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Qualität vor Ort statt Preiskampf

AOK trommelt bei Politikern gegen das Kassenwahl-Gesetz.

Treffen zum Austausch über die Gesundheitspolitik: v. l. Dr. Hubert Faltermeier (MdL), Florian Oßner (MdB), Jürgen Eixner, Gerlinde Bayer, Franz Peter Sichler, Petra Högl (MdL) und Wolfgang Gural Foto: AOK, Josef Brandl
Treffen zum Austausch über die Gesundheitspolitik: v. l. Dr. Hubert Faltermeier (MdL), Florian Oßner (MdB), Jürgen Eixner, Gerlinde Bayer, Franz Peter Sichler, Petra Högl (MdL) und Wolfgang Gural Foto: AOK, Josef Brandl

Kelheim.Auf Einladung des AOK-Beirates kam es zu einem Treffen mit Politikern aus der Landes- und Bundespolitik. Die Abgeordneten Petra Högl (MdL, CSU), Dr. Hubert Faltermeier (MdL, FW) und Florian Oßner (MdB, CSU) diskutierten mit Vertretern der AOK Kelheim die aktuellen Gesetzesvorhaben im Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt stand dabei das „Faire Kassenwahl-Gesetz“, kurz GKV-FKG, und die negativen Auswirkungen auf die regionale Gesundheitsversorgung.

Mit diesem Gesetzesentwurf will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Öffnung der bisher regionalen Krankenkassen erwirken. Wer an der Nordseeküste wohnt, soll sich künftig auch bei der AOK Bayern versichern können. Wer in Kelheim wohnt, könnte sich bei der AOK in Hamburg versichern.

„Das klingt zunächst gut, birgt jedoch einige Fallstricke“, sind sich Gerlinde Bayer, Wolfgang Gural und Franz Peter Sichler, Beiräte der AOK-Direktion Kelheim und Verwaltungsräte der AOK Bayern einig. Dieses Vorhaben mache die Kassenwahl nicht fairer, sondern führe zu einem falschen Kassenwettbewerb: „Gute und passgenaue Versorgungsverträge entstehen vor allem dort, wo Ortskenntnis, hoher Marktanteil und regionales Engagement vorhanden sind. Nur dann stehen sowohl genügend personelle Ressourcen als auch finanzielle Mittel zur Verfügung, um innovative Versorgungsformen voranzubringen“ so Direktor Jürgen Eixner.

Der Wettbewerb um den günstigsten Beitrag interessiere vor allem junge und gesunde Versicherte. Für Versicherte, die auf qualitativ hochwertige Versorgungsangebote der Krankenkasse vor Ort angewiesen sind, habe das geplante Gesetz dagegen keinen Mehrwert. „Statt die Gestaltungsspielräume der Kassen vor Ort zu erweitern, setze das Gesetz auf Zentralisierung und Vereinheitlichung von Versorgungsstrukturen“, ergänzte Gural. „Die AOK ist eine regionale Kasse und das muss sie auch bleiben“, so Gerlinde Bayer.

Die anwesenden Politiker stimmten den getroffenen Aussagen zu und betonten, dass ihnen eine optimale regionale Gesundheitsversorgung äußerst wichtig ist. Zudem lehnen sie Zentralisierungen oder einen Geldabfluss aus den ländlichen Gebieten in die Ballungsräume ab.

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