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Projekt

Neuer Mittelpunkt für Bürger

Die Planungen für das Dorfgemeinschaftshaus Otterzhofen werden konkreter. Jetzt sind Fördermittel und Eigenleistung gefragt.
von Petra Kolbinger

Das Feuerwehrgerätehaus Otterzhofen könnte im Zuge der nötigen Ertüchtigung in ein Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden.  Foto: Petra Kolbinger
Das Feuerwehrgerätehaus Otterzhofen könnte im Zuge der nötigen Ertüchtigung in ein Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden. Foto: Petra Kolbinger

Riedenburg. Die gut zwei Dutzend Bürger, die der Einladung zur Bürgerversammlung am Donnerstagabend in den Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses gefolgt waren, plagen offenbar nur wenige Sorgen.

Auch die vorgeschaltete Neuverpachtung städtischer landwirtschaftlicher Flächen, verlief reibungslos: Der bisherige Pächter bewirtschaftet die Flur-Nr. 136 „Hölle“ weiter. Eingehend auf den Vortrag Löschs, erteilte der ehemalige Klärwärter, Sebastian Werner, einer Sanierung der Klärteiche eine klare Absage. Die Maßnahme stand als kostengünstigeren Alternative zur eigentlich angedachten Auflösung der Klärteiche und den Anschluss der betroffenen Ortsteile an die städtische Kläranlage im Raum, die „immense Investitions- und Folgekosten“ erwarten lassen. Eine Alternative auf Basis der von ihm vertriebenen Produkte, „günstig für Natur und Bürger“, brachte der ortsansässige Plocher-Fachberater Rupert Paulus zur Sprache. Ein Zuhörer signalisierte Abgabebereitschaft und wurde ins Rathaus eingeladen, um einen möglichen Flächenankauf zur Einleitung einer Ortsabrundungssatzung zu erörtern, um Bauland für Wohnbebauung zu gewinnen.

Von zentralem Interesse für die Otterzhofener sind die Entwicklungen in Sachen Dorfgemeinschaftshaus. Lösch berichtete von der Stadtratssitzung, zwei Tage zuvor. In dieser hatten Sebastian Pirzer vom städtischen Bauamt und die Planer, Heinrich Berr und Franz Schindlbeck, einen Sachstandsbericht vorgelegt.

Nicht zeitgemäß

Die aktuelle Kostenschätzung für die Erweiterung des bestehenden Feuerwehrhauses beläuft sich laut Berr auf rund 838000 Euro – abzüglich der zu erwartenden Förderungen und unter Berücksichtigung von 40 Prozent Eigenleistung durch die künftigen Nutzer. Schon in 2015 hatte Kreisbrandrat Nikolaus Höfler wegen zu geringer Lagerraumkapazität und nicht zeitgemäßer Umkleiden einen Umbau gefordert.

Die Dorfgemeinschaft hatte mit Blick auf das mittlerweile geschlossene Dorfwirtshaus angeregt, im Zuge des Umbaues ein Dorfgemeinschaftshaus zu errichten, das auch dem Schützenverein und der Blaskapelle als Domizil dienen könnte (MZ berichtete). Im Juli wurden in Bachl, Adelhausen und Sandsbach drei vergleichbar große Dorfgemeinschaftshäuser besichtigt. Berr hatte in der Sitzung geschildert, der Bestand solle so weit wie möglich erhalten werden. Der Eingang soll vom Westen in den Osten verlegt werden. Über eine Außentreppe und eine Gaube wird das ausgebaute Dachgeschoss erschlossen.

Abnahme

  • Aufgabe:

    Bürgermeister Siegfried Lösch (CSU) bestätigte, eine Abnahme der Leistungen im Zuge des Glasfaserausbaues und damit der Beginn der Gewährleistungspflicht, stehe noch aus.

  • Mängel:

    Die Beschwerden über eine nachsitzende Wasserrinne und nachsinkendes Erdreich beim neu gesetzten Trafohaus beim alten Feuerwehrhaus, sowie eine schadhafte Stelle in der Asphaltschicht der Straße an der Abzweigung zum Schulhaus wurden notiert.

Hier sollen sechs Schützenstände, zwei Lager und ein Aufenthaltsraum für die Schützen Platz finden, sowie ein Raum mit Lagerraum für die Blaskapelle. Auch der Technikraum soll vom Erd- ins Dachgeschoss wandern. Für die Feuerwehr ist ein Anbau mit neuen Umkleiden, Lager und Büro vorgesehen. Der bestehende Schulungsraum soll eine Küche bekommen. Räumlichkeiten und Kostenanteil sind prozentual nach späterer Nutzung in Feuerwehr, Blaskapelle, Schützen und Dorfgemeinschaft aufgeschlüsselt.

Kein zusätzlicher Stellplatz

Auf die Feuerwehr entfallen demnach 200580 Euro, auf die Schützen 179470 Euro, auf die Blaskapelle 151530 Euro, sowie 196935 Euro auf den Gemeinschaftsraum. Die Nebenkosten habe er mit fünfzehn Prozent angesetzt, hatte Berr vorgerechnet. So sei man letztlich bei einem Gesamtbetrag von 837792 Euro gelandet.

Der Feuerwehranteil bleibt zu 100 Prozent bei der Stadt, denn „weil wir keinen zusätzlichen Stellplatz schaffen, gibt es keine Förderung. Die Maßnahme fällt unter die Pflichtaufgaben der Kommune“, erläuterte Lösch. Die übrigen Parteien bemühen sich aktuell um Fördermittel. „Ein Gespräch mit Klaus Amann wegen einer möglichen Leader-Förderung hat gestern stattgefunden“, berichtete das Stadtoberhaupt und schloss: „Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr einen großen Schritt weiter kommen in Sachen Dorfgemeinschaftshaus“.

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