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Geld

Schulden der Stadt Abensberg sinken

Das ist für die Bürger und Politiker der Stadt eine gute Nachricht: Die Roten Zahlen der Kommune werden kleiner.
Von Wolfgang Abeltshauser

Der finanzielle Spielraum der Stadt wird langsam wieder größer. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa
Der finanzielle Spielraum der Stadt wird langsam wieder größer. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa

Abensberg.Der Abensberger Kämmerer Andreas Poschenrieder macht ein zufriedenes Gesicht, blickt er auf die Finanzentwicklung bis Ende des abgelaufenen Jahres. So sind die roten Zahlen der Stadt deutlich zurückgegangen. Auch grundsätzlich entwickle sich die Lage gut. Das freut auch Bürgermeister Dr. Uwe Brandl. Der gibt aber gleichzeitig die Marschroute für die kommenden zwölf Monate vor: „Wenn es irgendwie geht, wollen wir unsere Schulden weiter zurückführen.“

Die Zahlen, die Poschenrieder jetzt vorlegt, sprechen eine deutliche Sprache: Vor Jahresfrist standen für die Kommune noch 4,2 Millionen Euro an Roten Zahlen zu Buche. Mittlerweile sind die Verbindlichkeiten um rund eine Million Euro gesunken.

Tendenz zu beobachten

Dieses Tendenz – wenn auch nicht so deutlich – ist auch bei den Stadtwerken und beim Schulverband zu sehen. So sind die Schulden bei den Stadtwerken um rund 320 000 Euro auf nun 3,2 Millionen gesunken. Beim Schulverband belaufen sich die roten Zahlen jetzt auf 2,04 Millionen Euro. Das sind immerhin 145 000 weniger als vor Jahresfrist.

Zukunft

Fast vier Millionen für den Nachwuchs

Abensberg verstärkt die Investitionen in den Kindergartenbereich ein weiteres Mal. An drei Standorten wird heuer gearbeitet.

Der Weg in Richtung schwarze Zahlen soll in den Augen von Bürgermeister Dr. Uwe Brandl in den kommenden Monaten weitergehen. Die Kommune habe Geld in der Rücklage, so dass dies auch möglich sei.

Die ganze Wahrheit

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass bei der Stadtentwicklungsgesellschaft zusätzliche Schulden in Höhe von drei Millionen Euro aufgelaufen sind. Die roten Zahlen belaufen sich dort jetzt auf 4,3 Millionen. Das sei aber eine logische Entwicklung – so Poschenrieder. Habe die Kommune doch ganz bewusst entschieden, die Sanierung des Rathauses finanziell über die Stadtentwicklungsgesellschaft abzuwickeln.

Die Großbaustelle Abensberger Rathaus Foto: Abeltshauser
Die Großbaustelle Abensberger Rathaus Foto: Abeltshauser

Trotzdem sei dieser Zwischenstand positiv. So verweisen sowohl Poschenrieder als auch Josef Weber, der für die Freien Wähler im Finanzausschuss sitzt, darauf, dass man eigentlich mit noch mehr Schulden zum jetzigen Zeitpunkt gerechnet habe. Eine Million an Euro habe der Kämmerer aus Einnahmen des vergangenen Jahres in die Arbeiten am Rathaus stecken können. Das sei so gar nicht eingeplant gewesen.

Leistungen an Externe

Die Stadt Abensberg hat alle fünf Jahre zu überprüfen, ob private Anbieter bestimmte Leistungen kostengünstiger erbringen können, als wenn die Kommune dies mit eigenen Kräften macht. Das steht in der Geschäftsordnung so niedergeschrieben. Dies stand jetzt wieder an.

Geld für das Rote Kreuz

  • Antrag:

    Auf dem Tisch des Abensberger Finanzausschusses lag ein Antrag des Roten Kreuzes. Zur Unterstützung der Arbeit wurde ein Zuschuss in Höhe von 0,25 Euro pro Einwohner erbeten – gerechnet auf das abgelaufene Jahr.

  • Beschluss:

    Dazu waren die Politiker schnell bereit. Bei 13 946 Einwohner (Stichtag 31. Dezember 2018) macht das für Abensberg knapp 3500 Euro aus. Auch bei weitere Kommunen im Landkreis gingen solche Anträge ein. (wo)

Der Finanzausschuss erhielt in seiner jüngsten Sitzung das Ergebnis vorgestellt: So werden derzeit auf diese Weise die Grünanlagen gepflegt. Der Verein Kai übernimmt die Mittags- und Ganztagsbetreuung an den Schulen. Ein externes Unternehmen kümmert sich um die Reinigungsleistungen bei den Kindergärten, Schulen und im Herzogskasten. Außerdem sind externe Fachleute bei Planungen von Bauvorhaben und im Bereich EDV mit im Boot. Das Gremium kam überein, dass dies auch so weitergehen solle.

Auf Antrag von Weber berichtete der Bürgermeister im öffentlichen Teil der Sitzung über die Spenden, welche die Stadt und ihre Gliederungen im abgelaufenem Jahr erhalten haben: So gingen an die Stadt selbst 18 500 Euro. Für den Schulverband waren es 7500 Euro. Die Bürgerstiftung erhielt 76 500 Euro. Brandl betonte, dass er durchaus aktiv auf mögliche Spender zugehe.

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