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Kreistag

ÖDP sieht sich für fünften Sitz gerüstet

Kelheims Spitzenkandidat Peter Michael Schmalz spricht von einem „Quantensprung“ bei der Mitgliedergewinnung. Jetzt will man die Mandate ausbauen.
VON EDITH VETTER, MZ

  • Unter anderem diese Personen wollen für die ÖDP in den Kreistag. Spitzenkandidat ist Peter Michael Schmalz (vorne, Dritter von rechts) Foto: Vetter

Abensberg.Die ÖDP hat am Donnerstag im Gasthof Kuchlbauer in Abensberg ihre Liste für die Wahlen zum Kreistag im März präsentiert. Spitzenkandidat Peter-Michael Schmalz stellte eine Liste vor mit vergleichsweise hohem Anteil von Ärzten, Förstern, Lehrern, Bio-Landwirten und stellvertretenden Bürgermeistern. „Unser Leitmotiv für die nächsten Jahre wird unverändert das Gleiche sein wie in den letzten 24 Jahren. Wir sind ,die‘ Liste für Gesundheit, Ökologie, Verbraucherschutz und soziale Gerechtigkeit. Nicht ohne Stolz kann ich sagen, dass uns bei der Gewinnung von Kandidaten für die aktuelle Liste ein Quantensprung gelungen ist. Wir haben erstmals drei zweite Bürgermeister, sieben Förster und Biolandwirte, drei Ärzte sowie etliche Sprecher von Bürgerinitiativen auf der Liste.“

Damit habe die ÖDP beste Chancen, nicht nur den 2008 um 0,18 Prozent äußerst knapp verpassten vierten Kreistagssitz, sondern fünf Kreistagsmandate zu erreichen, so Schmalz weiter. Die Liste wurde von sämtlichen 24 Stimmberechtigten so angenommen, wie sie vorgestellt worden sind. Neu war die vielversprechende Block-Einteilung. Einstimmig haben sich die Mitglieder auch gegen eine offene Liste ausgesprochen.Die anwesenden Mitglieder der Kreistagsliste stellten sich bei der Versammlung einzeln vor und gingen auf ihre inhaltliche Anliegen ein. Josef Justl aus Riedenburg gab einen kurzen Sachstand bezüglich der weiteren Vorgehensweise, um den geplanten Mobilfunkmasten auf Schloss Eggersberg zu verhindern. Hauptproblem sei, dass der Schlossbesitzer für die Funkstation plädiere und die Richtwerte (lt. Telekom) auch im „grünen Bereich“ liegen würden. Trotzdem wolle man eine Bürgerinitiative ins Leben rufen.

Die Versammlung wurde vom Mainburger Kreis- und Stadtrat Gerhard Lang geleitet. Die ÖDP ist mittlerweile seit 24 Jahren im Kreistag vertreten. Sie sei in dieser Zeit insbesondere in Person ihres Sprechers, des Langquaider Umwelt- und Verbraucherschutzreferenten und Kreisrats Peter-Michael Schmalz das „ökologische und gesundheitliche Gewissen“ des Kreistages. Auch habe die ÖDP zum Beispiel bayernweit Maßstäbe bei der politischen Transparenz im Kreistag gesetzt. Nur durch den mehrjährigen beharrlichen Einsatz von Peter-Michael Schmalz habe erreicht werden können, dass schließlich vor drei Jahren der Landkreis Kelheim als erster Landkreis in Bayern eine Informationsfreiheitssatzung erlassen habe, sagte Lang.

Angesichts der enormen Herausforderungen aus Sicht des Klimaschutzes, eines Verhinderns des weiteren Raubbaus an den natürlichen Lebensgrundlagen und einer soliden, nachhaltigen Finanzpolitik sei es mehr denn je erforderlich, so Lang weiter, dass die ÖDP ihre Ideen in den Kreistag einbringe und dort als politisches Korrektiv wirke. Kreisrat Schmalz betonte, dass er während seiner Amtszeit 220 Anträge eingereicht habe, wovon die Hälfte auch umgesetzt worden sei. Die ÖDP habe sich von Anfang an für einen Neubau des Landratsamtes Kelheim (Kosten 17,7 Millionen Euro) ausgesprochen. Allerdings habe es ihm gewaltig gestunken, als in einer „Geheimsitzung“ über Einsparmaßnahmen diskutiert wurde und man den Grundsatzbeschluss aushebeln wollte. So sollten anstelle der teuren und chlorfreien Polyethylen-Beläge die Polyvinylchlorid (PVC)-Beläge mit den gesundheitsschädlichen Weichmachern verwendet werden. Peter-Michael Schmalz konnte aber auf seine taktische Art und Weise das Ruder wieder herumreißen.

Die Kandidaten: 1. Peter-Michael Schmalz, 2. Ferdinand Hackelsperger, 3. Annette Setzensack, 4. Ludwig Hofmann, 5. Franz Stadler, 6. Anton Atzenbeck, 7. Josef Justl, 8. Erich Eisenknappl, 9. Bernd Wimmer, 10. Anne Rottengruber, 11. Konrad Pöppel, 12. Alfons Fritsch, 13. Robert Lindner, 14. Hannes Eichinger, 15. Lukas Wack, 16. Thomas Hubmann, 17. Dieter Winterstein, 18. Georg Stöckl, 19. Erwin Betzenbichler, 20. Christina Wersch, 21. Monika Justl, 22. Michael Uttlinger, 23. Anita Berger, 24. Gustl Lauerer, 25. Paul Angermeier, 26. Sandra Kirchner, 27. Gertrud Evrard, 28. Konrad Obermüller, 29. Franz Geroldinger, 30. Anton Auer, 31. Alois Prantl, 32. Elisabeth Jungwirth, 33. Birgit Wack, 34. Uwe Menne, 35. Maria Dengler, 36. Sabine Rosner, 37. Ernst Christof, 38. Rolf Delventhal, 39. Christian Heinzinger, 40. Fabian Sedlmeier, 41. Josef Specht, 42. Waltraud Brombierstäudl, 43. Renate Wanner, 44. Karl Betz, 45. Ludwig Wersch, 46. Monika Frahm, 47. Christine Schels, 48. Thomas Kopp, 49. Stefan Wagner, 50. Bianca Huber, 51. Paul Berghammer, 52. Marion Gartner, 53. Michael Kirchner, 54. Sebastian Wagner, 55. Christian Skiba, 56. Maria Theresia Höflsauer, 57. Josef Vilser, 58. Dr. med. Ralph Paloncy, 59. Dr. med. Albert Blüml, 60. Dr. med. Rupert Hanrieder.

Nachrücker: Johanna Langner, Katharina Drago, Jutta Resch-Berr, Margarete Beck, Klaus Dengler, Thomas Wieland und Helmut Kuls. (eav)

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