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Heiter

Schüler feierten Midsommar

Die Saaler Schule feiert ein fröhliches Sommerfest. Nach schwedischem Vorbild: mit Pippi, ABBA und Bobbycar-Elchtest.
Von Roland Kugler

  • Jede Menge Pippis mit Zöpfen und Ringelstrümpfen und andere Schweden feierten ein mitreißendes Schulfest. Fotos: Kugler
  • Auch die Chefin war mit Blumen geschmückt.

Saal.Das Wetter war ideal für ein Fest im Freien: Nicht so heiß wie in den vergangenen Wochen, und geregnet hat es auch nicht. So kamen am Freitag Nachmittag viele Besucher in die Saaler Grund- und Mittelschule, um zusammen das Sommerfest zu feiern. Ein fröhliches, ausgelassenes, tolles, echtes Midsommar-Fest.

Mal etwas Anderes

„Wir hatten so oft bayerische Themen und haben uns nun überlegt, mal etwas anderes zu machen“, sagt Rektorin Marion Häusler-Lindl. „Es ist Juni und so sind wir auf Mittsommer, oder schwedisch Midsommar, gekommen. Wir haben es im Kollegium vorgeschlagen, und alle waren dafür.“ Wieviel Spaß alle dabei hatten, sah man bei den Darbietungen. Die waren wie ein richtiges Midsommar-Fest, auf der Bühne der Turnhalle tanzten und sangen Schülerinnen und Schüler um einen geschmückten Festbaum. Dabei stellten die das Land vor, und alles, was Schweden ausmacht. Königin Silvia und König Carl Gustaf, Pippi, Herrn Nobel und Trolle. Wikinger, Eisbären und Eishockey, und dazu waren die Kinder immer passend gekleidet und ausgerüstet. Großartig wie sie ihre Texte vortrugen: Der eine etwas besser, der andere etwas langsamer, jeder so gut er konnte. Selbstbewusst oder schüchtern, ein Märchen oder witzige Anspielungen auf Ikea-Schrauben, alle machten ihre Sache gut. Herrlich, wie mit einem zum Volvo umfunktionierten Bobbycar beim Elchtest ein Stoffelch platt gefahren wurde. Es gibt nichts Unbefangeneres als die Anarchie von Kindern. Aber auch Respekt vor den Erst-, Zweit-, und Drittklässlern, denn es gehört schon was dazu, vor hunderten Mitschülern, Eltern, Großeltern und Freunden aufzutreten.

Da durften die Lehrer natürlich nicht nachstehen, und zeigten ebenfalls einen bewundernswerten Auftritt: Da ABBA zu Schweden gehört wie das gelbe Kreuz auf blauem Grund, sang ein Lehrerinnenchor Mamma Mia und Money Money Money. In weißen Mittsommerkleidern mit Blumenkränzen im Haar, ein wunderbares Bild. Die ganze Halle klatschte mit, Kleinkinder krabbelten auf dem Boden herum, ein wirklich familiäres und fröhliches Fest. „Hervorragend! Das haben die Kinder wirklich schön gemacht, und die Lehrerinnen toll gesungen. Und Schweden haben wir auch kennengelernt“, sagte Manfred Jackermeier begeistert. Er ist zwar auch Bürgermeister von Teugn, aber dieses Mal saß er als Papa im Publikum. Er hat selbst zwei Töchter an der Saaler Schule. Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann klatschte ebenfalls in guter Stimmung mit.

In der Halle ging es mit einem Theaterstück der Schüler weiter. Draußen konnten sie einen Parcours absolvieren, mit allerlei mehr oder weniger schwedischen Sommerspielen. Pippi Langstrumpf ausmalen, Blumenschmuck oder Windlichter basteln, Volkstanz lernen oder Stöcke werfen. Im Pausenhof konnte man den Elchtest mit einem Zweier-Kettcar üben und vieles mehr.

Rektorin außer Atem

„Wir hatten kürzlich einen Vorlesetag, an Weihnachten machen wir einen Basar, aber das Sommerfest ist der Höhepunkt in unserem Schulleben“ sagt die Rektorin, noch etwas außer Atem nach dem Lehrerinnenchor, hinter der Bühne. Und der war gelungen und machte allen sichtlich Freude. „Es war viel Arbeit alles vorzubereiten“, sagt ihre Stellvertreterin Sabine Schweiger, „aber alle haben mitgeholfen.“ Schüler, Lehrer, Eltern, die ganze Schulfamilie.

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