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Baugebiet

Platz für rund 480 Bewohner

Der Gemeinderat Bad Abbach gab den Startschuss für die Entwicklung eines gut sieben Hektar großen Wohn- und Gewerbeareals.
Von Gabi Hueber-Lutz

Das ehemalige Watzinger-Areal ist ein Teil des Gebiets „Neue wirtschaftlichen Mitte“, auf dem einmal 480 Menschen leben werden.  Foto: Hueber-Lutz .
Das ehemalige Watzinger-Areal ist ein Teil des Gebiets „Neue wirtschaftlichen Mitte“, auf dem einmal 480 Menschen leben werden. Foto: Hueber-Lutz .

Bad Abbach. In seiner Sitzung am Dienstag hat der Gemeinderat grünes Licht für den Vorentwurf des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Kühberg – Neue wirtschaftliche Mitte“ gegeben. Nun kann das Bauleitplanverfahren beginnen. Damit ist der Weg frei für die Ansiedlung von zirka 480 Menschen auf dem über 72 000 Quadratmeter großen Areal. Es erstreckt sich von der Raiffeisenstraße bis zum Gutenbergring und von der Römerstraße bis zur Goldtalstraße.

Bestandsschutz für Gewerbe

Fritz Bauer stellte die Planung vor: Der Norden des Gebiets entlang der Goldtalstraße wird als Gewerbegebiet ausgewiesen. Hier existiert bereits Gewerbe. Und auch der bestehende Supermarkt und das Steinmetzgeschäft an der Raiffeisenstraße bleiben im Gewerbegebiet. Richtung Süden schließt sich entlang der Raiffeisenstraße Geschosswohnungsbau an. Drei der Gebäude haben drei Stockwerke plus ein Penthaus, das Gebäude beim Friedhof an der Kreuzung zur Römerstraße wurde während der Sitzung aufgrund vielfältiger Kritik auf zwei Geschosse plus Penthaus reduziert. Im Süden des Gebiets liegt der Friedhof mit einer Erweiterungsfläche, die sich Richtung Gutenbergring anschließt. Hinter dieser Erweiterungsfläche am Gutenbergring/Ecke Staatsstraße ist ein zweigeschoßiges Gebäude möglich.

Entlang des Gutenbergrings geht es weiter mit zwei- beziehungsweise dreigeschossigen Bauten, die zirka auf Höhe des Sportparks dreigeschossig mit einem Penthouse als viertem Geschoss werden. Dazwischen liegen zwei Gebäude mit vier Stockwerken und eines mit drei Stockwerken für sozialen Wohnungsbau. In der Mitte des Gebiets ist eine Grünfläche geplant. Mit Rad- und Fußwegen ist es an die Umgebung angeschlossen. Geparkt wird überwiegend in Tiefgaragen. Eine Lärmschutzwand zur Raiffeisenstraße hin wird nicht nötig, die Gebäude werden nach dem Prinzip der Eigenabschirmung errichtet. Insgesamt sollen 213 Wohneinheiten entstehen.

Die Raiffeisenstraße soll leistungsfähiger ausgebaut und anders gestaltet werden. Einer Anbindung des Gutenbergrings an die südliche Römerstraße stimmt das Straßenbauamt im Moment nicht zu. Die Möglichkeit ist aber in der Planung trotzdem vorgesehen. Stimmungsmäßig schlugen die Wogen bei der Diskussion der Planung teilweise wieder sehr hoch. Am Ende sprach sich mit 17:3 Stimmen der überwiegende Teil des Marktrats für den Entwurf aus.

Kohlenschächte zurückgestellt

In der gleichen Sitzung wurde abschließend der Bebauungsplan für das Areal rund um den Torhausplatz mit 19:1 Stimmen beschlossen. Stellungnahmen waren keine mehr eingegangen. Für das Baugebiet Kohlenschächte fordert das Landratsamt Änderungen. Er ist nicht mehr zeitgemäß und neue Bauanträge sollen nicht mehr mittels Befreiungen verwirklicht werden. Der Punkt wurde abgesetzt, weil man sich in der Verwaltung erst noch Gedanken machen will, ob man den Bebauungsplan für das komplette Gebiet ganz aufhebt, um Aufstockungen der bestehenden Bungalows zu ermöglichen.

Bad Abbach gehört der Integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) Donau-Laber an. Jede der beteiligten Gemeinden muss ein Kernwegenetz erstellen und dabei einen Weg festlegen, dessen Sanierung Priorität hat. Für die Sanierung der Wege gibt es hohe Zuschüsse, allerdings ist der Fördertopf derzeit eher sehr spärlich gefüllt und die Wahrscheinlichkeit ist nicht groß, dass die Gemeinde zum Zuge kommt. Der Gemeinderat hat für Bad Abbach den Weg von Peising nach Poign als priorisierten Weg festgelegt.

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