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Rauchverbot: „Wir hätten kein Gesetz gebraucht“

„Wir brauchen kein Rauchverbot. Man muss nicht alles gesetzlich regeln.“ Diese Ansicht vertritt Maximilian Sturm, Vorsitzender der Kreisstelle Kelheim des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands. Diese hat 170 Mitglieder. Es hätte sich durch Rücksichtnahme von Rauchern und Nichtrauchern von selbst geregelt. Oder es wären Raucher- oder Nichtraucherräume geschaffen worden. Nach Sturms Meinung gibt es viel Wichtigeres, wofür Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, beispielsweise die Unternehmenssteuerreform.

Nachdem die Entscheidung für das Nichtraucherschutzgesetz gefallen sei, finde er es in Ordnung, dass es keine Ausnahme gebe. „Weil sonst ein verzerrter Wettbewerb wäre.“ Als Hauptproblem spricht Sturm an: „Wer kontrolliert die Einhaltung des Verbots?“ Hinsichtlich des ab Januar 2008 gültigen Nichtraucherschutzgesetzes gibt Sturm zu bedenken: „Es gibt Betriebe, da kann’s durchaus existenzgefährdend sein“. Wenn die Leute zum Rauchen rausgehen müssten, „wird die Gemütlichkeit rausgetragen“. Sturm hofft, dass es zu keinem Denunziantentum komme.

Zirka 750 Gaststätten im Kreis gibt es laut Landratsamt. Dessen Sprecher Heinz Müller zufolge sind keine regelmäßigen Kontrollen vorgesehen.

Befürchtet werden, wie eine MZ-Umfrage ergab, bei Wirten Umsatzeinbußen, Probleme mit der Nachbarschaft wegen Ruhestörung, wenn Gäste von Lokalen zum Rauchen ins Freie gehen müssten. Festzeltbetriebsinhaber Walter Dausinger, der bei Veranstaltungen im Kreis vertreten ist, zieht einen Austritt aus dem Gaststättenverband Landshut in Erwägung.

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