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Fasching

Nina I. und Stefan I. regieren

Kelheims Festkönigin ist nun auch die Prinzessin der Faschingsgesellschaft Paradonia – für sie erfüllt sich ein Traum.
Von Roland Kugler

Franz Aunkofer übergab den Rathausschlüssel an das bezaubernde Prinzenpaar Nina I. und Stefan I.. Foto: Kugler
Franz Aunkofer übergab den Rathausschlüssel an das bezaubernde Prinzenpaar Nina I. und Stefan I.. Foto: Kugler

Kelheim. Kelheim. Pünktlich auf die Minute um 11 Uhr 11 überließ der stellvertretende Bürgermeister Franz Aunkofer am Sonntag das Sagen im Rathaus dem neuen Prinzenpaar der Faschingsgesellschaft Paradonia. Zumindest symbolisch, als er den goldenen Rathaus-Schlüssel aushändigte und ein dreifaches „Paradonia-Helau“ über den Kelheimer Stadtplatz schallte. Dabei gab es gleich ein großes Erstaunen, denn die neue Faschingsprinzessin Nina I. ist Kelheims amtierende Festkönigin Nina Merschel.

„Ich wollte schon immer Faschingsprinzessin werden. Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, sagt die 18-jährige Kelheimerin. „Und ich freue mich, Kelheim jetzt als Festkönigin und als Faschingsprinzessin vertreten zu dürfen“, so Nina. Im bürgerlichen Leben macht sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Die junge Frau ist mit Leib und Seele Faschingsliebhaberin, und tanzt schon seit elf Jahren bei der Paradonia. Da zur Zeit kaum Termine als Festkönigin anstehen, musste sie nicht lange überlegen, als ihr das Amt als Faschingsprinzessin angeboten wurde. Eher zufällig kam der neue Prinz zu seinem Amt. „Nina hat einen Prinzen gesucht. Wir kennen uns schon lange. Wer könnte ihr den Wunsch abschlagen,“ so Stefan Scheller. Der Kelheimer wird demnächst 19 Jahre und absolviert eine Ausbildung zum Mechaniker für Vulkanisations- und Reifentechnik. Bei der Paradonia war er bisher noch nicht, „aber in den Fasching bin ich immer gerne gegangen“, sagt er beim Sektempfang im Rathaus. Auch Vize-Bürgermeister Aunkofer ging früher gerne zum Fasching: „Es ist schade, dass es die großen Bälle von damals heute nicht mehr gibt. Ich habe die Kelheimer Faschingsbälle genossen und keinen ausgelassen“, verriet er. Als Kind ging Aunkofer als Indianer, als Jugendlicher als Hippie. „Ich hatte meine langen Haare mit einer Perücke noch länger gemacht und eine Blumenhose angezogen.“ Er ging seinen Weg weiter. Heute ist er Vize-Bürgermeister. Die städtische Veranstaltungsreferentin Franziska Ipfelkofer war auch beim Empfang anwesend. Sie verkleidete sich früher auch als Indianer „oder als Kasperl. Alles nur nicht Prinzessin“, sagt sie. Auch sie bedauert, dass es die tollen Bälle von früher nicht mehr gibt. Dafür geht sie mit einer Abordnung der Stadt beim großen Kelheimer Faschingsumzug mit.

„Früher gab es noch nicht so viele Möglichkeiten zum Weggehen, da waren Faschingsbälle noch etwas Besonderes“, sagen Franz Schabmüller und Silvia Engelbrecht von der Paradonia. „Heute sind die jungen Leute sieben Tage in der Woche unterwegs. So kamen immer weniger Besucher, und die Bands wurden auch immer teurer.“ Einen Ball gibt es aber auf jeden Fall: den Ball zur Inthronisation des neuen Prinzenpaares, der am 5. Januar im Gasthaus „In der Heide“ in Saal statt.

Das diesjährige Faschings-Motto der Paradonia lautet „Dschungel“. „Es ist uns spontan eingefallen“, so Silvia Engelbrecht. Deshalb bekamen die Vertreter der Stadt neben Küsschen von Prinzessin Nina und Prinz Stefan auch einen passenden Orden umgehängt: einen süßen lustigen Elefanten.

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