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Politik

Prunner Bürger kamen zu Wort

Zahlreiche Themen wurden bei der Bürgerversammlung in Prunn angeschnitten. Immer wieder ging es um die Dorferneuerung.
Von Petra Kolbinger

Bei einer Bürgerversammlung brachten zahlreiche Prunner ihre Anliegen vor.  Foto: Dr. Stefan Satzl
Bei einer Bürgerversammlung brachten zahlreiche Prunner ihre Anliegen vor. Foto: Dr. Stefan Satzl

Riedenburg.Knapp 60 Zuhörer verfolgten im Gasthaus Krone die Ausführungen von Bürgermeister Siegfried Lösch (CSU) und nutzen die Gelegenheit, bei der Bürgerversammlung ihre eigenen Belange zu thematisieren. Die schon im Vorjahr von den Bürgern geforderte Sanierung eines Streckenabschnitts der Kreisstraße 2230 sei vom staatlichen Bauamt wegen der anstehenden Sanierung der Schambachtalbrücke und der während der Sperrung von Ostern bis Oktober erforderlichen geänderten Verkehrsführung verschoben worden, informierte Lösch. „Wir schauen, ob das in 2021 passt. Da steht allerdings dann die Sanierung der KEH 16 an,“ schilderte er das nächste Problem.

In Bezug auf das neue Baugebiet Prunn West II habe am 21. Oktober ein Gespräch mit dem Dorfrat stattgefunden. „Wir müssen jetzt darlegen, dass die Neuplanung notwendig ist. Bei dem Schritt sind wir gerade“, informierte das Stadtoberhaupt. Bekanntlich hatten sich die Prunner erst mit Gestaltungswünschen und dem Wunsch nach einer Dorferneuerung eingeschaltet, nachdem der Bebauungsplan rechtskräftig geworden war (unser Medienhaus berichtete). Zudem sei den Planern aufgegeben worden, ein hundertjähriges Hochwasser in ihre Berechnungen einzubeziehen.

Prioritätenliste wird aufgestellt

Es erscheine sinnvoll, wenn private Projekte zeitnah der Stadt bekanntgemacht werden, um die Arbeiten bestmöglich koordinieren zu können. Mit Vorliegen des Bescheides und einem Planungsbüro gehe es dann an eine Prioritätenliste, um festzulegen, welche Vorhaben in welcher Reihenfolge in Angriff genommen werden sollen. „Wasser, Gas und Micropipes verlegen wir auf jeden Fall zuerst!“ Das stehe aber nicht in Zusammenhang mit der Dorferneuerung, schränkte Lösch ein. „Der Kreis weiß Bescheid und stimmt die Arbeiten an der Kreisstraße darauf ab!“

Kritisiert wurden nicht nachvollziehbare Entfernungsangaben auf der Radwegebeschilderung. Der Radweg und die Brücke am alten Stauwehr müssten dringend saniert werden, forderte ein Zuhörer und erfuhr, das sei Bestandteil der Dorferneuerung. Ein Bürger forderte eine Verkehrsberuhigung der Prunner Bergstraße. Lösch erinnerte, dass die bekannten Probleme in dem Bereich ein Grund für die Einleitung des Dorferneuerungsverfahrens gewesen seien. „Die Verkehrsberuhigung in der Prunner Bergstraße hätte für mich persönlich absolute Priorität“, sagte er. An der Abzweigung Emmerthaler Weg – Abzweigung zur Kläranlage und zum Kanal stehe eine marode Sitzgarnitur und ein Mülleimer fehle. Die Sitzgelegenheit soll entfernt werden. Mülleimer werden dafür im Umfeld der Kirche angebracht.

Als Lärmschutz für das neue Baugebiet sei nach aktuellem Stand ein Wall vorgesehen – keine Wand, informierte Lösch auf Anfrage. Allerdings sei der dafür erforderliche Grundstücksankauf noch nicht in trockenen Tüchern. Als Anregung, wie möglicherweise die Abgabewilligkeit von Grundstückseigentümern zu steigern sei, schlugen Zuhörer eine Staffelung des Bauzwanges vor.

Beleuchtung für ganze Strecke

Die geforderte aktuelle Liste mit Kaufinteressenten für Grundstücke in Riedenburg soll das Hauptamt liefern. Die im Leitbild vorgesehene Beleuchtung der Straße von Prunn nach Nußhausen, die bis dato nur die Ortseingänge umfasst, sollte aus Gründen der Verkehrssicherheit auf die ganze Strecke ausgedehnt werden, lautete die einhellige Meinung.

Schlaglöcher in der Siedlung oberhalb des Spielplatzes sollen zunächst nur verfüllt werden – bis zur Erschließung des dahinter liegenden Baugebietes Prunn West II. Der zuständige Wanderwart wird wegen einer Schadensmeldung zeitnah den Wanderweg von Nußhausen zur Burg Prunn unter die Lupe nehmen.

Die letzte Bürgerversammlung ist am Montag, 20. Januar, 19.30 Uhr, im Gasthaus Himmelreich in Deising für die ehemalige Gemeinde Meihern. Themen, die ausführlicher besprochen werden sollen, sind bitte zeitnah im Rathaus schriftlich einzureichen.

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Dorferneuerung

  • Erwartungen:

    Für das erste Quartal 2020 ist der Genehmigungsbescheid für die einfache Dorferneuerung zu erwarten. Zwei Planungsbüros können sich demnächst in einer öffentlichen Bauausschusssitzung vorstellen.

  • Verkehr:

    Man wird sich erneut mit der Nichtbeachtung des Tempo-30-Schildes an der alten Straße durch Radler und E-Bike-Fahrer befassen müssen.

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