MyMz
Anzeige

Delikte

Polizei zieht Gillamoos-Bilanz

Die Polizeiinspektion Kelheim zieht ein durchaus positives Fazit nach dem Gillamoos, auch wenn die Straftaten im Vergleich zu 2012 steigen.

Die Polizei leistete 2500 Einsatzstunden am Gillamoos. Foto: Archiv

Abensberg. Die Polizei Kelheim ist mit dem Verlauf des Gillamoos 2013 durchaus zufrieden, auch wenn negativ auffällt, dass die Anzahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr wieder zugenommen hat. Die Zahl der Straftaten stieg von 27 auf 43 Delikte.

Besonders Körperverletzungen stiegen von elf auf 16 Delikte. Grund war in der Regel starke Alkoholisierung der Beteiligten. Wie wohl auch am ersten Gillamoos-Tag, als ein Ehepaar in der Straubinger Straße in ein Taxi einsteigen wollte. Hierbei wurde der Mann von einer männlichen Person von hinten angegriffen und grundlos niedergeschlagen. Der Mann erlitt hierbei schwere Verletzungen und musste sich in ärztliche Behandlung begeben. Der Täter fuhr mit dem Taxi weg und konnte unerkannt entkommen. Zeugen hierfür werden immer noch von der Polizei gesucht.

Sicherheitskräfte angegriffen

Auffallend in diesem Jahr war, dass sich viele Besucher den Anordnungen der Sicherheitsfachkräfte widersetzten und diese auch körperlich angriffen. Zu Übergriffen auf Polizeibeamte und auch zu Beleidigungen kam es nicht.

Gegen zwölf Besucher sprach die Polizei Betretungsverbote aus, da diese als Täter bei Körperverletzungsdelikten ermittelt wurden oder auch bei Sicherheitsfachkräften als Randalierer aufgefallen waren. Sehr dreist zeigte sich hierbei ein 20-jähriger Mann aus Abensberg, der bereits am Donnerstag ein Betretungsverbot ausgesprochen bekam und dann trotzdem am Montag den Gillamoos besuchte. Gegen ihn wurde nun Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet und erneut ein Platzverweis ausgesprochen. Polizeibeamte griffen auch wieder alkoholisierte Jugendliche am und um den Gillamoos auf. Dennoch ging die Zahl der alkoholisierten Jugendlichen von zehn Fällen im Vorjahr auf zwei zurück ging. Ein Jugendlicher musste vom Rettungsdienst allerdings in die Goldbergklinik Kelheim gebracht werden. Eine 20-jährige Festbesucherin wurde ebenfalls in die Goldbergklinik gebracht. Hier begann die junge Frau zu randalieren, löste den Feueralarm auslöste und biss den behandelnden Arzt in den Arm.

Erwachsene kaufen Alkohol für Jugendliche

Gegen drei Privatpersonen wurden Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Abgabe von Alkohol an Minderjährige erstattet. In allen Fällen hatten Erwachsene die Getränke für die Jugendliche an den Bars gekauft. Im gewerblichen Bereich kam es zu keinen Beanstandungen.

Im Zusammenhang mit dem Gillamoos 2013 ereigneten sich insgesamt drei Verkehrsunfälle mit alkoholisierten Fahrzeugführern und sieben weiteren Unfällen mit Sachschaden. Bei zwei Verkehrsunfällen handelte es sich um heranwachsende Fahrzeugführer, die auf der Heimfahrt die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren, von der Fahrbahn abkamen und sich mit ihrem Fahrzeug überschlugen. Die Fahrzeugführer waren jeweils allein im Fahrzeug und wurden hierbei leicht verletzt. Bei allen Unfallbeteiligten wurden die Führerscheine sichergestellt.

Bei Verkehrskontrollen im Umfeld des Gillamoos waren keine alkoholisierten Kraftfahrzeugführer festzustellen.

Im Zusammenhang mit dem Gillamoos war dieses Jahr festzustellen, dass sich nach Schließung der Bierzelte die Verlagerung von Besuchern in die Innenstadt in Grenzen hielt. Es kam zu keinerlei Streitigkeiten, Körperverletzungen oder Sachbeschädigungen nach dem Gillamoos in der Innenstadt von Abensberg.

Kein Delikt auf der Liebesinsel

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden in der Straße An den Sandwellen fünf Fahrzeuge beschädigt. Durch unbekannten Täter, sehr wahrscheinlich einem Gillamoosbesucher auf dem Heimweg, waren die Fahrzeuge an den Seiten zerkratzt worden. Mit einem spitzen Gegenstand wurden vermutlich beim Vorbeigehen die Beschädigungen verursacht.

Beim erstmals in diesem Jahr abgehaltenen historischen Gillamoos auf der Liebesinsel und der dortigen Trinkhalle kam es zu keinerlei Vorkommnissen bzw. Beschwerden.

Zu den „Stoßzeiten“ war festzustellen, dass es in der Zeit zwischen 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr zu einem starken Verkehrsaufkommen vor allem in der Münchener Straße kam. Hier herrschte in dieser Zeit meistens stehender Verkehr. Die Fahrzeuge stauten sich zum Teil bis an die Stadtgrenze Richtung Welschenbach und zum Kreisverkehr Max-Bronold- Straße. Aber auch hier kam es zu keinerlei negativen Vorkommnissen, da die Verkehrsteilnehmer sich sehr vernünftig zeigten und sehr geduldig waren, bis sich die Staus wieder aufgelöst hatten.

Einsatzkonzeption hat sich bewährt

Aus Sicht der Polizei habe sich die diesjährige Einsatzkonzeption mit der täglichen Polizeipräsenz auf dem Festplatz und im Umfeld des Festplatzes bewährt. Von den Besuchern werde grundsätzliche eine erkennbare Polizeipräsenz auf dem Festplatz begrüßt und gewünscht, sagt PI-Leiter Erich Banczyk.

Insgesamt wurden 2500 Einsatzstunden an den fünf Gillamoostagen von den Polizeikräften geleistet. Wie in den Jahren zuvor lief auch in diesem Jahr die Zusammenarbeit zwischen Polizei, eingesetztem Sicherheitsdienst, BRK und Feuerwehr sowie Marktleitung hervorragend. „Ein besonderer Dank gilt der Stadt Abensberg für die Überlassung der notwendigen Logistik“, sagt Pi-Leiter Erich Banczyk.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht