altstadtgasse in Kelheim hergerichtet – es wird wohl ein Weihnachtsgeschenk für die Bevölkerung.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

  • Bauarbeiten im südlichen Bereich der Brunngasse in der Kelheimer Altstadt Fotos: Bachmeier-Fausten
  • Schäden in der Lederergasse sind deutlich sichtbar.

Kelheim. Die Brunngasse im Westen Kelheims zählte in der Vergangenheit vom Aussehen her wohl eher zu den hässlichen Entlein. Dieses ist aber gerade dabei, einen Wandel zu vollziehen, und wird sich noch heuer ganz neu präsentierten. Ende Juli ist dort die Sanierung der Straße im südlichen Bereich gestartet worden. Bis Ende 2018 sollen nach Auskunft von Hermann Drechsel, Stellvertreter des Stadtbaumeisters im Bereich Bautechnik, die Arbeiten erledigt sein.

Stadt erhält Zuschüsse

Bevor die Straßensanierung startete, wurden Versorgungsleitungen für Wasser und Strom in der Brunngasse durch die Stadtwerke Kelheim verlegt, womit im Mai begonnen worden war. Seit den Sommerferien ist nun die Straße an der Reihe. Hermann Drechsel nennt Kosten dafür in Höhe von circa 400 000 Euro. „60 bis 80 Prozent“ werden über das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ bezuschusst.

Das neue Konzept für die rund 165 Meter lange Kelheimer Altstadtgasse enthält keine Bordsteine mehr zur Abgrenzung der Gehwegbereiche. Beispiele dafür gibt es in der Altstadt bereits: die Emil-Ott-Straße und am Alten Markt. Im Zuge der Sanierung bleibt die Fahrbahn so breit wie in der Vergangenheit.

„Die Straße war in einem grauenvollen Zustand, vor allem der Gehweg.“

Annegret Altendorfer, Allgemeinärztin

Das früher dort vorhandene Kopfsteinpflaster aus Granit ist ausgebaut worden und wird, wenn der Untergrund hergerichtet ist, wieder neu verlegt. Im Laufe der Jahrzehnte „ist es uneben geworden“, sagt Drechsel. In der Fachsprache heißt eine solche Veränderung: „Es hat sich verworfen.“ Gehwege werden wieder links und rechts der Fahrbahn angelegt, für den östlichen Bürgersteig ist ein Granitplattenbelag vorgesehen und für den westlichen Gehweg Kleinsteinpflaster. Warum nicht beidseits Platten? „Weil das Kleinsteinpflaster etwas günstiger ist“, antwortet Hermann Drechsel. Auf einem Gehweg könne problemlos zum Beispiel mit Rollatoren gefahren werden.

Lederergasse 2019 an der Reihe?

  • Vorstellung

    Der Zustand der Lederergasse, eine Verbindung zwischen der Ludwigstraße und der Stadtknechtstraße in der Kelheimer Altstadt, ist nicht besonders. Bürgermeister Hartmann geht davon aus, dass Mittel für eine Sanierung in den Haushaltsentwurf 2019 aufgenommen würden.

  • Kosten

    In den nächsten Wochen werde ermittelt, was diese Maßnahme koste, so Hartmann. (eb)

Während der Sanierungszeit wird dem Bauamtsmitarbeiter zufolge die Brunngasse abschnittsweise gesperrt. Mit dem südlichen Teil wurde begonnen. Bis Mitte September sei dafür im Zeitplan vorgesehen. Der anschließende zweiten Abschnitt werde „bis ungefähr Ende September“ saniert und deswegen auch gesperrt. Die Arbeiten im folgenden Abschnitt drei sollen bis Jahresende fertig sein. Wie Drechsel sagt, gebe es für Fußgänger „a bissl Beeinträchtigungen“, aber grundsätzlich versuche man immer Möglichkeiten für Passanten, die zu Fuß unterwegs seien, zu schaffen. Ein Fahrradfahrer müsste das Fahrrad schieben. Über die Stadtgrabengasse sei nun die Brunngasse von Norden her erreichbar. Der Großparkplatz in der Brunngasse sei nutzbar. „Wir haben eine zweite Zufahrt geschaffen“, so Drechsel.

Schadhafte und sanierte Straße

Ärztin: „Es ist laut“

Allgemeinärztin Annegret Altendorfer, die ihr Praxis in einem Gebäude im derzeitigen Sanierungsabschnitt hat, sagt auf Anfrage: „Wenn mit Bagger und Rüttler vor dem Haus gearbeitet wird, dann werden die Computer langsamer. Es ist laut. Es ist ein ungünstiger Zeitpunkt, weil’s so heiß ist und man die Fenster offen haben möchte. Ich habe die Wahl zwischen Lärm und ersticken.“ Die Medizinerin erwähnt, dass auch die Parkplätze im Hof von Patienten nicht angefahren werden könnten. Sie habe aber Verständnis für die Maßnahme. Altendorfer: „Die Straße war in einem grauenvollen Zustand, vor allem der Gehweg. Ich hab‘ mich gewundert, dass nicht mehr Leute gestürzt sind.“

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