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Dienstag, 25. September 2018 15° 1

Gymnasium

Prominenter Pate griff in die Tasten

Der ungarische Komponist Sylvester Levay übernimmt die Patenschaft für den neuen Flügel des Gabelsberger Gymnasiums.

Sylvester Levay spielte ein Potpourri aus „Elisabeth“ auf dem neuen Flügel des Gabelsberger Gymnasiums.
Sylvester Levay spielte ein Potpourri aus „Elisabeth“ auf dem neuen Flügel des Gabelsberger Gymnasiums.

Mainburg. Knapp 100 Jahre ist der bisherige Flügel des Gabelsberger Gymnasiums alt, den Musiklehrer Huber vor 40 Jahren gebraucht für die Schule gekauft hatte. Mittlerweile hatte der alte Steinway manche Leiden. Vor zwei Jahren hatte die Fachschaft Musik unter Fachbetreuer Reinhold Furtmeier die gewagte Idee, einen neuen Flügel zu kaufen. Die Finanzierung allerdings bereitete Kopfzerbrechen. Dann kam die Idee, Paten für die einzelnen Tasten zu suchen und auch das Landratsamt wurde um einen Zuschuss gefragt. Lehrer, Eltern, der Elternbeirat unter der Führung von Gabriele Biebl, der Schulverein und viele Gönner engagierten sich. Die Resonanz war überwältigend. Man konnte nicht nur den neuen Flügel kaufen, sondern es ist auch noch etwas für eine Reparatur des bisherigen Flügels übrig.

Nun stand er also zur Einweihung in glänzendem Schwarz mit einer großen roten Schleife auf der Bühne. Schulleiter Alexander Wildgans . Besonders erfreut war Wildgans, dass der weltweit bekannte Komponist Levay die Patenschaft übernommen hatte. Levay sprach vom Gabelsberger Gymnasium von einer wunderbaren Schule, an der auch seine Kinder das Abitur abgelegt hatten und er daher auch damit verbunden ist. Er wünschte der Schule, dass dieses neue Instrument alle beflügeln werde. „Den Klang der Musik kann man nicht schmecken und nicht anfassen und trotzdem übertrifft er alles auf der Welt“

Reinhold Furtmeier sagte allen Spendern, Unterstützern und vor allem der Fachschaft Musik danke und auch wer nicht gespendet habe, der hätte mit seinen Steuern auch dazu beigetragen, hatte doch der Landkreis die Hälfte der Kosten übernommen. Ein kurzer Rückblick, bei dem man zig Flügel besichtigt und gespielt hatte, zeigte, dass ein Flügelkauf gar nicht so einfach ist. Dem neuen „Kind“ Yamaha mit seinen vier Monaten, 300 kg schwer und 88 Tasten wünschte er ein langes Leben, sagte er.

Der Pate

  • Leben:

    Sylvester Levay ist 1945 in Ungarn geboren, lebt und arbeitet in der Nähe von Mainburg. Seine Kinder – Levay hat einen Sohn und eine Tochter – besuchten das Gabelsberger Gymnasium.

  • Werk:

    Levay war Anfang der 1970er Jahre an Produktionen für Silvester Convention und Penny Mc Lean (Fly Robin Fly“) beteiligt. Seit den 1990 er Jahren widmet er sich dem Genre Musical

Magdalena Neumaier aus der 5. Klasse hatte dann die Ehre, den Flügel mit dem Zerschneiden der Schleife zu öffnen und die Musiklehrer packten ihn schwungvoll aus. Die junge Dame durfte dann dem neuen Instrument mit „Für Elise“ die ersten Töne entlocken. Johanna Rainer spielte eine Sonantine auf der Violine, Franziska Neumaier ein sehr anspruchsvolles lyrisches Stück am Klavier und Lena Schlauderer eine Romanze auf der Viola. Sie zeigten alle nicht nur ihr großes Talent, sondern auch das Gefühl und die Liebe zur Musik und erhielten großen Applaus.

Auch drei ehemalige Schüler ehrten den neuen Flügel mit ihrem Können. Felix Groll mit „Papageno“ und vor allem mit einer perfekten Intonation eines von Levay komponierten Lied aus dem Musical „Mozart“. Wolfgang Roßbauer „zahlte“ eine Schuld an seine ehemalige Schule und holte endlich das Lied von Sergei Rachmaninov nach, das er vor 25 Jahren der Schule verweigert hatte. Anna-Sophie Mitscherlich verzauberte mit ihrem gefühlvollen Spiel auf dem Saxophon und erhielt wie ihre Vorspieler einen überwältigenden Applaus. Den Abschluss der Feier krönte das Streicherensemble mit Flügelbegleitung aus Lehrern und Schüler und Pfarrer Möwes mit „Somewhere in time“. Höhepunkt aber war, als Pate Levay sich überreden ließ, den neuen Flügel zu testen und ein Potpourri aus „Elisabeth“ zu spielen, was mit tosenden Applaus honoriert wurde.

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