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Gemeinderat

Parzellen sollen Äcker bleiben

Wegen des Straßenausbaus stellt Ihrlerstein einen Bebauungsplan auf. Manche Bauplätze werden nun wieder gestrichen.
Von Renate Beck

Die Schlesierstraße in Ihrlerstein beim Kindergarten ist Gegenstand des Bebauungsplans.  Foto: Renate Beck
Die Schlesierstraße in Ihrlerstein beim Kindergarten ist Gegenstand des Bebauungsplans. Foto: Renate Beck

Ihrlerstein.In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Arbeitsentwurf zu dem von der Gemeinde aufgestellten Bebauungsplan Schlesierstraße/Mohnblumenweg gebilligt. Mit diesem Entwurf nahm die Gemeinde Kontakt zu den Anwohnern auf, damit diese ihre Vorschläge zu den Parzellen einbringen konnten.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde nun über deren Änderungswünsche beraten. Da dies im öffentlichen Teil, den jeder Gemeindebürger verfolgen kann, geschah, wurden aus Datenschutzgründen keine Namen, sondern lediglich die Flurnummern genannt. Auf einem der Grundstücke im Bereich des Mohnblumenweg werden auf Wunsch des Besitzers vier geplante Bauparzellen herausgenommen. Sie sollen auch weiterhin landwirtschaftliche Flächen bleiben. Das Einverständnis des Gremiums ist wie in weiteren Fällen verknüpft mit der Bedingung, dass der erforderliche Grund für den Bau der Straße zur Verfügung gestellt wird.

Aus dem gleichen Grund sollen auch fünf Bauparzellen auf einer großen, zusammenhängenden Fläche in der Schlesierstraße aus der Planung herausgenommen werden. Das Problem bei den Grundstücken in der Schlesierstraße: Sie sind laut Bürgermeister bereits erschlossen. „Die Bescheide haben Bestandskraft. Sie müssten dann aufgehoben werden.“

Parzellen bleiben bestehen

Für ein größeres landschaftliches Gebäude auf dieser Fläche gibt es bereits einen Bebauungsplan. Die angrenzende Straße ist bereits abgerechnet. Ein Teil ist bezahlt, ein Teil gestundet. Was bedeutet, dass verschiedene Kosten wie die vom Wasserzweckverband erst in dem Moment bezahlt werden müssen, wenn das Grundstück bebaut wird.

Einstimmig beschloss das Gremium, das landwirtschaftliche Gebäude im Entwurf zu erhalten. Die geplanten Bauparzellen bleiben vorerst bestehen. Es soll zunächst ermittelt werden, wie hoch die Summe der Erschließungskosten ist. Gemäß dem Wunsch der Räte soll mit dem Eigentümer eine Kompromisslösung gefunden werden. Akten sollen eingesehen, Zahlen vorgelegt werden. Vor der Auslegung soll nochmals entschieden werden.

Dass auch in der Schlesierstraße auf Wunsch der Eigentümer vier Parzellen herausgenommen werden sollen, stieß bei den Räten auf Unverständnis. Bereits 2010 wurde auf Eigentümerwunsch hin der Flächennutzungsplan geändert. Auf dieser landwirtschaftlichen Fläche wurde wunschgemäß Baurecht geschaffen. „Diese Grundstücke sind nun bebaubar“, betonte Häckl. Nun aber sollen die vier Parzellen wieder aus dem Plan genommen werden. Weil die Flächen nicht vom Eigentümer selbst bewirtschaftet, sondern verpachtet sind, ist eine Stundung der Kosten nicht möglich. Bei der Abstimmung über den Beschlussvorschlag war klar: Das Gremium ist einstimmig dafür, dass die Parzellen im Bebauungsplan bleiben.

Der Besitzer der Flurnummer 63 wünscht laut Bürgermeister ein komplettes großes Baufenster für sein Grundstück zu erstellen. Diese Grundstücke an Enzianstraße/Rosenhang sind bisher noch nicht aufgeteilt. Das Baufenster des Altbestandes wird einstimmig erweitert und schließt die Bestandsgarage mit ein. Die restlichen Baugrenzen bleiben bestehen.

Buchbauer kann bauen

Zweiter Bürgermeister Thomas Krebs gab bei all den Herausnahmen zu Bedenken, dass folglich bei den neuen Planungen keine Anschlüsse für die entsprechenden Grundstücke vorgesehen werden. „Es sind dann über lange, lange Zeit keine Bauplätze. Die haben alle Kinder!“ Für die nächste Sitzung wird Architekt Gerhard Finger den Planungsvorschlag mit den neuen Beschlüssen entsprechend ändern und dem Gremium erneut vorstellen.

Damit der Bau des Verbrauchermarktes starten kann, wurde ein neues Deckblatt zum Bebauungsplan „östlich der Schulstraße II“ beschlossen. Die Träger der öffentlichen Belange wurden angehört und einbezogen. „Vorher konnte er nicht bauen. Die Planung liegt in der Schublade“ verkündete Bürgermeister Häckl.

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