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Spannend

Pferdesport vom Feinsten

Das Neustädter Pfingstpferderennen zog zahlreiche Besucher in ihren Bann. Aber es gab bei der Veranstaltung auch zwei Stürze.
Von Margot Kirzinger

Für Spannung war beim Pferderennen in Neustadt gesorgt. Fotos: Kirzinger
Für Spannung war beim Pferderennen in Neustadt gesorgt. Fotos: Kirzinger

Neustadt.Die Neustädter Bevölkerung fieberte seit Wochen nicht nur dem Jubiläum-Pfingstvolksfest entgegen, sondern auch dem traditionellen Pferderennen im Anton-Treffer-Stadion. Die Reiter und Fahrer lieferten sich spannende und abwechslungsreiche Wettkämpfe, die bei den Zuschauern tosenden Beifall auslösten. Neben den Trabfahrern und Rennreitern beeindruckten vor allem die imposanten Marathonkutschen das Publikum.

Vom Trabfahren begeistert

Der neue Trabrennfahrer Alexander Ruhland, für den Trabfahren eine Lebenseinstellung ist, sorgte gleich beim ersten Rennen für einen überraschenden Sieg. Er sagt überzeugt: „Trabfahrer kann man nicht lernen, das muss man sein.“ Jennifer Silchinger-Venus, die vor vier Jahren in Neustadt zu ihrem ersten Rennen als Reiterin antrat, und sich immer unter den ersten Drei platzieren konnte, war dieses Jahr zum ersten Mal beim Trabrennen als Fahrerin dabei. Sie konnte das Rennen aber nicht für sich entscheiden. Wenn man die am Rennen teilnehmenden Amateure befragt, wird klar, dass sie alle auf jeden Fall eins gemeinsam haben: Sie machen es, wie der Rennreiter Alexander Brecheisen so schön sagt „einfach nur aus Spaß an der Freude“, denn viel Geld verdienen könne man damit nicht.

Stefanie Rauh konnte sich mit ihrem „Fuchsi“ gleich zwei Siege sichern. Ein Highlight war das Ponyrennen. Nur wollten die Ponys anfangs nicht so, wie die Nachwuchsreiter sich das vorstellten, und machten spontan erst einmal einen Abstecher in die Wiese. Wie viele andere Kinder stand auch die fünfjährige Ramona Grassl mit einem Leuchten in den Augen an der Rennbahn und sagte: „Die Ponys mag ich einfach am liebsten, weil die so klein und süß sind.“

Mit am interessantesten war auch das Rennen der Marathonkutschen, die laut Zielrichterin Silvia Kramschuster eigens für den sportlichen Wettbewerb gebaut wurden. Reinhard Hundsdorfer, der Gewinner des diesjährigen Kutschen-Rennens, freute sich, dass sie hier dabei sein dürften. Sie seien nun bereits zum dritten Mal hier. „Wir machen das, um den Leuten zu zeigen, dass ein Kaltblutpferd nicht nur vor einem Brauereiwagen laufen kann.“ Der Reitverein habe sie vor drei Jahren eingeladen einmal etwas anderes zu machen – und sie seien ziemlich offen für alles. Die Pferde in den Gespannen sind absolute Profis. Allerdings nicht in erster Linie auf der Rennbahn. Schon bei einem früheren Rennen, erklärte der Bahnsprecher den Besuchern, dass man diese Pferderasse in erster Linie in der Holzarbeit einsetze. So könnten sie gefällte Baumstämme Millimeter genau dorthin bringen, wohin sie sollen. Diese im Fachbegriff Holzrücken bezeichnete Tätigkeit ist eine traditionelle Arbeit in der Forstwirtschaft. „Wir schonen damit unsere Umwelt“, so Reinhard Hundsdorfer

Rasant unterwegs
Rasant unterwegs

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Vor Rennbeginn begrüßten Bürgermeister Thomas Reimer, Landtagsabgeordnete Johanna Muggendorfer und die erste Vorsitzende des Rennvereins, Edeltraud Eckinger, die Besucher, wünschten ihnen eine gute Unterhaltung und den Reiterinnen und Reitern einen fairen, unfallfreien Wettkampf mit viel Erfolg. Trotz aller guten Wünsche kam es bei dem Rennen jedoch zu zwei Stürzen, die aber Gott sei Dank mit leichten Prellungen ausgegangen sind.

Tierarzt für alle Fälle vor Ort

Bereits im Vorjahr hatte es hier einen Reitunfall gegeben. Ein Mädchen war samt Pferd über die Planke gefallen. Ihr und auch dem Pferd gehe es aber gut. Laut Silvia Kramschuster sei sie dieses Jahr nur nicht dabei gewesen, weil sie an einer anderen Veranstaltung teilgenommen habe. Da sich immer wieder mal ein Unfall zutragen könne, muss neben Kräften des Sanitätsdienstes auch ein Tierarzt vor Ort sein. So unterstützte Dr. Popa, der in Moosburg eine eigene Pferdepraxis hat, bereits das zweite Mal ehrenamtlich das Turnier. Er habe hier viele Kunden, auch beim Reitverein. Edeltraud Eckinger habe ihn im Vorjahr angesprochen, ob er zum Rennen kommen könnte und so sei er beim Neustädter Pferderennen abwesend.

Viele meinten, dass die erste Vorsitzende des Reitvereins, seit ihrer Kindheit mit Pferderennen vertraut ist. Aber da müsse sie die Leute leider enttäuschen. Ihre Tochter wollte unbedingt ein Pferd und so wurde 1999 das erste Pferd gekauft. Durch ihre Tochter sei sie dann zum Reitverein gekommen. Mittlerweile ist sie dessen erste Vorsitzende. Mit einem herzlichen Dankeschön an alle endete das Rennen 2018 um 17 Uhr.

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