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Investition

Neues Kühllager fasst 4100 Tonnen Hopfen

Nach lediglich zwölfmonatiger Bauzeit wurde der Abschluss des Neun-Millionen-Projekts in Elsendorf gefeiert.
Von Helga Gebendorfer

Gratulation zum neuen Bauwerk: Architekt Martin Huber (v. li.) , Martin Eberle, Bereichsleiter Produktion und Technik, Bauberater Franz-Xaver Schmid sowie die Geschäftsführer Joachim Gehde und Pascal Piroué Foto: Gebendorfer
Gratulation zum neuen Bauwerk: Architekt Martin Huber (v. li.) , Martin Eberle, Bereichsleiter Produktion und Technik, Bauberater Franz-Xaver Schmid sowie die Geschäftsführer Joachim Gehde und Pascal Piroué Foto: Gebendorfer

Elsendorf.Mit einem Fest feierte die Simon Steiner Hopfen GmbH die Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Kühllagers in Elsendorf. Gerne nahmen die Vertragshopfenpflanzer, Gäste aus der Hopfenwirtschaft und Politik sowie am Bau beteiligte Firmen und alle Mitarbeiter die Einladung an.

Das Hopsteiner-Kühllager öffnete nach zwölfmonatiger Bauzeit seine Tore am neuen Standort im Gewerbegebiet Rehmoostal in Elsendorf. „Ich freue mich, dass so viele Gäste gekommen sind, um mit uns zu feiern“, erklärte Geschäftsführer Pascal Piroué. Verkehrsgünstig, zukunftsorientiert und klimaneutral – diese drei Kriterien standen beim Neun-Millionen-Projekt im Vordergrund. „Die Investition war unausweichlich, um weiter zu wachsen und damit einen weiteren Meilenstein in der Zukunftssicherung der Hopsteiner-Gruppe in Europa zu setzen“, betonte er.

Das neue Lager bietet eine Lagerkapazität auf 6500 Quadratmetern von rund 70 000 Rechteckballen bzw. 4100 Tonnen Rohhopfen. Das Gebäude wurde vom ersten Spatenstich bis zur ersten Einlagerung in einer Rekordzeit von nur einem Jahr fertiggestellt. Eine Photovoltaik-Anlage produziert Strom für den ganzjährigen, klimaneutralen Betrieb und speist Überschüsse ins Netz ein. Die Kühlung erfolgt mit umweltfreundlichem Propan und Wärmerückgewinnung.

„Das ist sozusagen eine Investition in die Zukunft“, ergänzte Piroué. Mit dieser Maßnahme seien Idealbedingungen direkt nach der Hopfen-Übernahme bis zum Zeitpunkt der Verarbeitung geschaffen worden und somit auch eine Qualitätsverbesserung und Versorgungssicherung der Werke in Au und Mainburg. „Das stärkt unsere Marktstellung und sichert Arbeitsplätze für Mitarbeiter und Landwirte“, bekräftigte er und lud am Schluss alle Landwirte ein, die eigene Zuchtarbeit mit Neusorten am 26. August in einem Kooperationsbetrieb zu besichtigen.

Geschäftsführer Joachim Gehde überbrachte seinen herzlichen Dank an alle am Bau Beteiligten und das Organisationsteam und dankte vor allem den Mitarbeitern für ihre Leistungen. Martin Eberle, Bereichsleiter Produktion und Technik, war froh, dass es während der Bauzeit keinen Unfall gegeben hat. „Elsendorf wird damit Hauptstadt des Hopfens und der Landkreis Platz 1 im Hopfenanbau“, schmunzelte Landrat Martin Neumeyer. Die Bürgermeister Markus Huber (Elsendorf) und Josef Reiser (Mainburg) zollten den Bauherren großen Respekt für den gelungen Bau, der sich harmonisch in die Umgebung am Tor zum Dürnbucher Forst einfügt.

Die neue Lagerhalle

  • Bau: Verbauung von 27 Holzleimbindern mit 1,3 Kilometern Gesamtlänge aus 50 Kilometern Holzbrettern.

  • Energie: Das Kühlhaus benötigt jährlich 600 000 Kilowattstunden (kWh); über die Photovoltaik-Anlage werden 750 000 kwh erzeugt.

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