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Abschied

Schulleiterduo verlässt die Realschule

Rektorin Maria Warsitz-Müller geht in Pension. Ihr Stellvertreter in Abensberg Stefan Renner wird neuer Schulleiter in Bogen.
Von Wolfgang Abeltshauser

Maria Warsitz-Müller und Stefan Renner lenkten seit 2015 gemeinsam die Geschicke. Warsitz-Müller war 15 Jahre lang die Chefin der Abensberger Realschule. Foto: Wolfgang Abeltshauser
Maria Warsitz-Müller und Stefan Renner lenkten seit 2015 gemeinsam die Geschicke. Warsitz-Müller war 15 Jahre lang die Chefin der Abensberger Realschule. Foto: Wolfgang Abeltshauser

Abensberg.Wenn im September das neue Schuljahr startet, beginnen an der Abensberger Realschule neue Zeiten. Denn dann ist die langjährige Leiterin Maria Warsitz-Müller in Pension. Und ihr bisheriger Stellvertreter Stefan Renner hat längst seine neue Stelle – den Chefposten an der Realschule in Bogen – angetreten.

„Ich wollte schon als Grundschülerin Lehrerin werden“, blickt die mittlerweile 66-jährige Pädagogin im Gespräch mit der Mittelbayerischen zurück. Und an diesem Berufswunsch habe sich über die Jahrzehnte hinweg nichts geändert. Sei 1979 ist sie beamtete Pädagogin. Damals startete sie an der staatlichen Realschule in Riedenburg. Sie kümmerte sich dort nicht zuletzt um die angehenden Lehrer. Diese Arbeit als Seminarlehrerin sei ihr immer wichtig gewesen. Die Rahmenbedingungen sind seither längst andere geworden. Die Schülerinnen und Schüler hätten sich schon verändert. „Sie sind selbstbewusster geworden.“ Sie würden mehr wissen wollen – aber auch mehr Freiheiten einfordern.

Ministerialbeauftragter Bernhard Aschenbrenner verabschiedete Maria Warsitz-Müller offiziell. Foto: Ludwig Hofmann
Ministerialbeauftragter Bernhard Aschenbrenner verabschiedete Maria Warsitz-Müller offiziell. Foto: Ludwig Hofmann

Noch deutlicher wird der Unterschied zwischen ihrer Anfangszeit als Pädagogin und dem Heute aber bei einem Blick in die Klassenzimmer. „Als ich anfing, unterrichtete ich mit Tafel und Kreide.“ Ein Tageslichtprojektor sei da schon ein Entwicklungssprung gewesen. „Einen Computer gab es noch nicht“, betont Warsitz-Müller. Der hat mittlerweile sogar auf den Schulbänken Einzug gehalten. Hat doch die Realschule Tabletklassen, bei denen die Schüler oftmals den Minicomputer als Schreibutensil nutzen und nicht mehr ein Schulheft.

Mails als unbekannte Wesen

„Nein, so etwas hätte ich mir zu Beginn meiner Laufbahn nicht vorstellen können“, schmunzelt die 66-Jährige. Letztendlich sei es noch gar nicht so lange her, dass digitale Techniken in der Schule – in Verwaltung und Unterricht – eingezogen seien. Warsitz-Müller könne sich noch gut an eine Kurs im Schreibprogramm Word erinnern, den sie Mitte der 90er Jahre absolviert habe. Da sei es darum gegangen, Arbeitsblätter moderner zu gestalten. Lange habe sie dann überlegt, ob sie den Aufbaukurs auch mitmachen wolle. Da sei es um die Themen Internet und Email gegangen. „Wer soll mir denn eine Mail schreiben?“, habe sie sich gefragt. So ändern sich schnell die Zeiten.

Dass sie nach ihrer Referendarszeit mit Riedenburg und Abensberg nur zwei Einsatzorte hatte, sei durchaus ungewöhnlich. Aber es habe halt immer gepasst. Gründe für Versetzungsgesuche gab es schlichtweg nicht. Der 31. Juli wird der letzte Arbeitstag von Warsitz-Müller sein. Angst, danach in ein Loch zu fallen, habe sie überhaupt nicht. „Ich komme dann zu den Dingen, die daheim schon lange liegengeblieben sind.“ Zum Beispiel Fotobücher aus all den Urlaubsschnappschüssen zu erstellen. Schon bei ihrer offiziellen Verabschiedung durch den Ministerialbeauftragten Bernhard Aschenbrenner betonte sie: „Ich werde mir nicht krampfhaft ein Ehrenamt suchen.“ Dass sie jetzt mehr Zeit für die Familie habe, freue sie absolut – so ihre Worte zur Mittelbayerischen.

Auch der Vater war Lehrer

Angst, in den kommenden Wochen zu wenig beschäftigt zu sein, hat Stefan Renner nicht. Er ist ab dem kommenden Schuljahr neuer Realschulleiter in Bogen. Aber er werde schon Anfang August dort mit seiner Arbeit beginnen. Um im September gut vorbereitet zu sein. Das sei er seinen künftigen Kollegen schuldig.

Auch bei Renner war nach eigenen Worten der Weg hin zum Pädagogen früh gebahnt. Sein Vater war ebenso Lehrer. Das sei aber nicht der Hauptgrund gewesen. „Ich konnte es mir immer gut vorstellen, mit jungen Menschen zu arbeiten“, sagt der zweifache Familienvater.

Der 46-Jährige räumt unumwunden ein, dass ihn auch die Verwaltungsseite des Schulbetriebs von Anfang an interessiert habe. Seine bisherige Chefin überrascht es deshalb auch nicht, dass er jetzt die Chance, eine Schule leiten zu dürfen, ergriffen habe.

Weitere Artikel über Abensberg finden Sie hier.

Seit 2004 ist einiges geschehen

  • Aufgebaut:

    In Maria Warsitz-Müllers Zeit als Chefin in Abensberg fiel der Abschnitt, in dem die Realschule in Mainburg aufgebaut wurde. Das geschah von Abensberg aus. So war sie einige Zeit gleich für zwei Schulen zuständig.

  • Ausgebaut:

    Über den reinen Unterricht hinaus hat an der Schule in ihrer Zeit vieles etabliert: etwa die Wertebotschafter oder die Suchtprävention. (wo)

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