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Sitzung

Schafe halten das Gras im Solarpark kurz

Einstimmig sprach sich der Marktrat für die Errichtung einer neuen Photovoltaik-Anlage auf der Jurahochfläche aus.
Von Renate Beck

Der Solarpark wird entlang des Zufahrtsweges (rechts) „faktisch nicht einsehbar“ gebaut.  Foto: Renate Beck
Der Solarpark wird entlang des Zufahrtsweges (rechts) „faktisch nicht einsehbar“ gebaut. Foto: Renate Beck

Essing.Im Ortsteil Hiersdorf zwischen Randeck und Eisensdorf ist ein Solarpark mit einer Leistung von zehn Megawatt geplant. Der erforderliche Privatgrund wurde für 20 Jahre an die Energiebauern GmbH verpachtet, mit der Option auf weitere zehn Jahre. Eine Rückbaubürgschaft für die Gemeinde ist inbegriffen.

Geschäftsführer Sepp Bichler stellte diesen Solarpark Hiersdorf dem Essinger Gemeinderat vor. Auf der rechten Seite der Hofzufahrt bis Richtung Wald hinter dem Haus wird die Anlage in aufgeständerter Bauweise schlüsselfertig durch die Energiebauern GmbH errichtet.

„Es ist kein Flächenversiegeln. Die Fläche wird in Grünland umgewandelt“, betonte Bichler. Das sei auch wegen Starkregenereignissen positiv zu sehen. Aus Versicherungsgründen sei eine zwei Meter hohe Umzäunung nötig. Eine Eingrünung als Sichtschutz und „Extensives Grünland innerhalb des Solarparks“ sei geplant. „Das machen wir nicht erst seit dem Volksbegehren für Artenvielfalt“, betonte Bichler. Um das Gras kurz zu halten, sollen im Solarpark Schafe weiden. Die Betreiberfirma arbeitet mit dem bayerischen Schäferverband zusammen. Dieser Verband vermittelt Schäfer aus der Region. „Sie haben großes Interesse daran.“ Zumal sie wegen mit Gülle gedüngter Wiesen im Herbst nur begrenzt Weideflächen für ihre Schafherde finden können.

Eilentscheidungen

  • Bürgermeister Jörg Nowy:

    „Wegen der vergangenen Sommerpause waren ein paar Eilentscheidungen erforderlich. Für sie ist kein Beschluss notwendig. Sie müssen nur bekanntgegeben werden.“

  • Kindergarten:

    Als Ersatz für eine ausscheidende Erzieherin wurde eine neue Erzieherin gesucht. Die neue Kraft wurde zwischen der Marktratssitzung Juli und September eingestellt.

  • Rathaus:

    Mehrere Schieferplatten sind vom Rathausdach abgerutscht. Eine Reparatur war dringend nötig. Neue Teile mussten gelegt werden.

  • Oberau

    : Eine Instandsetzung der Einfahrt zu der Ortsstraße ist zwingend erforderlich.

  • Auenweg:

    Nach einsetzendem Regen stand das Wasser 20 Zentimeter auf der Straße. Dieser Umstand wird behoben. (erb)

Photovoltaik (PV), also die direkte Umwandlung von Lichtenergie, sei zur Zeit der günstigste Strom. Und er komme aus der freien Fläche. Bichler meinte: „Die Mehrheit der Bürger sagt, wir brauchen sowas.“ Photovoltaik sei „die Energie mit der höchsten Akzeptanz in der Bevölkerung.

Das Freilandprojekt mit den angrenzenden Ausgleichsflächen soll in exponierter Lage ohne große Besiedelung entstehen. Die Einsehbarkeit sei laut Betreiber „faktisch nicht vorhanden“. Dafür sollen dichte Hecken gepflanzt werden, auch der Bereich mit der Ecke Verbindungsstraße Eisensdorf/Straße zur Hofeinfahrt.

Sepp Bichler prophezeit, dass jährlich etwa 3000 Hauhalte durch die Anlage versorgt werden können. „Er wird ins Umspannwerk Aichkirchen oder Hemau eingespeist werden.“

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