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Hopfen

Rekordumsatz bei Hopfen erzielt

Die Hopfenverwertungsgenossenschaft steht gut da. Und die ersten Zahlen für dieses Wirtschaftsjahr sehen nicht schlecht aus.
Von Wolfgang Abeltshauser

Vergangenes Jahr wuchsen mehr Hopfendolden als von den Experten gedacht. Foto: Felix Kästle/dpa
Vergangenes Jahr wuchsen mehr Hopfendolden als von den Experten gedacht. Foto: Felix Kästle/dpa

Mainburg.Positive Zahlen hörten die Teilnehmer der Generalversammlung der Hopfenverwertungsgenossenschaft (HVG) mit Sitz in Mainburg. Vorstandsvorsitzender Dr. Johann Pichlmaier und Aufsichtsratschef Adolf Schapf sprachen von einem Rekordumsatz für das Geschäftsjahr 2019. Dazu sei die Hopfenernte im vergangene Jahr besser ausgefallen als gedacht. Was auch für 2020 gute Zahlen erhoffen lässt. Für die Organisation werde das Auslandsgeschäft immer wichtiger.

Die Hopfenpreise sind nach den Worten von Pichlmaier in den vergangenen Jahren immer mehr angestiegen. Das betreffe sowohl das Vertragsgeschäft als auch den Freihopfen. „So konnten wir im Wirtschaftsjahr 2018/19 einen Rekordumsatz von 94,5 Millionen Euro erzielen“, freute sich der Vorstandsvorsitzende.

Gut verhandelt

Gute Verhandlungen mit den Brauereien hätten dabei das ihre getan. Unter dem Strich stand so ein Jahresüberschuss in Höhe von 3,59 Millionen Euro. Besser war dieser Wert letztmals 2014.

Jubiläum

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Vor 25 Jahren stellte die Brauerei Krieger komplett auf Bio um. Der Umsatz brach ein - heute exportiert er in 17 Länder.

Und auch die in diesem Jahr folgenden Zahlen könnten für die HVG-Mitglieder positiv ausfallen. Das lässt zumindest die jüngste Hopfenernte erhoffen, auf die Pichlmaier anschließend einging. „Sie ist sowohl weltweit als auch in Deutschland deutlich besser ausgefallen als im Jahr zuvor.“ Was aufgrund des heißen, trockenen Sommers laut Schapfl nicht unbedingt zu erwarten war.

Weltrekord erreicht

128 000 Tonnen Hopfen seien in der Welt bisher selten erreicht worden. Die 13 000 Tonnen erntefrischer Alphasäure seien schlichtweg Weltrekord. Deutschland selbst war mit 48 000 Tonnen Hopfen nicht mehr weit weg von der von Pichlmaier ausgegebenen Schallgrenze von 50 000 Tonnen.

Aus der Geschichte

  • Start:

    1896 gründete Pfarrer Simon Eisenmann in Abens die erste Hopfen-Verkaufsgenossenschaft der Hallertau. Ihr folgten andere wie die „Bayerische Zentralhopfen-Verkaufsgenossenschaft“ oder die „Hopfenbank AG“ in Wolnzach.

  • Neubeginn:

    All das war nicht von Langer Lebensdauer. So steht es auf der Internetseite der HVG. 1953 gründete sich schließlich die noch existierende Genossenschaft in Mainburg. Die gemeinsame Verwertung des Hopfens war das Ziel. (wo)

Obwohl deshalb deutlich mehr Hopfen auf dem Markt ist als im Vorjahr, bleiben die Preise nach seinen Worten im Grundsatz auf einem hohen Niveau. Allerdings gebe es deutliche Unterschiede von Sorte zu Sorte.

Blick ins Ausland

Beim Verkauf müssen die Hallertauer Hopfenpflanzer immer mehr ins Ausland blicken. „Die Exportquote hat sich in den vergangenen Jahren weiter verstärkt“, weiß Pichlmaier. Was daran liege, dass in Deutschland der Bierausstoß rückläufig sei – was weltweit ganz anders aussehe. Die hopfenbetonten sogenannten Craft-Biere, die ihre Wurzeln in den USA haben, hätten den Export dazu weiter angekurbelt.

In dieser Sparte sei weiter mit Zuwachs zu rechnen. Allerdings sei der Wettbewerb zwischen den verschiedenen Spezialsorten für diese Biere deutlich größer geworden.

Das Biergeschäft wachse vor allem in Mexiko, auf den Philippinen und in Russland. In China sei das wohl ebenso der Fall. Allerdings sei es schwer, von dort verlässliche Zahlen zu erhalten.

Schapfl stellte seine Berufskollegen auf Veränderungen ein. Die Produktion in der Zukunft werde nicht mehr so sein wie in den Jahrzehnten zuvor. Neben Klimawandel und strengeren gesetzlichen Auflagen – etwa beim Pflanzenschutz – „werden uns auch die Diskussionen mit unserem gesellschaftlichen Umfeld mehr beschäftigen.“ Dazu gelte es, die Anstrengungen in der Hopfenforschung und -züchtung zu erhöhen.

Arbeiten laufen nach Plan

Bei den Arbeiten im Hopfenveredelungswerk in St. Johann, an dem die HVG über ihre Tochter Honata GmbH 40 Prozent hält, laufe laut Pichlmaier alles nach Plan. Die neu entstehende Hopfenextraktionsanlage soll zur diesjährigen Saison den Betrieb aufnehmen.

Die nächsten Investitionen stehen nach seinen Worten beim Werk in Wolnzach an. Dort soll eine Anlage entstehen, mit der Nano-Kunststoff hergestellt wird. Der könne als Isoliermaterial Verwendung finden. Die Versammlung fand diesmal im Gasthof Rockermeier in Unterpindhart.

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