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Tradition

Olympiade: lauter stolze Gewinner

Zum 16. Mal fand heuer das Turnfest für Kinder statt. Es erfreut sich ungebrochener Beliebtheit und macht Lust auf Sport.
Von Gabi Hueber-Lutz

Ganz schön anstrengend, den langen Weg unter den Bällen durchzurobben. Foto: Hueber-Lutz
Ganz schön anstrengend, den langen Weg unter den Bällen durchzurobben. Foto: Hueber-Lutz

Bad Abbach.Ein wenig verloren steht die kleine Anna mit ihrem Zettel in der großen Manglkammer-Halle und schaut auf die vielen Kinder. Marlene kennt sich hier schon aus und saust gleich los, als Betreuerin Veronika die Kinder zum Aufwärmen ruft. Die beiden Dreijährigen starten in der Gruppe der Jüngsten sehr unterschiedlich in die Kinderolympiade. Doch das gibt sich im Lauf der nächsten Stunde.

Am Ende haben die beiden Mädchen ihren Laufzettel voller Stempel und lassen sich sehr, sehr stolz von Sportreferent Ernst Gassner eine „goldene“ Medaille umhängen und ihre Urkunde in die Hand drücken. Fast noch wichtiger ist dann der Griff in die Schachtel mit den bunten Bällen und das kleine Tütchen Gummibärchen, das Ingrid Gassner für die jungen Sportler bereithält. Marlene weiß genau Bescheid: „Nur, wenn man alle Stationen gemacht hat“, klärt sie sehr ernsthaft über die Bedingungen für den Gewinn einer Medaille auf.

An die 200 Kinder haben sich in den drei Altersgruppen angemeldet. Bei den Drei-bis Fünfjährigen sitzen Mama oder Papa teilweise noch am Rand der Turnhalle. Manchmal übernehmen aber auch ältere Geschwister die Rolle des Beschützers. Der kleine Simon traut sich alleine noch nicht so recht, doch mit der zwei Jahre älteren Schwester als Begleitung meistert er alle Schwierigkeiten.

Die Stationen halten viele Herausforderungen bereit. Marlene kennt die Betreuer, stürmt gleich auf die erste Station los. Anna zögert, schaut sich weiterhin erst um. Doch dann entdeckt sie ihren persönlichen Eisbrecher: die Ringe. Verheißungsvoll baumeln sie von der Hallendecke. Sie will gleich zugreifen, muss lernen, dass da eine Warteschlange ist. Nach einiger Zeit ist sie dran, greift die Ringe, zieht die Beine hoch und baumelt voll Freude hin und her. Sie hat den ersten Stempel ergattert und will jetzt den zweiten. Ihre Wahl fällt auf die Station mit den großen blauen Bällen, die auf zwei Langbänken liegen. Marlene wuzelt sich dort bereits durch den schmalen Tunnel, der durch diese Anordnung entsteht. Anna macht es nach und beide Mädchen genießen danach die Fahrt durch Slalomstangen auf den rollenden Holzbrettern. Am Ende haben sie alle Stationen gemeistert, sitzen im Pulk der Kinder und warten, dass ihr Name aufgerufen wird und sie auf das Podest für die Medaillenverleihung steigen dürfen.

Die Riege der Betreuer baut die Sportgeräte für die nächste Altersgruppe um und hat danach eine kleine Verschnaufpause. Johanna, Sarah-Elina, Alena und Klara stehen schon ungeduldig am Rand der Turnhalle. Sie gehören zu den Größeren, sind allesamt alte Hasen beim Turnen und haben viel Spaß an der Bewegung. Ihre Medaillensammlung soll Verstärkung bekommen. Nach vollbrachtem Werk wartet der Heimat- und Kulturverein mit Kuchen, Semmeln und Getränken auf.

Die meisten Eltern beobachten das Geschehen in der Halle von der Galerie aus. „Ein guter Einstieg, um verschiedene Geräte kennenzulernen“, urteilt Annas Mutter über die Kinderolympiade und beschließt, sich über das Angebot der Sportvereine zu informieren.

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Regeln

  • Dabeisein:

    Bei den Drei- bis Fünfjährigen und den Sechs- bis Achtjährigen ist Dabeisein alles. Für sie geht es nicht darum, beste Zeiten oder Weiten zu erzielen. Bei ihnen steht das Kennenlernen der verschiedenen Sportgeräte und der Spaß an der Bewegung im Vordergrund.

  • Wettbewerb:

    Anders sieht es bei den Neun- bis Elfjährigen aus. Sie wollen sich messen und das Ergebnis auch festgehalten haben. Damit die Chancen etwas verteilt sind, enthält der Parcours, den sie meistern müssen, auch Geschicklichkeitsspiele, wie Sportreferent Ernst Gassner erklärt.

  • Gewinn:

    Die jüngeren Olympioniken dürfen Medaillen und Urkunden mitnehmen. Bei der Gruppe der ältesten Teilnehmer gewinnen der Sieger und die Siegerin jeweils eine Jahreskarte fürs Inselbad. (lhl)

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