MyMz
Anzeige

Volksfest

O’zapft is auf der Donau-Wiesn

Mit einem großen Festzug und dem Anzapfen des ersten Fasses durch Bürgermeister Hartmann beginnt der Rummel in Kelheim.
Von Lisa Pfeffer und Elfi Bachmeier-Fausten

  • Bürgermeister Horst Hartmann zapft das erste Fass Bier an. Foto: Pfeffer
  • Großer Festzug durch die Kelheimer Innenstadt Foto: Bachmeier-Fausten

Kelheim. Mit zwei Schlägen hat Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann am Donnerstagabend das Volksfest Donau-Wiesn im Festzelt eröffnet, das am Feiertag Mariä Himmelfahrt ausklingt.

Die neue Kelheimer Festkönigin Lena bei ihrer Antrittsrede Foto: Pfeffer
Die neue Kelheimer Festkönigin Lena bei ihrer Antrittsrede Foto: Pfeffer

Lena Pritschet (21) wurde zur neuen Kelheimer Festkönigin inthronisiert – sie ist die 50. Hoheit der Kreisstadt. Die bisherige Regentin Hacer Aslan konnte bei ihrer Verabschiedung die Tränen nicht verbergen.

1700 Personen marschieren mit

Bevor es jedoch im Festzelt am Pflegerspitz hieß „o’zapft is“, gab es ein Standkonzert der Kapelle „D’ Spreißler“ auf dem Ludwigsplatz. Danach bewegte sich ein sehr langer Festzug unter musikalischer Begleitung von mehreren Musikkapellen durch die Innenstadt in Richtung Festplatz.

Auftakt zur Kelheimer Donau-Wiesn

Insgesamt waren dabei 54 Gruppen mit von der Partie. Trotz Regens harrten die Zaungäste aus und sahen sich den ganzen Aufzug an, bei dem Vereine und Verbände aus dem Stadtbereich und von Ortsteilen mit an die 40 Gruppen die meisten Teilnehmer stellten. Auch Gäste aus der französischer Partnerstadt Ambarès-et-Lagrave, die derzeit in Kelheim weilen, mit Gastfamilien waren dabei. Mehrere Politiker und Firmenvertreter marschierten mit. Insgesamt an die 1700 Personen nahmen am Donau-Wiesn-Aufzug teil.

Die jungen Sportler ließen sich beim schlechten Wetter nicht davon abhalten, ihre Kunststücke in der Altstadt vorzuführen. Foto: Bachmeier-Fausten
Die jungen Sportler ließen sich beim schlechten Wetter nicht davon abhalten, ihre Kunststücke in der Altstadt vorzuführen. Foto: Bachmeier-Fausten

Die Zuschauer waren begeistert vom Festzug. Ob Fahnenschwinger, das stattliche Brauereigespann, Bierkönig Gambrinus am Fass thronend, junge Sportler, die trotz Regens Kunststücke auf der Straße vorführten, oder Trachtler und Winzerinnen in historischen Kostümen und Vierbeiner mit Herrchen oder Frauchen bereicherten das Schauspiel.

Bierkönig Gambrinus auf dem Weg zum Festplatz Foto: Bachmeier-Fausten
Bierkönig Gambrinus auf dem Weg zum Festplatz Foto: Bachmeier-Fausten

Aber auch alle anderen Vereine, Verbände und Organisationen trugen mit zum Erfolg bei. Die Zuschauer spendeten Beifall. So mancher meinte, dass Petrus doch noch warten hätte können mit dem Öffnen der Schleusen.

Ganz voll ist das Festzelt anlässlich der Eröffnung der Donau-Wiesn. Foto: Pfeffer
Ganz voll ist das Festzelt anlässlich der Eröffnung der Donau-Wiesn. Foto: Pfeffer

Das Festzelt war voll, als Bürgermeister Hartmann alle Besucher begrüßte und dann auf der Bühne das erste Fass Bier anzapfte. Mit zwei Schlägen hatte er seine am Nachmittag geäußerte Erwartung ans Anzapfen mehr als erfüllt, da er keinen „Sicherheitsschlag“ brauchte. Horst Hartmann war erfreut über die große Teilnahme am Festzug. Er wünschte sich eine friedliche „Doana-Wiesn“ und allen Gästen viel Spaß.

Freude auf „die tolle Zeit“

Die neue Festkönigin bekam von ihrer Vorgängerin die Schärpe mit einem Pin der Stadt umgehängt. Als Geschenke wurden Hoheit Lena unter anderem ein Ring der Stadt, zwei Bierkrüge – der traditionelle Glaskrug mit Zinndeckel und der neue Donau-Wiesn-Krug – sowie ein Kelheimer Donau-Wiesn-Lebkuchenherz überreicht. Hacer Aslan verabschiedete sich als 49. Festkönigin. Sie blickte auf ein wunderschönes Jahr zurück und sagte, über 70 Termine bewältigt und insgesamt circa 7000 Kilometer zurückgelegt zu haben. Sie dankte unter anderem dem Bürgermeister und ihrer Familie für die Unterstützung. Dabei flossen ihr Tränen über die Wangen. Mit den Worten „Griaß Eich God“ fing Kelheims neue Hoheit Lena ihre Rede an und stellte sich kurz vor. Nachdem sie an mehrere Personen Dankesworte gerichtet hatte, sagte sie, sich auf die tolle Zeit zu freuen und prostete den Besuchern zu.

Das erwarten sich die Passanten von der neuen Donauwies‘n:

Angela Zoch Foto: Prantl
Angela Zoch Foto: Prantl

Angela Zoch: „Die Idee mit dem neuen Namen finde ich gut. Außerdem klingt er recht schön. Ich besuche das Volksfest jedes Jahr mit meinen Enkeln und Urenkeln. Ich denke aber nicht, dass es heuer viele Veränderungen geben wird, nur weil es jetzt einen anderen Name hat.“

Alfred Puntus Foto: Prantl
Alfred Puntus Foto: Prantl

Alfred Puntus: „Der neue Name Donauwies‘n gefällt mir sehr gut. Am besten finde ich allerdings, dass es das Feuerwerk heuer wieder gibt. Grundsätzlich ist es gut, dass die Stadt das Fest immer noch organisiert und sich auch Gedanken über Veränderungen macht.“

Monika Umlauf Foto: Prantl
Monika Umlauf Foto: Prantl

Monika Umlauf: „Ich finde den neuen Namen einfach passend, denn das Fest liegt ja auf einer Donauwies‘n, wie kein anderes Volksfest. Also dürfen sich die Kelheimer auch mit diesem Namen schmücken. Ob das Fest heuer anders wird, davon lass’ ich mich überraschen.“

Nadine Sendtner Foto: Prantl
Nadine Sendtner Foto: Prantl

Nadine Sendtner: „Ich denke schon, dass sie etwas verändern werden. Ich habe gehört, dass sie das Programm ausbauen. Ein anderer Name bedeutet ja normalerweise auch eine andere Sache. Vor allem aber glaube ich, dass so mehr Besucher angelockt werden.“

Mehr Artikel aus der Kreisstadt lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht