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Konzert

Querbeet ging‘s im Aventinum

Die Städtische Musikschule hatte zum Frühlingskonzert ins Aventinum eingeladen. Es ging querbeet durch den Garten der Musik.
Von Roswitha Priller

  • „Querbeet“ war das Motto des Konzerts der Städtischen Musikschule im Mai.Fotos: Priller
  • Flotte Kombi: Hackbrett mit Gitarre

Abensberg.Zu einem wohlklingenden Streifzug durch die Welt der Musik hatte unlängst die Städtische Musikschule Abensberg ins Aventinum eingeladen. Das Konzert im Rahmen der Abensberger Frühlingsgefühle vermochte mit seinem Konzept durchaus auch solche zu wecken. „Musik Querbeet“ war die Devise des sehr gelungenen Abends auf beachtlichem Niveau. Die Vielfalt der dargebotenen Stücke begeisterte die Konzertbesucher. „Wir laden ein zu einem Streifzug durch die Felder der Musik. Mit Beiträgen von Klassik, Jazz, Folklore, Rock und Moderne ist viel geboten“, sagte Musikschulleiter Ron Sigl bei der Begrüßung.

Die beliebtesten Instrumente bei den Musikschülern – Gitarre und Klavier – kamen dabei besonders oft zum Einsatz. „Gitarre und Klavier sind bei uns die am meisten gefragten Instrumente“, gab Sigl Auskunft. Querflöte, Geige und auch Schlagzeug seien ebenfalls beliebt bei den Musikschülern. „Wir haben dieses Frühjahrskonzert das erste Mal als Schüler-Lehrer-Konzert konzipiert“, erklärte Sigl.

So sollte Raum gegeben werden für interessante Kombinationen. Das zeigte schon gleich das erste Stück „Humoresque“ von Antonin Dvorak. Eigentlich ein klassisches Werk, aber in der dargebotenen Variante von Vivian Lohr am Klavier begleitet von Sigl am Schlagzeug hatte es Charakterzüge von Stummfilmmusik. In die Welt der Oper entführte Franziska Neumeier am Klavier und Sigl am Schlagzeug mit der Ouvertüre aus „William Tell“ von Gioacchino Rossini. „Mit der Kombination Lehrer und Schüler kann man gleich auf einem höheren Niveau einsteigen“, meinte auch Musiklehrer Christian Hofner.

Hackbrett und Gitarre

Hofner zeigte mit seiner Schülerin Verena Daniel eine beeindruckende Variante von „Erinnerungen an Zirkus Renz“ an Hackbrett und Gitarre. Die Bearbeitung hierfür hatte Hofner selbst geschrieben. „Durch die Eigenbearbeitungen ist man mit der Stückauswahl flexibler“, so der Gitarrenlehrer. Mit den Geschwistern Laura und Sebastian Huber hatte Hofner ein Gitarren-Duo gefunden, was auch sehr gut ohne Lehrer auskam. Sie spielten einen schönen Marsch von Josef Küffner.

Beide sind auch Mitglieder des inzwischen schon seit einigen Jahren etablierten Gitarrenensembles der Musikschule. „Mit dem Ensemble kommt die Bühne hier an ihre Grenzen“, meinte Hofner. Sechs Gitarrenspieler gaben spanische Weisen in Begleitung von Percussionist Sigl zum Besten. Die Gitarristen zwischen zwölf und 19 Jahren treffen sich ein Mal pro Woche unter Hofners Leitung. „Die haben richtig Freude am gemeinsamen Musizieren“, so Hofner. Und das merkte man auch an den schwungvollen Beiträgen. Viel Freude an der Musik zeigten die Geschwister Vivian (Keyboard und Gesang), Henning (E-Gitarre und Gesang) und Phil Lohr (Schlagzeug). Sie rockten das Aventinum mit Klassikern von Metallica, Bryan Adams und Kelly. „Die brauchen mich eigentlich gar nicht mehr“, meinte E-Gitarrenlehrer Robert Prill schmunzelnd. Vorher hatte Prill schon mit Benny Rückerl „Free Falling“ beeindruckend interpretiert.

Von Rock zur Klassik

Man hätte meinen können, dass nach so viel Jazz und Rock der Umstieg zur Klassik schwerer fällt, aber das war nicht der Fall. Theresa Faltermeier (als Gast von der Musikschule Rottenburg) begeisterte an der Querflöte mit einem Adagio aus dem Flötenkonzert in G von Mozart. Begleitet wurde sie von Klavierlehrerin Aleksandra Leniec-Malinowski. Für eine schöne Abwechslung für die Ohren sorgte auch der Beitrag von Nina Donauer mit ihrer Geigenlehrerin Eva Kornas.

Als weiterer Gast der Städtischen Musikschule Rottenburg war Konstantin Priller dabei. „Konstantin hat mit meiner Schülerin Victoria Warnick bei ’Jugend musiziert‘ im Landeswettbewerb einen zweiten Platz für die Kategorie Klavier vierhändig bekommen“, erklärte Leniec-Malinowski. Von Viktoria und Konstantin wurde der Konzertabend mit schmissigen Samba-Rhythmen beschlossen. Beide spielten die Braziliera von Darius Milhaud an zwei Klavieren. „Es war ein toller Abend. Ich bin ganz begeistert von der großen Vielfalt“, meinte eine Besucherin. Und gab damit die Meinung vieler Zuhörer wieder.

Tipps: Am Samstag, 9. Juni, ab 14.30 Uhr ist der Tag der offenen Tür der Musikschule im Aventinum zum Zuschauen, Zuhören und Ausprobieren; Ensemblekonzert mit abwechslungsreichen Programm am Freitag, 22. Juni, um 19 Uhr im Cabrizio in Offenstetten. Unter dem Motto „Musik, Musik“ ist von Rockband bis Singspiel vieles geboten.

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