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Investition

Schulgebäude ist fit für die Zukunft

11,8 Millionen Euro hat die Grundsanierung der Wittelsbacher Mittelschule in Kelheim gekostet. Jetzt wurde sie eingeweiht.
Von Bianka Lucius

  • Wirtschaftslehrerin Christina Weber zeigt allen Interessenten den Computerraum, ab der 7. Klasse gibt es wöchentlichen Informatikunterricht Foto: Lucius
  • Die Akustikdecke hat Löcher in der ersten Schicht. Diese fangen den Schall auf und ermöglichen einen idealen Raumklang. Darunter befindet sich die Dämmung. An einer Wand hängt ein riesiger Spiegel. Foto: Lucius

Kelheim. Kelheim. Vor fünf Jahren hatten die Bauarbeiten begonnen. Am Freitag nun war Einweihung (wir berichteten). Für Schüler und Lehrer war dies er Tag ein besonderer Schultag. Und die Redner begründeten, warum diese gewaltige Summe in das Schulgebäude investiert wurde.

Auf der rechten Seite vor dem Eingang befindet sich ein großer verglaster Raum. In diesem befindet sich die Mensa. Im Erdgeschoss wurden die Räume der Ganztagesbetreuung untergebracht. Foto: Lucius
Auf der rechten Seite vor dem Eingang befindet sich ein großer verglaster Raum. In diesem befindet sich die Mensa. Im Erdgeschoss wurden die Räume der Ganztagesbetreuung untergebracht. Foto: Lucius

Architekt Norbert Raith fasst im Gespräch mit unserer Reporterin die Bauzeit zusammen. Zuerst wurde der Verwaltungsbereich umgebaut. Dieser erhielt ein zusätzliches Treppenhaus und einen Aufzug. Dadurch ist die Schule nun barrierefrei. Auch die naturwissenschaftlichen Räume wurden grundsaniert. Weiter ging es im Südflügel. Hier wurden die Räume der Ganztagsbetreuung und die Mensa neu gestaltet.

Moderne Technik und Biowärme

Zu den Arbeiten am Westflügel sagte Architekt Raith: „Aufgrund der vorgehangenen Fassade aus Weißbeton wurde die energetische Sanierung mit einer Innendämmung umgesetzt und in diesem Zuge wurden alle Decken, Böden, Wandoberflächen und die Haustechnik erneuert. Alle Klassenzimmern wurden mit einer Lüftungsanlage ausgestattet.“

Diese wurden saniert mit neuen Möbeln, Dokumentenkamera, Beamer und einer Lüftungsanlage ausgestattet. Dank neuer Verkabelung können weitere IT-Geräte angeschlossen werden. Die Fachkabinette (naturwissenschaftliche Räume, Werkraum, Lehrküche) wurden saniert und mit neuem Equipment ausgestattet. Foto: Lucius
Diese wurden saniert mit neuen Möbeln, Dokumentenkamera, Beamer und einer Lüftungsanlage ausgestattet. Dank neuer Verkabelung können weitere IT-Geräte angeschlossen werden. Die Fachkabinette (naturwissenschaftliche Räume, Werkraum, Lehrküche) wurden saniert und mit neuem Equipment ausgestattet. Foto: Lucius

Des weiteren wurde eine strukturierte Verkabelung eingebaut. Diese ermöglicht einen leichten Anschluss von IT-Geräten in den Klassenräumen. Die Schule wurde mit LED-Beleuchtung ausgestattet und die Elektroinstallation wurde erneuert. Weiter erzählte Raith: „Geheizt wird mit Holzhackschnitzeln aus einer Biowärmeanlage der Stadtwerke Kelheim.“ Der ehemalige Fahrradschuppen wurde zu einem Jugendtreff umgebaut. Die Klassenräume bekamen neue Möbel. Alle Fachkabinette wurden saniert. Bis zuletzt wurde noch am Außenbereich der Schule gearbeitet.“

Konrektorin Birgit Weber begrüßte alle am Bau beteiligten Unternehmen und Personen als plötzlich zwei Schüler sie vom Rednerpult drängten und lieber die Schulband ankündigten. Mit ihrer rauchig zarten Stimme, der zerbrechlich schüchternen Ausstrahlung zum Trotz, führte Friderika Kristofova gemeinsam mit Band musikalisch durch das Programm. Vor Beginn der Feierlichkeiten erzählten Ralf Cetto und Erich Rohm die beiden Leiter der Schulband, dass insgesamt 18 Schüler zur Schulband gehören. Instrumente stehen einige zur Auswahl, natürlich werden auch Sänger gebraucht.

