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Vorfreude

Orgelrenovierung in Saal fast fertig

Am 16. Februar erfüllen 2622 Pfeifen die Kirche mit Klang. Neuer Spieltisch erlaubt dem Organisten mehr Entfaltung.

Ein Auszubildender der Orgelbaufirma Thomas Jann baut Orgelpfeifen ein.  Foto: Martina Wendlinger
Ein Auszubildender der Orgelbaufirma Thomas Jann baut Orgelpfeifen ein. Foto: Martina Wendlinger

Saal an der Donau.In wenigen Wochen ist es soweit. Die in vier Monaten aufwendig renovierte Orgel der Pfarrei Christkönig wird bei einem Festgottesdienst für die Gläubigen wieder erklingen und gesegnet.

Die 1965 durch die Firma Walcker aus Ludwigsburg erbaute Orgel war für die damalige Zeit sehr gut konstruiert. Mit ihren 38 Registern auf drei Manualen, aber auch wegen der wieder entdeckten vollmechanischen Bauweise war die Orgel seinerzeit etwas wirklich Besonderes, informiert Martina Wendlinger.

„Nach so langer Zeit bedarf es jedoch einer gründlichen Renovierung", ist die Einschätzung von Fachleuten und Kirchenmusikern.

Orgelbauer und Intonateur Frank Schüngel testet am neuen Spieltisch die renovierte Orgel.  Foto: Martina Wendlinger
Orgelbauer und Intonateur Frank Schüngel testet am neuen Spieltisch die renovierte Orgel. Foto: Martina Wendlinger

Deshalb erteilte die Kirchenverwaltung der Orgelbaufirma Thomas Jann aus Laberweinting den Auftrag, die Orgel zu sanieren. Sie besteht aus dem Hauptwerk, Schwellwerk, Pedalwerk und Rückpositiv. Von den 38 Registern wurden fast alle erhalten, nur zwei mussten ausgetauscht werden. Die 2622 Pfeifen wurden nacheinander abmontiert, gereinigt und wieder eingebaut. Hierbei hat die größte Kupferpfeife eine Länge von fünf Metern, und die kleinste Pfeife eine Größe von acht Millimetern.

Orgelbauer und Intonateur Frank Schüngel braucht ein gutes Gehör und viel Fingerspitzengefühl, um die einzelnen Zungen- und Lippenpfeifen wieder zu stimmen. „Jede Orgel ist ein Unikat, deren Akustik dem Raum und der Umgebung angepasst wird", so der Intonateur.

Die Orgel in Saal

  • Ursprung:

    Im Jahr 1965 wurde die Orgel durch die Firma Walcker aus Ludwigsburg gebaut. Das Kircheninstrument verfügt über 38 Register auf drei Manualen.

  • Sanierungskosten:

    200 000 Euro

  • Eröffnung:

    Bei einer Festmesse am Sonntag, 16. Februar, um 10 Uhr

Neu ist der Spieltisch mit elektronischer Traktur, die dem Organisten mehr Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Ebenso wurde die komplette Mechanik überarbeitet. „Die Gesamtkosten der Sanierung schlagen mit 200 000 Euro zu Buche und sind für die Pfarrei eine bedeutende Investition", so Pfarrer Norbert Große. Einen wertvollen Beitrag hat hierbei auch die Gemeinde mit rund 10 000 Euro geleistet. Um die Kosten weiter zu senken, werden Spenden gerne entgegengenommen und können auf das Konto der Pfarrei überwiesen werden.

Die Bevölkerung darf sich nun freuen, wenn am Sonntag, 16. Februar, um 10 Uhr zur Festmesse die Orgel wieder in neuem Glanz erstrahlt und das Gotteshaus mit ihrem Klang erfüllt. Umrahmt wird die heilige Messe, die von Generalvikar Prälat Michael Fuchs zelebriert wird, vom Kirchenchor. Zu der Messe sind auch die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen herzlich eingeladen.

Um 14.30 Uhr gibt der Orgelbauer Thomas Jann eine kleine Einführung, und anschließend wird der versierte Organist Thomas Humbs bei einem Konzert den musikalischen Reichtum der Orgel präsentieren. Nach dem Konzert besteht die Möglichkeit, die Orgel im Detail zu besichtigen.

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