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Gemeinderat

Orgel wird für 200 000 Euro saniert

Die Saaler Kirchenorgel soll saniert werden. Der Parkplatz „Pfarrwiese“ verzögert sich wegen Kritik der Regierung.
Von Roland Kugler

Die Saaler Kirchenorgel, immer noch eine der größten in der Umgebung, ist in die Jahre gekommen und bedarf einer Sanierung. Foto: Roland Kugler
Die Saaler Kirchenorgel, immer noch eine der größten in der Umgebung, ist in die Jahre gekommen und bedarf einer Sanierung. Foto: Roland Kugler

Saal.Mehrere Beschlüsse wurden in der jüngsten Gemeinderatsitzung gefasst. Eher selten ist die Sanierung einer Kirchenorgel. Die in der Saaler Christkönigskirche tut ihren Dienst seit der Einweihung der Kirche im Jahr 1959. Deshalb ist eine Generalüberholung notwendig, sie wird auf etwa 200000 Euro geschätzt. Die Gemeinde steuert einen Zuschuss bei.

Kritik der Regierung

Der Bau des geplanten, vom Gemeinderat bereits im vergangenen Jahr beschlossenen Parkplatzes auf der sogenannten Pfarrwiese hinter der Alten Kirche verzögert sich. Mehrere Ämter hatten Einwände bei den Plänen.

In Saal gibt es drei Kirchen. Die Andreaskirche in Untersaal, erbaut 1726, wird nur selten für Gottesdienste genutzt.

Die Pfarrwiese wird ein Parkplatz. Foto: Roland Kugler
Die Pfarrwiese wird ein Parkplatz. Foto: Roland Kugler

Ebenso die Alte Kirche in Saal. Sie ist einige Jahrhunderte älter, ihr genauer Ursprung ist nicht klar. Sie geht in die Gotik zurück, eventuell bis ins Mittelalter. 1628 wurde sie erweitert. Auch in ihr werden nur selten Gottesdienste gehalten. Die regelmäßigen Gottesdienste werden in der Christkönigskirche gefeiert. Sie wurde 1958 erbaut. Die Größe und Architektur der Kirche erforderte auch eine große Orgel. Die Saaler Kirchenorgel war lange Zeit eine der größten in der Umgebung: 2832 Orgelpfeifen ertönen mit einem sehr beeindruckenden raumfüllenden Klang. Einstimmig beschlossen die Räte, dass die Gemeinde die Sanierung mit fünf Prozent des Betrages unterstützt, das sind 10 000 Euro.

Wie berichtet verzögert sich wegen mangelnder Firmen und Handwerker der bereits begonnene Umbau des alten Friedhofes zu einem Ort der Ruhe und Besinnung. Auch hinter der Alten Kirche gibt es Probleme: Auf der dortigen Wiese, der sogenannten Pfarrwiese, soll ein Parkplatz gebaut werden. Das wurde, trotz der Kritik einiger Gemeinderäte, mehrheitlich beschlossen. Die Regierung von Niederbayern wünschte einige Nachbesserungen, die wiederum mit dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt werden mussten. Auch die untere Naturschutzbehörde verlangte Änderungen. „Die Pläne müssen angepasst werden“, sagt Bürgermeister Christian Nerb. „Wenn es gut läuft, kann noch dieses Jahr mit dem Bau begonnen werden.“ Etwa 45 Parkplätze sollen auf der Pfarrwiese geschaffen werden, und zwei Behindertenparkplätze. Die Gemeinde will neuen Parkraum schaffen, da der Parkplatz auf dem Kirchplatz wegfällt. Dort wird demnächst ein Gebäude mit öffentlicher Bücherei, Gastronomie, Arztpraxis und Wohnungen gebaut.

Chaotische Zustände

Grundsätzlich wird das Parksystem im Ort gerade neu organisiert. „Es ist teilweise chaotisch, wie entlang der Hauptstraße geparkt wird“ beklagten einige Gemeinderäte schon des Öfteren. Fußgänger würden behindert, ebenso Besitzer und Kunden von Geschäften sowie Anwohner. Deshalb werden im Ort die künftig erlaubten Parkplätze gerade mit Nagelreihen gekennzeichnet, die Maßnahme ist fast fertig. Zudem soll demnächst auch eventuell eine Überwachung des ruhenden Verkehrs erfolgen, um das Parkverhalten der Autofahrer zu verbessern. Das wird im Gemeinderat noch diskutiert werden. Ein neuer Parkplatz ist im Ort bereits bei der Christkönigskirche entstanden. Auch der geplante Parkplatz auf der Pfarrwiese liegt in Fußnähe zu vielen Geschäften im Ortszentrum.

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