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Bildung

Reim zieht nach 100 Tagen Bilanz

Carola Reim ist die erste Direktorin in 800 Jahren Johannes-Nepomuk-Gymnasium Rohr. Sie räumt mit haltlosen Gerüchten auf.
Von Edith Vetter

Die neue Schulleiterin kämpft gegen die Gerüchteküche an.  Foto: Vetter
Die neue Schulleiterin kämpft gegen die Gerüchteküche an. Foto: Vetter

Rohr.„Ein Gerücht fliegt auch ohne Flügel“, sagt ein Sprichwort. In der Rohrer Gerüchteküche werde aber allzu oft aus einer Mücke ein Elefant gemacht und manchmal gebe es sogar ganz unverständliche „Fake News“, sagt Carola Reim, seit einem Jahr die Schulleiterin am Johannes-Nepomuk-Gymnasium (JNG). Sie hatte Schulleiter Franz Lang abgelöst, der in den Ruhestand ging.

Für Rohr war die Wahl von Carola Reim als Schulleiterin fast eine Sensation. Denn nach 800-jähriger Schulgeschichte habe sich das kirchliche Gymnasium unter Trägerschaft der Benediktinerabtei für eine Frau als Chefin entschieden. Carola Reim war 27 Jahren am Erzbischöflichen Maria-Ward-Gymnasium Nymphenburg angestellt und dort zuletzt stellvertretende Schulleiterin und pädagogische Leiterin. Nun hat sie die berühmten 100 Tage an der neuen Wirkungsstätte hinter sich.

Sie kann Gerüchte nicht verstehen

Die ersten Eindrücke, aber auch Visionen, hat sie unserem Medienhaus gegenüber so formuliert: „Stillstand ist Rückschritt!“ Jede neue Stelle sei eine Herausforderung, und jede neue Leitung habe ihre persönliche Handschrift. Sie fühle sich an der Schule sehr wohl. Das engagierte Kollegium sei wie eine kleine Familie, und zwischen Lehrern und Schülern herrsche eine positive Grundstimmung.

Deshalb könne sie diese Gerüchte, die ihr mehrfach zu Ohren gekommen seien, kaum verstehen. „Da passiert nix mehr“ oder „Jetzt schaffen sie auch noch die Klassenfahrten nach Frankreich oder das Skilager ab“ seien nur einige Beispiele. „Alles haltlose Gerüchte, gegen die man aber nicht ankommt“, ärgert sich die Schulleiterin. Am Alten und Traditionellen sei doch gar nicht gerüttelt worden.

Die Schule

  • Statistik:

    Das Johannes-Nepomuk-Gymnasium der Benediktiner Rohr ist mit 480 Schülern und 44 Lehrkräften eine kleine Schule mit familiärer Atmosphäre.

  • Zweige:

    Die Ausbildungsrichtungen Latein/Englisch/Französisch oder Englisch/Latein/Französisch werden angeboten, seit 2011/12 auch die musische Ausbildungsrichtung mit der Sprachenfolge Englisch/Latein oder Latein/Englisch. Auch eine offene Ganztagesschule kann besucht werden. (eav)

Letztes Jahr musste aus Termingründen die Provencefahrt abgesagt werden, aber dieses Jahr finde sie wieder statt. Genauso verhalte es sich mit dem jährlichen Skilager. Unter ihrer Leitung sei erstmals ein „Tag der offenen Tür“ veranstaltet worden. Aufgrund der positiven Resonanz soll dieser Tag regelmäßig wiederholt werden.

Suche nach Partnerschulen

Zusammen mit der Schulfamilie wolle sie noch viele weitere Entwicklungsfelder angehen, etwa die Suche nach Partnerschulen in Frankreich oder Großbritannien. Auch der musische Zweig stehe mit der Suche nach zusätzlichen Musiklehrern im Fokus der Weiterentwicklung. Mit einer starken Lehrerschaft und engagierten Schülern werde man die Aufgaben meistern.

Die nächste Herausforderung stehe schon an. Mit Ende des Schuljahres gehen sechs Lehrkräfte in den Ruhestand. Mit neuen Kräften, die schon verpflichtet werden konnten, wolle man die Tradition weiterentwickeln und den guten Ruf der Schule aufrechterhalten, entgegen aller an den Haaren herbeigezogenen Unkenrufe, ergänzt Carola Reim.

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