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Hilfe

Rettungsaktion in luftiger Höhe

Der Kelheimer Ortsverband zeigte Stolz sein neues Domizil in der Schützenstraße. Die vielen Zuschauer erleben dabei eine spannende Rettungsaktion.

  • Beagle Findus suchte mit Hundeführer Alex auf einem Gerüst nach einer vermissten Person. Die Suchaktion wurde erfolgreich beendet.
  • In einem Kinderzelt konnten die kleinen Besucher an einem Malwettbewerb teilnehmen.

Kelheim.Der Ortsverband des Technischen Hilfswerkes (THW) Kelheim lud am Sonntag zum Tag der Offenen Tür ins neue THW-Domizil. Viele Familien ließen sich diesen Tag nicht entgehen und nahmen an dem vielfältigen Show- und Kinderprogramm teil. Auch Landrat Dr. Hubert Faltermeier stattete dem THW-Ortsverband einen Besuch ab.

Der Tag begann mit einem ausgiebigen Weißwurstfrühstück. Anschließend fand ein Gottesdienst, bei dem auch ein Chor sang, auf dem THW-Gelände statt. Nach dem Mittagessen konnten sich die Besucher über die Aufgaben des Technischen Hilfswerkes informieren. Andreas Jung, Pressesprecher des THW-Ortsverbandes Kelheim, freute sich, die vielen Besucher im neuen Gebäude in der Schützenstraße begrüßen zu dürfen. Es waren auch die BRK, Wasserwacht, DLRG und die Feuerwehren aus dem Landkreis Kelheim zu Besuch gekommen. Den THWlern stehen derzeit sechs Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. Zwei davon wurden auf dem Gelände ausgestellt, jeweils ein Fahrzeug der Fachgruppe Ölschaden sowie ein Fahrzeug der Bergungsgruppe.

Auch in Deggendorf im Einsatz

Die restlichen Fahrzeuge wurden als Werbung für den Tag im Stadtgebiet Kelheim verteilt. „Das Fahrzeug der Fachgruppe Ölschaden war im letzten Jahr nach dem großen Hochwasser in Deggendorf und Passau im Einsatz und leistete dort gute Hilfsdienste. Nur neun dieser Anlagen sind in Deutschland vorhanden, eine davon beim THW Kelheim“, erklärte Andreas Jung. Die interessierten Besucher konnten die Fahrzeuge genauer unter die Lupe nehmen und sich über die Ausstattung und Geräte informieren. Einige Kinder und Eltern nutzen die Chance und kletterten auch in das Fahrzeuginnere.

Die THW-Jugend führte Übungen auf dem Gelände vor. Es wurde ein Steg-Übergang aus verschiedenen Brettern und Rundhölzern gebaut. Durch einen solchen Einsatz ist zum Beispiel eine Bachüberquerung möglich. Die Rettungshundestaffel des THW-Ortsverbandes Bogen führte Demonstrationen mit ihren Hunden vor. Von einem Gerüst wurde eine „vermisste“ Person gerettet.

Lautes Bellen als Signal

Der Beagle Findus machte sich mit seinem Hundeführer Alex auf den Weg nach oben, um die Vermisste aufzuspüren. Kaum oben angekommen, machte der Hund mit lautem Bellen auf die vermisste Person aufmerksam und die Rettungsaktion wurde gestartet. Mit vereinten Kräften sorgte das THW-Team dafür, dass die Frau sicher auf einer Trage liegend, mit Hilfe von Seilen herab gelassen und so sicher geborgen werden konnte. Anschließend wurden Beagle Findus und Herrchen entsprechend gesichert an Seilen wieder herab gelassen.

Die Ausbildung eines Rettungshundes dauert etwa zwei Jahre und ist sehr zeitintensiv. Der Hund lebt mit seinem Hundeführer zusammen und wird jeden Samstag und zusätzlich dreimal wöchentlich mit Übungen und kleinen Hausaufgaben trainiert. In Bayern gibt es derzeit zwei Rettungshundestaffeln in Bogen und Sulzbach-Rosenberg. Die Trümmersuchhunde werden vorwiegend nach Gasexplosionen oder Erdbeben eingesetzt, um verschüttete Personen zu finden.

Für das Aufspüren von Vermissten werden in der Staffel Flächensuchhunde ausgebildet. Eine Altersbegrenzung gibt es bei den Suchhunden nicht, diese üben ihren Dienst aus, solange sie Spaß daran haben.

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