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Unfall

Rückwärts auf der A93: Sieben Verletzte

Weil er eine Ausfahrt verpasst hat, wendete ein Ford-Fahrer auf der Autobahn bei Bad Abbach – mit fatalen Folgen.

Insgesamt sieben Verletzte musste der Rettungsdienst in Regensburger Krankenhäuser bringen.  Foto: dpa
Insgesamt sieben Verletzte musste der Rettungsdienst in Regensburger Krankenhäuser bringen. Foto: dpa

Bad Abbach.Ein 51-Jähriger hat mit einem riskanten Wendemanöver auf der Autobahn A93 am Samstag kurz nach Mitternacht einen schweren Unfall ausgelöst: Insgesamt drei Fahrzeuge waren an dem Unfall bei Bad Abbach beteiligt, sieben Menschen wurden teils schwer verletzt, meldet die Polizei Mainburg.

Nach ihren Angaben war der Mann aus dem Raum Bad Abbach mit einem Klein-Lastwagen in Richtung München unterwegs – auf schneebedeckter Fahrbahn und bei eingeschränkter Sicht. „Der Fahrer wollte dann offensichtlich an der für den Normalverkehr gesperrten Behelfsausfahrt die Autobahn verlassen, verpasste diese aber aufgrund der eingeschränkten Sichtverhältnisse“, hat die Polizei ermittelt. Fatale Reaktion des Fahrers: Er setzte auf der Autobahn seinen Ford zurück und wendete ihn sogar auf Höhe der Ausfahrt. Dabei ragte der Lkw seitlich in die rechte Fahrspur hinein.

Auto kracht in Lkw

Ein Autofahrer aus Tschechien konnte diesem Hindernis nicht mehr ausweichen: Sein Wagen krachte in die rechte Seite des Kleinlastwagens, schleuderte und kam quer zur Fahrtrichtung auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Riesenglück hatten trotzdem noch die fünf Insassen: Der 44-jährige Fahrer sowie zwei Erwachsene und zwei Kinder konnten gerade noch rechtzeitig aus dem Unfallauto flüchten. Denn kurz darauf schoss ein weiterer Kleinlastwagen heran!

Der Fahrer aus Rosenheim war für die winterlichen Straßen- und Sichtverhältnissen viel zu schnell dran, so die Polizei: Er konnte nicht mehr bremsen und fuhr auf den Lkw des Unfallverursachers auf, driftete nach rechts von der Fahrbahn ab und überfuhr die Seiten-Leitplanke. Erst dann kippte der Rosenheimer Lkw um und blieb auf der Seite liegen.


Autobahn war zwei Stunden gesperrt

Alle drei Fahrer und vier Beifahrer wurden laut Mainburger Polizei leicht- bis mittelschwer verletzt; sie kamen in Regensburger Krankenhäuser zur stationären Behandlung. Die Autobahn musste in Richtung München zur Bergung der Verletzten und Fahrzeuge sowie zur Unfallaufnahme für mehr als zwei Stunden gesperrt werden. Die Freiwillige Feuerwehr leitete den Verkehr aus.

An den Fahrzeugen entstand durchweg Totalschaden. Zusammen mit den Schäden an Autobahn-Einrichtungen schätzt die Polizei den Gesamt-Sachschaden auf rund 13 000 Euro. (hu)

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