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Politik

Rohr steht vor vielen Renovierungen

Bürger kamen zahlreich in Rohrs Feuerwehrhaus. Kritische Fragen an den Bürgermeister hatte bei der Versammlung aber keiner.
Von Edith Vetter

Der Kindergarten St. Elisabeth wurde durch einen Container-Anbau erweitert.  Foto:Vetter
Der Kindergarten St. Elisabeth wurde durch einen Container-Anbau erweitert. Foto:Vetter

Rohr.Die Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus in Rohr ging reibungslos über die Bühne. Keinerlei Fragen oder kritische Anmerkungen brannten den Bürgern unter den Nägeln.

Bürgermeister Andreas Rumpel hatte das neue Feuerwehrhaus für die Versammlung gewählt, damit sich die Besucher ein Bild von dem 2,8 Millionen-Euro-Projekt machen konnten. Er dankte der Feuerwehr für die Gastfreundschaft und für das Engagement und die finanzielle Unterstützung durch den Feuerwehrverein, was die Kosten unter der Drei-Millionen-Euro-Grenze hielt. In einer Power-Point-Präsentation berichtete Rumpel von aktuellen Themen in der Marktgemeinde und von zukünftigen Aufgaben.

Breiten Raum nahmen die Themen Familie, Kinder und Gemeindeentwicklung ein. Besonders stolz sei die Gemeinde auf die neue Kinderkrippe „Rohrspatzen“, die sehr gut angenommen worden und rappelvoll sei, so Rumpel. Mit einer zweizügigen Krippe mit 24 Kindern unter drei Jahren sei man gut aufgestellt und die Nachfrage sei nach wie vor ungebrochen. Es existiere bereits eine Warteliste, so Rumpel.

Finanzen

  • Haushalt:

    Verwaltungshaushalt 5,65 Millionen Euro, Vermögensaushalt 3,63 Millionen Euro. Gesamthaushalt 9,28 Millionen Euro. Gesamtschulden: Kommunaler Haushalt 1,50 Millionen Euro, Kommunalunternehmen 1,18 Millionen Euro. Gesamtschulden: 2,69 Millionen Euro.

  • Bevorstehende Aufgaben:

    Gemeindeentwicklung mit Konzept. Anfang 2020: Auftaktveranstaltung für den Bürgerbeteiligungsprozess. Ortsspaziergänge und Workshops in jedem Ortsteil. Fragebogen-Aktion an alle Haushalte zur zukünftigen Entwicklung der Gemeinde und Ortsteile. (eav)

Im Sektor Bildung und Schule werde sich noch einiges tun. Die Schulen und Kitas seien mit die wichtigsten Kriterien, nach denen ein Ort beurteilt werde. Speziell an der Grundschule sei Handlungsbedarf gegeben. Vor allem in der Aula, im kompletten West-Flügel oder im ehemaligen Hauptschultrakt seien dringend Renovierungsarbeiten geboten. Bei der Hauptschule (Baujahr 1950) befürchtete der Rathauschef sogar einen Teilabriss, sollte eine Generalsanierung zu hohe Kosten verursachen. Im Neubau des West- und Nordflügels müsse man in den nächsten Jahren auch im Bereich Brandschutz und Energetik Geld in die Hand nehmen. Neben der Schule sei auch der Kindergarten St. Elisabeth eine ewige Baustelle und in absehbarer Zeit eine Generalsanierung mit Erweiterung oder gar Neubau unvermeidbar. Mit einer Container-Lösung wurde der Kindergarten auf 100 Plätze erweitert.

Neben Grundschule, Rathaus, Freibad und Straßensanierungen käme die Kläranlage hinzu, die bis 2028 ertüchtigt werden müsse. Der Bürgermeister informierte die Besucher auch über den Wechsel vom „Bayerischen Höfeprogramm“ in das „Förderprogramm des Bundes“, bei dem 140 Haushalte im Außenbereich mit einem Glasfaseranschluss versorgt werden sollen. Dadurch habe sich die Neuverschuldung der Gemeinde zum Breitbandausbau um rund 810 000 Euro reduziert. Abschließend lud der Rathauschef alle Bürger ein, Anfang 2020 am aktiven Bürgerbeteiligungsprozess für den beschlossenen Masterplan zum Gemeindeentwicklungskonzept mitzuwirken. Er sei das Fundament für Zuschüsse zur städtebaulichen Entwicklung des Hauptortes und der Ortsteile mit Einbeziehung der Bürger in Form von Ortsspaziergängen und Workshops.

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