Die Schulband unterhielt bei der Einweihungsfeier. Foto: Lucius
Die Schulband unterhielt bei der Einweihungsfeier. Foto: Lucius

Die beiden leidenschaftlichen Musiker haben eine Mission: „Musik ist gut für das Selbstbewusstsein, gut für die Identität der Kinder. Aus Egoisten werden Teamplayer, Gemeinschaft erfahren sie durch die Musik und wachsen an ihren erfolgreichen Darstellungen.“

Nach der musikalischen Pause trat Bürgermeister Horst Hartmann ans Rednerpult.

Stolz und überzeugend erklärte Hartmann: „11,8 Millionen Euro werden insgesamt ausgegeben. Diese Zahl zeigt wie wichtig uns das Projekt ist und was es uns abverlangt.“ In der Zukunft sieht Hartmann schon ein neues Projekt auf Kelheim zukommen und das heißt: Digitalisierung mit iPad Klassen.

Im Eingangsbereich der Wittelsbacher Mittelschule läuft man zuerst an den neuen Fahrradständern vorbei. Auf der linken Seite hinter den Fahrradständern befindet sich der ehemalige Fahrradschuppen, den die Stadt Kelheim zu einem Jugendtreff umgebaut hat. Der gesamte Außenbereich der Mittelschule wurde neu gestaltet. Foto: Lucius
Im Eingangsbereich der Wittelsbacher Mittelschule läuft man zuerst an den neuen Fahrradständern vorbei. Auf der linken Seite hinter den Fahrradständern befindet sich der ehemalige Fahrradschuppen, den die Stadt Kelheim zu einem Jugendtreff umgebaut hat. Der gesamte Außenbereich der Mittelschule wurde neu gestaltet. Foto: Lucius


Da Hartmann selbst in den 70´er Jahren auf dieser Schule war, äußerte er den Wunsch einen Tag hier am Unterricht teilnehmen zu dürfen. Diesen Wunsch will Schulleiter Tobias Oettl dem Bürgermeister gerne erfüllen. Oettl sprach über ein deutschlandweites Problem: „Deutschland müsste 48 Milliarden Euro in seine maroden Schulen investieren, nicht so in Kelheim. Jetzt haben wir eine moderne und zukunftsfähige Schule.

„Es ist eine Zukunftsschule,

Auch Landrat Martin Neumeyer lobte die Schule. jeder Euro der hier investiert ist, ist ein guter Euro.“ Er stellte die Absolventen der Mittelschule mit Akademikern auf eine Stufe. Den hohen Kostenbetrag kontert Neumeyer mit dem Spruch: „Es gibt nur eines, was was auf Dauer teurer ist: keine Bildung.“ Weiter ging es mit Videobeiträge von Schülern und Lehrern in denen sie erzählten was sie besonders an ihrer neuen Schule schätzen.

Schüler sollen ihren Platz finden

Schulrätin Nicola Moritz-Holzapfel kam in ihrer Rede auf den Standort Kelheim zu sprechen: „Wir müssen unseren Standort sichern, den Standort der Mittelschulen. Wir dürfen uns nicht abhängen lassen.“ Schüler der 6a führten einen Sketch auf, um dem Publikum dadurch ihren Schulalltag näher zu bringen.

Generalsanierung

Endspurt beim dritten Abschnitt

Bis zum neuen Schuljahr sollen die Arbeiten im Süd-West-Trakt der Wittelsbacher Mittelschule Kelheim erledigt sein.

Der katholische Pfarrer Reinhard Röhrner segnete die Schule. Der evangelische Pfarrer Armin Kübler wünscht: „Schule soll mithelfen, dass die Schüler ihren Platz finden. Dass sich schwierige wie einfache Schüler voran bringen. Das sie gemeinsam etwas bewegen wollen in der Welt.“

Abgerundet wurde die Eröffnungsfeier durch einen Auftritt der Schulband und die Eröffnung des vom Elternbeirat beigesteuerten Büfetts. Wer wollte konnte sich bis 13 Uhr die neuen Schulräume anschauen in denen die Schüler an verschiedenen Workshops teilnahmen.

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