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Region Kelheim
Freitag, 21. September 2018 28° 3

Heimat

Schafe ziehen auf Burg Randeck

Das Altmühltaler Lamm steht am Sonntag in historischer Kulisse im Mittelpunkt – kulturell, kulinarisch und historisch

Hüteschäferei und Historie der Landschaft gehören im Altmühltal zusammen, wie wohl kaum in einem anderen Landstrich Bayerns. Foto: Kolbinger
Hüteschäferei und Historie der Landschaft gehören im Altmühltal zusammen, wie wohl kaum in einem anderen Landstrich Bayerns. Foto: Kolbinger

Kelheim.Feierlicher Schäfergottesdienst im Burghof, Esel-Wanderungen für Groß und Klein, Saltatio Nobilis mit mittelalterlichen Tänzen und donnernden Trommeln, Spezialitäten vom Altmühltaler Lamm, spannende Aktionen für Kinder, Fierantenmarkt, Streichelzoo, Schafscheren und vieles mehr erwartet die Besucher am Sonntag ab zwölf Uhr auf der Burg Randeck über der Marktgemeinde Essing im schönen Altmühltal.

Schafe und Lämmer haben seit jeher das Profil der Kulturlandschaft im Altmühltal entscheidend mitgeprägt. Seit Jahrhunderten durchstreifen die Herden die sonnigen Wacholderhänge und halten das artenreiche Miteinander in dieser reizvollen Landschaft im Gleichgewicht. Hüteschäferei und Historie der Landschaft gehören im Altmühltal zusammen, wie wohl kaum in einem anderen Landstrich Bayerns.

So ist der Schauplatz für das Altmühltaler-Lamm-Schäferfest naheliegend und gut gewählt: die mittelalterliche Kulisse um den Randecker Burgberg.

Der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF, die Altmühltaler-Lamm-Schäfer und -Gastronomen sowie die Marktgemeinde Essing haben sich zusammengetan, um den Besuchern ein attraktives Programm anzubieten.

Um zwölf Uhr beginnt die Veranstaltung mit einem feierlichen Schäfergottesdienst im Burghof der Ruine Randeck, umrahmt von den Fahnenträgern der Schäfervereine. Im Anschluss folgen die Grußworte, begleitet von mittelalterlichen Klängen und Tänzen.

Großes Kinderprogramm

Dann geht es mit einem bunten Programm weiter: Esel-Wanderungen, Rassenschau, Schafscheren, Stände mit geschickten Handwerkern, ein Fierantenmarkt, Brotbacken und vieles mehr erwarten die Besucher. Vor allem für die Kinder wird es spannend, wenn es heißt, „nah-türlich“ spielerisch die heimische Natur zu entdecken: Ein buntes Naturerlebnis.

Den größeren Besuchern gibt Rene Gomringer vom Landesverband Bayerischer Schafhalter gerne Auskunft, was der Schäfer bei der Haltung der Tiere zu beachten hat oder welche Rassenbesonderheiten es im Altmühltal gibt. Schäfer Josef Schober wird den Besuchern zeigen, wie Schafe fachmännisch geschoren werden.

Das steht auf dem Programm

  • Sonntag, 12 Uhr:

    Schäfergottesdienst mit Fahnenabordnungen im Burghof; ab 12.45 Uhr Grußworte von Landrat Martin Neumeyer, Bürgermeister Jörg Nowy, Schäfer Michael Schlamp

  • 13.30 Uhr: Saltatio Nobilis, mittelalterliche Tanzgruppe mit Trommlern im Burghof

  • Weitere Attraktionen:

    „Nah-türlich“ – buntes Naturerlebnis für Kinder; Schafschurvorführung, Rassenschau, halbstündige Esel-Wanderung für Groß und Klein, kreativ mit der Montessorischule Essing im Burghof, Schafwolle filzen mit Kindern, „Stoafeder“-Ausstellung im Burgturm, etc.

Natürlich bestimmt die regionale Spezialität Altmühltaler Lamm das kulinarische Angebot. „Besonders wichtig ist für uns Schäfer, dass den Besuchern das Lamm schmeckt und dass das Lammfleisch vielleicht ein wenig von dem Stellenwert bekommt, den es in den südlichen Ländern bereits genießt“, sagt Michael Schlamp, Sprecher der Altmühltaler-Lamm- Schäfer.

Die mittelalterliche Kulisse der Burgruine, der beeindruckende Blick vom Bergfried ins Altmühltal, das gespenstische Verlies und das bunte Programm für Groß und Klein werden sicherlich hungrig machen aufs leckere Lamm. Und das Besondere ist: Der Kauf einer echten Altmühltaler-Lamm-Leckerei ist obendrein eine richtig gute Sache: Der Verbraucher greift nämlich nicht nur den Schäfern unter die Arme, er unterstützt auch den Naturschutz in der Region.

Burgruine geöffnet

Noch ein Tipp: Die Burgruine ist den ganzen Tag kostenlos geöffnet und der Anstieg auf den Burgturm wird mit einem einzigartigen Blick in das Altmühltal belohnt. Auch das dunkle Verlies ist frei zugänglich und hebt die schaurigen Zeiten des dunklen Mittelalters hervor.

Das Altmühltaler-Lamm-Projekt wird gefördert im Rahmen der Landschaftspflegerichtlinien durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

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