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Raus aus der Grauzone in Abensberg

Der Kunstkreis will ein „richtiger“ Verein werden. Die Situation um die Finanzen wirft in Mitgliederkreisen Fragen auf.
Von Heike S. Heindl

Seit vielen Jahren ist der Kunstkreis mit Ausstellungen in Abensberg präsent. Foto: Heike S. Heindl
Seit vielen Jahren ist der Kunstkreis mit Ausstellungen in Abensberg präsent. Foto: Heike S. Heindl

Abensberg. Am Donnerstagabend trafen sich die Mitglieder des Kunstkreises zum monatlichen Treffen und zur Jahresversammlung im Bistro Cafe Meets am Stadtplatz. Bis auf den letzten Platz war der abgetrennte Teil des Bistros von den Künstlern belegt.

Marianne Lüthi freute sich, dass 25 Kunstschaffende ihrer Einladung zur Neuwahl gefolgt waren. Insgesamt zählt der Verein derzeit 76 Mitglieder.

Gründung e.V. als Diskussion

Erst im letzten Jahr war sie nach dem Rücktritt des Vorsitzenden zu dessen Nachfolgerin bestimmt worden. Nun sollte auf Lüthis Wunsch die reguläre Wahl nachgeholt werden. Dabei wurden per Handzeichen Marianne Lüthi und ihre Vertreterin Cäzilia Vermersch in ihren Ämtern bestätigt. Zudem waren mittlerweile im Verein Unklar´heiten aufgetaucht. Zum Beispiel zum Zugriff auf die Kasse des Vereins. „Das ist unmöglich, dass niemand außer unserem Kassenführer einen Zugriff auf das Konto hat. Das geht einfach gar nicht! Wenn er nicht da ist, haben wir keinen Zugriff mehr auf das Konto des Vereins.“


Bedenken äußerte Lüthi auch im Bezug auf die Haftung des nicht eingetragenen Vereins. „Wir sind ein wilder Haufen, was den Verein betrifft und bewegen uns in einer Grauzone.“ Sie erklärte, dass ein nicht eingetragener Verein wie der Kunstkreis nicht in das Vereinsregister eingetragen werden muss und dies für kurzfristige Ziele attraktiv sein mag, da man sich die Gerichtskosten der Eintragung spart. Aber das Problem sei die volle Haftung der Mitglieder mit ihrem Privatvermögen. Bei einem eingetragenen Verein haften laut Lüthi nicht die einzelnen Vereinsmitglieder mit ihrem jeweiligen Privatvermögen, sondern nur der Verein mit dem Vereinsvermögen und darüber muss man sich Gedanken machen. Lüthi regte zur Diskussion über dieses Thema an, jedoch meldete sich kaum jemand der Anwesenden zu Wort. Man werde dies in der Arbeitsgruppe des Vereins weiterbesprechen, und so über die Zukunft des Vereins entscheiden.

Seit vielen Jahren ist der Kunstkreis mit Ausstellungen in Abensberg präsent. Foto: Heike S. Heindl
Seit vielen Jahren ist der Kunstkreis mit Ausstellungen in Abensberg präsent. Foto: Heike S. Heindl

Nach einem kurzen Rückblick folgte die Vorausschau. Roland Oberndorfer gab einen kurzen Überblick zur Aktion der Kirchmannstiftung „Main dans la Main - La Porte de l’Espoir“ an der sich der Kunstkreis beteiligen wird. Unter dem Motto: „Traum und Wirklichkeit“ wird Kunst und Kultur aus Mauretanien und Burkina Faso zu sehen sein. Dabei steht die große Ausstellung im Kreuzgang und in Kelheim und gemeinsames künstlerisches Gestalten im Vordergrund.

Im Juni geht es mit der Jahresausstellung am Nachtmarkt mit einem bunten Programm weiter. Das Thema dazu: „farb-tastisch“. „Der Titel mit seinem Wortspiel lädt zum Nachdenken ein. Farben, Tasten usw.“, erklärt Lüthi.

Eine erste Ausstellungseröffnung gibt es voraussichtlich schon Ende Februar in Zusammenarbeit mit dem Stammlokal Meets. Im gesamten Lokal sollen Galerieleisten angebracht werden, um Bilder über einen längeren Zeitraum professionell zu präsentieren.

Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig

Den Kunstkreis weiter in die Öffentlichkeit zu rücken, das ist Lüthis Wunsch. Dabei stehen Benefizaktionen und Öffentlichkeitsarbeit im Vordergrund. Auf die Frage, wie viel Raum Kunst in ihrem Leben ein nehme, sagte sie: „Die Kunst ist in meinem Alltag. Ich lebe sie förmlich und sie bekommt auch immer mehr Stellenwert. Kunst ist in meinem Leben, in den letzten Jahren sehr gewachsen. Kunst bedeutet für mich, Sprache auf Augenhöhe. In den letzten Jahren hat sich sehr viel Neues ergeben. Das Netzwerk hat sich erweitert und bietet so viele neue Möglichkeiten. Der Bekanntheitsgrad des Kunstkreises ist enorm gewachsen“.

v.l.n.r. Daniela Krah 1. Schriftführerin, Cäzilia Vermeersch 2. Vorstand, Marianne Lüthi 1. Vorstand und Jana Schiefert 2. Schriftführerin Foto: Heike S. Heindl
v.l.n.r. Daniela Krah 1. Schriftführerin, Cäzilia Vermeersch 2. Vorstand, Marianne Lüthi 1. Vorstand und Jana Schiefert 2. Schriftführerin Foto: Heike S. Heindl

Die neu gewählte Vorstandschaft: 1. Schriftführerin Daniela Krah, 2. Vorstand und 2. Kassenführer Cäzilia Vermeersch, 1. Vorstand Marianne Lüthi und 2. Schriftführerin Jana Schiefert.

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