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Heimatpreis

Ochsentreiber lassen die Heimat klingen

Die Neustädter Blaskapelle ist bekannt für ihre bayerische Tanzbodenmusik. Jetzt gab es dafür eine Auszeichnung in München.

Die Blaskapelle Ochsentreiber bei der Verleihung des Heimatpreises in der Münchener Residenz mit Landrat Martin Neumeyer (links) sowie Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (rechts) Foto: Christian Blaschka/Finanzministerium
Die Blaskapelle Ochsentreiber bei der Verleihung des Heimatpreises in der Münchener Residenz mit Landrat Martin Neumeyer (links) sowie Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (rechts) Foto: Christian Blaschka/Finanzministerium

Neustadt a.d. Donau.Tagtäglich setzen sich Menschen in Bayern ehrenamtlich für den Erhalt von Traditionen, für die Pflege des Brauchtums sowie für die Stärkung des regionalen Erbes ein. Diese Menschen tragen dazu bei, dass Traditionen und Werte bewahrt und an die nächste Generation weitergegeben werden. Genau diesen Werten haben sich die Ochsentreiber in den vergangenen drei Jahrzehnten verschrieben und durften dafür in München ihren Lohn abholen.

In der Münchener Residenz verlieh der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker der Neustädter Neun-Mann-Blaskapelle den Heimatpreis 2019. „Mit dem Heimatpreis würdigen wir Menschen, die sich in beispielhafter Weise für ihre Heimat engagieren und so dazu beitragen, dass Bayern auch in Zukunft für die Bewohner in allen Landesteilen eine attraktive und lebenswerte Heimat bleibt“, stellte der Landtagsabgeordnete bei der Verleihung im Rahmen des Festakts „Heimat Bayern“ diese Woche fest.

Kulturelle Vielfalt in Bayern

Bayern sei für seine kulturelle Vielfalt und seine Traditionen auf der ganzen Welt bekannt. Zur bayerischen Lebensart gehöre es, Weltoffenheit, Fortschritt und Traditionsliebe miteinander zu verbinden. „Unsere Heimatpolitik fördert gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern, in Stadt und Land. Gleichzeitig möchten wir das kulturelle Erbe Bayerns mit seinen vielfältigen Bräuchen und Fertigkeiten, musikalischen Traditionen und Kulturlandschaften für die Zukunft gestalten und bewahren“, hob der Staatsminister hervor.

Dazu brauche es Menschen wie unsere Heimatpreisträger, die ihre heimische Kultur pflegen und für andere Menschen erlebbar machen. Denn Heimat sei nicht Kulisse, sondern aktive Beteiligungsmöglichkeit.

Die Neustädter Kapelle umrahmte auch die Feierstunde. Foto: Wutzer
Die Neustädter Kapelle umrahmte auch die Feierstunde. Foto: Wutzer

Die Laudatio: „Die 1987 in Neustadt an der Donau gegründete Blaskapelle Ochsentreiber spielt in der Tradition der bäuerlichen Tanzbodenmusik. Die Freizeitmusikanten wollen alte Stücke wieder zum Klingen bringen. Dafür durchforsten sie regelmäßig Veröffentlichungen des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege und Handschriften alter Musiker. Sie pflegen eine lebendige und vielfältige Volksmusik. Mit ihrem reichhaltigen Repertoire etwa von Polka, Schottisch, Walzer, Figurentanzmelodien oder Zwiefachen sind sie bei Auftritten im In- und Ausland Botschafter für bayerische Tanzboden-Musik-Kultur.“

Landrat hatte Kapelle vorgeschlagen

Der mehrstündige Festakt in der Allerheiligen-Hofkirche der Residenz München wurde von den Neustädter Musiker teils musikalisch umrahmt. Nach der Festrede Fürackers gab es eine Gesprächsrunde zum Thema „Heimat“ mit so illustren Gästen wie Kabarettist Django Asül, Rennrodlerin Natalie Geisenberger, Sternekoch Joachim Kaiser sowie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. Die Moderation übernahm Staatsminister Füracker.

„Es war wunderschön“, zog Peter Wutzer, Sprecher der Blaskapelle, Bilanz. Die Allerheiligen-Hofkirche war mit 350 Festgästen bestens gefüllt und die 16-köpfige Delegation aus Neustadt fühlte sich pudelwohl. Mit dabei war auch der Kelheimer Landrat, Martin Neumeyer, der die Blaskapelle für die Auszeichnung vorgeschlagen hatte.

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Heimatpreis Bayern

  • Kriterien:

    Herausragende Verdienste um die bayerische Heimat sowie Pflege des bayerischen Lebensstils und der typischen bayerischen Lebensart.

  • Weitere Preisträger:

    Ritterschauspiele Kiefersfelden e. V.; Verein zur Förderung der Furthmühle e. V.; Zeitschrift „Schöner Bayerischer Wald“; Augsburger Hohes Friedensfest sowie die Geopark Ries-Führer

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