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Saaler Theaterleute spielen mit Abstand

Theaterspielkreis sucht in Corona-Krise neue Wege und bietet Unterhaltung auf YouTube. Das Theaterfieber lässt sie nicht los.

Die Mitwirkenden Im Video von oben links im Uhrzeigersinn: Sandra Götz, Christine Stark, Annika Trüb und Lisa Engelbrecht. Das entstandene Video ist unter anderem auf Youtube zu sehen. Foto: Kugler
Die Mitwirkenden Im Video von oben links im Uhrzeigersinn: Sandra Götz, Christine Stark, Annika Trüb und Lisa Engelbrecht. Das entstandene Video ist unter anderem auf Youtube zu sehen. Foto: Kugler

Saal an der Donau.Theater ist Kontakt. Sicherheitsabstand auf der Bühne? Das ist nicht zu machen. Wie viele andere Vereine hat deshalb auch der Theaterspielkreis Saal an der Donau seine Proben schon lange eingestellt. In den kommenden Tagen hätte Premiere sein sollen. „Es ist schade und schmerzt uns, dass das Stück ausfallen muss“, bedauert Autorin und Schauspielerin Christine Stark.

Situation nicht existenzgefährdend

Dennoch sei dem Theaterspielkreis bewusst, dass im Gegensatz zu Profibühnen die Situation für den Verein nicht existenzgefährdend sei. Noch kann einfach alles auf später verschoben werden – das Programm für 2021 steht. Trotzdem lässt sich Kreativität nicht aufhalten. Ähnlich, wie der Hobbyfußballer seinen Bewegungsdrang im Training auslebt, leben Theaterleute ihren Spieltrieb in den Proben aus. „Und das fehlt. Deshalb feilen wir – trotz abgesagter Veranstaltungen – am häuslichen PC, alleine oder gemeinsam per Videokonferenz, an neuen Ideen“, so Stark. Es werden Texte geschrieben, oder der Versuch unternommen, szenische Lesungen via Skype aufzuzeichnen.

Die Bürgschaft

  • Beschreibung:

    Eine szenische Lesung nach Friedrich Schiller

  • Mitwirkende:

    Sandra Götz, Christine Stark, Annika Trüb, Lisa Engelbrecht

  • Webseiten:

    www.theaterspielkreis-saal.de, www.facebook.com/theatersaal; https://www.youtube.com/channel/UCvM1L5I74ozjW7I7PgV-M0Q

Eine erste kleine „Aufführung“ hat der Theaterspielkreis nun fertiggestellt und in seinem brandneuen YouTube-Kanal hochgeladen, zu finden unter dem Namen „Theaterspielkreis Saal a. d. Donau e. V.“ Es ist eine szenische Lesung nach der Ballade „Die Bürgschaft“ von Friedrich Schiller, knapp sieben Minuten lang. Dafür hätten sich die Mitwirkenden ähnlich vorbereitet wie für ein „analoges“ Stück, erläutert Stark, die das Projekt initiiert hat. „Wir haben Texte verschickt, Rollen verteilt, Probentermine ausgemacht und an der Kulisse gearbeitet. Gut, die Möglichkeiten sich Requisiten zu beschaffen, oder einheitliche Szenerien zu schaffen war schwer.

Herausforderung Technik

Aber mit Improvisationsfreude haben wir auch das geschafft. Da wurde das Nudelholz zur Keule oder die Topfpflanze zum Wald. Natürlich war auch die Technik eine Herausforderung. Wenn das WLAN schlecht war oder das Programm gestreikt hat, hat uns das schon den ein oder anderen Nerv gekostet. Aber technische Herausforderungen haben wir auch bei früheren Produktionen schon bewältigt“, heißt es in der Mitteilung.

Und noch etwas habe sich im Vergleich zu vorher nicht geändert: Ist ein Stück erst einmal abgespielt, sprießen schon wieder Ideen für neue Stücke. Christine Stark: „Es lohnt sich, die Augen offen zu halten. Denn auch wenn unser Vereinsleben momentan ruht – ein bisschen Theater machen wir immer.“

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