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Kultur

Querbeet lässt den Funken überspringen

Der Erlös aus dem Konzert in Riedenburg kommt dem Unterstützerkreis Asyl zu. Es gebe eine „Willkommenskultur“, und das soll so bleiben.

Die Musikgruppe Querbeet erfüllte die Stadtpfarrkirche. Foto: Kolbinger

Riedenburg.Lebensfreude pur – das war es, was das Benefizkonzert der Musikgruppe Querbeet am Sonntag Abend verbreitete. Mit spürbarer Freude am Singen und Musizieren, riss sie die Zuhörer in der nahezu voll besetzten Stadtpfarrkirche St.Johannes mit. Die klatschten im Rhythmus mit und stimmten in den einen oder anderen Refrain ein. Gospels, gefühlvolle Balladen, getragene Hymnen, bis hin zu Rockin‘ in the Name of God – frei nach dem Welthit Rockin‘ All over the World der britischen Rockband Status quo, ließen den Funken überspringen. Mit „Only Time“ von Enya und „Liberatio“ von Krypteria, die durch die Berichterstattung über die Anschläge des 11. September und den Tsunami in Thailand quasi über Nacht zu Welthits wurden, leitete Querbeet-Leiter, Egon Schießl, über zum Ziel dieses Benefizkonzertes, das der Touristikverein Riedenburg als Abschluss seiner Sommerkonzert-Reihe 2014 organisiert hatte.

„Auch die Menschen, die zu uns kommen, blicken zurück auf Katastrophen in ihren Heimatländern und auf eine Flucht, fast über Nacht“, schlug er die Brücke zum Unterstützerkreis Asyl, dem die Spenden dieses Abends zufließen sollten. Mariele Kaffl-Höng, Sprecherin der ehrenamtlichen Organisation, richtete einen eindringlichen Appell an alle, die Türen und das Portemonnaie zu öffnen und freie Zeit zur Verfügung zu stellen. Es werde jede ehrenamtliche Unterstützung gebraucht und Wohnraum für jene, die eine Aufenthaltsbewilligung erhalten hätten und die Gemeinschaftsunterkünfte eigentlich verlassen könnten, wenn denn geeignete Wohnungen angeboten würden.

Unter anderem Deutschkurse, Sportangebote, günstige, gebrauchte Fahrräder für ein wenig Mobilität, würden von den Spenden bezahlt. Ihr Fazit: „In Riedenburg gibt es eine Willkommenskultur und das soll so bleiben!“ Querbeet-Leiter Egon Schießl nach mehreren Zugaben und anhaltendem Applaus: „Danke Riedenburg! Wir kommen wieder!“ Man sollte ihn beim Wort nehmen.

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