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Tradition

Schulen: Es wird erweitert und saniert

In Bad Abbach fand ein verspäteter Spatenstich mit Bekenntnis zum Schulstandort statt - trotz Kritik und hohen Kosten.
Von Gabi Hueber-Lutz

Der Spatenstich für die Sanierung der Angrüner-Mittelschule kam ein bisschen verzögert. Foto: Gabi Hueber-Lutz
Der Spatenstich für die Sanierung der Angrüner-Mittelschule kam ein bisschen verzögert. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Bad Abbach.„Was lange währt, wird endlich gut.“ Diese Feststellung von Bürgermeister Ludwig Wachs beim Spatenstich zur Generalsanierung der Angrüner-Mittelschule mit Erweiterung zur Grundschule stimmte im doppelten Sinne. Zum einen haben die Arbeiten schon lang begonnen.

Zum anderen hat es mehrere Jahre gedauert, bis der Bau in Angriff genommen werden konnte. Sanierung und Neubau waren lange geplant und heftigst diskutiert worden, bevor man sich zusammengerauft habe, blickte Wachs zurück. 2013 war mit der Planung begonnen worden.

Hohe Kosten

Um die 21 Millionen Euro wird die ganze Maßnahme voraussichtlich kosten. Natürlich gebe es auch jetzt immer wieder Stimmen, die beklagen, dass so viel Geld für diesen Bau ausgegeben wird, sagte Wachs. Die Schulen seien aber überaus wichtig und an der Angrüner-Mittelschule ist seit ihrem Bau vor 46 Jahren nichts Wesentliches mehr gemacht worden. Da müsse man sich dann hinstellen und diese Sanierung einfach vertreten. Die Absolventen der Mittelschule brauche man dringender denn je. Auch Architekt Joachim Gutthann schlug in die gleiche Kerbe: „Die Leute, die diesen Bau realisieren, kommen überwiegend aus der Mittelschule.“

Begleitmusik

  • Gitarren:

    Die neue Gitarrengruppe der Schule unter der Leitung von Brigitte Hanl trug zum Spatenstich zwei Lieder vor. Die jungen Damen ließen sich auch dann nicht drausbringen, als eine Baumaschine im Hintergrund die Melodie mit ihrem eigenen Takt unterlegte.

  • Prüfung:

    Meiselgeklopfe, das pünktlich zur Lehrprobe einer Referendarin einsetzte, wurde dagegen sehr schnell gestoppt. (lhl)

Die Absolventen der Schule gingen im Wesentlichen ins Handwerk und in die Industrie, sagte Rektor Heiner Bruckmüller und belegte mit Zahlen, wie notwendig eine gute Mittelschule für Bad Abbach ist: Vor zehn Jahren besuchten 181 Schülerinnen und Schuler die Schule, im Moment seien es 248 in elf Klassen und nächstes Jahr habe man zwölf Klassen. Natürlich sei die Finanzierung schwer zu schultern, räumte Bürgermeister Wachs ein. Ein Zeitungsartikel aus dem Jahr 1960 macht den Rathauschef aber gelassen. Zum Bau der Grundschule hatte es damals geheißen, Bad Abbach sei pleite. Heute stehe man da und baue wieder eine Schule.

Mensa verbindet die Schulen

Die Grundschule wird mit einem Mittelbau an die Angrüner-Mittelschule angebunden. Darin wird unter anderem die gemeinsame Mensa Platz finden. Rektorin Margit Lermer erinnerte sich an ihren Dienstbeginn 2013 in Bad Abbach. Am zweiten Arbeitstag musste sie sofort ein Raumprogramm schreiben für die Grundschule. „Es pressiert!“, hatte es geheißen. Es war das Programm Nummer eins. Wieviele es bis heute geworden sind, verrate sie nicht.

Großer Dank ging an die Vertreter der beiden Schulen für die gute Zusammenarbeit. Für sie sind die Arbeiten natürlich belastend und bedeuten einen großen Aufwand. Die Zusammenarbeit sei sehr gut, betonten alle Beteiligten. Rektor Bruckmüller erzählte zum Beispiel, dass zu den Osterferien die Heizung abgeschaltet worden war. Dann kam aber ein Kälteeinbruch und sofort wurde ein Container mit einer Notheizung installiert.

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