MyMz
Anzeige

Nachwuchs

Neuer Kindergarten kommt in Irnsing

Die Pläne für eine weitere Betreuungseinrichtung in Neustadt werden konkreter. Denn der Bedarf steigt weiter.
Von Wolfgang Abeltshauser

In Neustadt ist zusätzlicher Platz für die Kinder notwendig. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa
In Neustadt ist zusätzlicher Platz für die Kinder notwendig. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa

Neustadt.Genügend Unterkünfte für den Nachwuchs bereitzustellen wird in Neustadt zur Daueraufgabe. Kaum war der neue Kindergarten in der Regensburger Straße eröffnet – war er auch schon wieder voll. Obwohl er laut Bürgermeister Thomas Reimer mit vier Gruppen größer ist als ursprünglich vorgesehen. Deshalb hat die Kommune, wie von der Mittelbayerischen berichtet, die alte Einrichtung in der Fröhlichstraße wieder aktiviert. Dazu werden die Planungen für einen Neubau in Irnsing jetzt konkret.

Kinder

Wachstum schafft Probleme

Neustadt braucht dringend neue Kindergartenplätze. Darum wird ein alter Kindergarten reaktiviert. Ein Träger ist gefunden.

Auf Nachfrage lässt der Bürgermeister wissen, dass eine Elternbefragung mittlerweile abgeschlossen ist. Das Ergebnis müsse der Stadtrat zwar noch offiziell feststellen. Aber die Sache sei ohnehin klar: „Wir wissen, dass wir Plätze benötigen.“ Letzte Zweifel, ob die Kommune auf die neue Einrichtung angewiesen ist, sind somit ausgeräumt. Der Bedarf steige eben weiter. Bis Ende des Jahres soll ein Planer gefunden sein, mit dessen Hilfe das Projekt umgesetzt werden soll. Der derzeitige Zeitplan sieht laut Reimer vor, bis September kommenden Jahres einen Förderantrag für die Maßnahme eingereicht zu haben. Die Arbeiten für den neuen Kindergarten könnten dann im Jahr 2021 beginnen.

Zwei Gruppen soll die Einrichtung fassen. Dabei wird der Planer konkrete Hausaufgaben mit auf den Weg bekommen. Das Gebäude soll von vorn herein so konzipiert werden, dass eine bauliche Erweiterung problemlos möglich ist. Denn Reimer denkt zumindest an eine mögliche Krippe, die in einigen Jahren in Irnsing eingerichtet werden könnte. Und eine dritte Gruppe ist sicherlich nicht ausgeschlossen.

Für die nördlichen Ortsteile

Gedacht ist der kommende Kindergarten für die Familien aus den Ortsteilen nördlich der Donau. So sollen ihn außer Irnsinger Kinder auch der Nachwuchs aus Marching, Arresting und Hienheim besuchen. Die Auswahl des Standorts habe sich von selbst ergeben. Irnsing liege eben in der Mitte der drei Orte. So sei niemand benachteiligt, was die tägliche Fahrstrecke zum Kindergarten betrifft.

Das Grundstück für den Bau befindet sich nach den Worten des Rathauschefs bereits seit 20 Jahren im Eigentum der Kommune. „Wir haben es genau für diesen Zweck erworben“, betont Reimer. Es zeigt sich jetzt, dass es eine vorausschauende Entscheidung war. Das Areal befindet sich im Nordosten des Dorfes unweit der Kirche und der Feuerwehr.

Bei den Nachbarn

  • Biburg:

    Hier wurden im vergangenen Jahr große Anstrengungen unternommen. Unter anderem entstand erstmals im Ort eine Kinderkrippe. (wo)

Im Gespräch mit der Mittelbayerischen verrät der Bürgermeister: Bis vor einigen Jahren war der Plan der Kommune eigentlich ein anderer. Im Blick war damals der Ortsteil Mühlhausen, was den Bau eines Kindergartens betrifft. Das wäre aber kein zusätzlicher, sondern der Ersatz des alten. „Da würden wir aber keine weiteren Plätze gewinnen“, beschreibt er es. Dies zeigt aber, dass die Arbeiten für den Nachwuchs auch nach dem Projekt in Irnsing nicht zu Ende sein werden.

Die beiden Gruppen in der Fröhlichstraße werden mindestens so lange dortbleiben, bis die Einrichtung in Irnsing den Betrieb aufgenommen hat. So ist es von Reimer zu hören. Der Bürgermeister will nicht ausschließen, dass das kurzfristig installierte Ausweichquartier auch darüber hinaus noch gebracht wird. Denn niemand wisse, wie sich der Bedarf in einigen Jahren darstelle.

Anderes Buchungsverhalten

Im Grundsatz positive Rahmenbedingungen machen es in Neustadt notwendig, verstärkt in die Betreuung des Nachwuchses zu investieren. Die B Bevölkerungszahl steigt, Baugebiete können ausgewiesen werden.

Das ist die eine Seite. Allerdings sorgt ein geändertes Buchungsverhalten der Eltern dafür, dass Planungen in der Zukunft eher komplizierter denn einfacher werden. So zeige sich auch in Neustadt ein Trend dahin, dass reine Nachmittagsgruppen nicht mehr so gefragt sind. Was dann auch bedeutet, dass mehr Räume benötigt werden – auch wenn sich die reine Kinderzahl gar nicht ändern würde. Denn es müssen so mehr kleine Neustädter gleichzeitig betreut werden als es noch vor Jahren der Fall war.

Weitere Artikel über Neustadt finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht