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Trauer

Segen für Halle

Aussegnungshalle ist nun wieder ein würdevoller Raum zum Abschied nehmen.
Von Edith Vetter

Die Aussegnungshalle bekam von Pfarrer Schwarzfischer und Pfarrer Biedermann den kirchlichen Segen. Foto: Edith Vetter
Die Aussegnungshalle bekam von Pfarrer Schwarzfischer und Pfarrer Biedermann den kirchlichen Segen. Foto: Edith Vetter

Langquaid.Nach Abschluss der einjährigen Sanierungsarbeiten in und an der Aussegnungshalle am Waldfriedhof Langquaid wurde der „Ort des Gebetes, der Hoffnung und des Trostes“ bei einer kleinen Feier von Pfarrer Wolfgang Schwarzfischer und seinem evangelischen Amtsbruder Udo Biedermann gesegnet und eingeweiht.

Die vorhandenen Räumlichkeiten haben in Farbe und Ausstattung ein neues Gesicht erhalten, Räume wurden ausgebaut und neu gestaltet. Die Aussegnungshalle ist nun wieder zu einem Ort geworden, an dem die Trauer ihren Platz finden kann und Angehörige in würdevollem Rahmen von ihren Verstorbenen Abschied nehmen können, sagte Bürgermeister Herbert Blascheck. Es sei ein ehrwürdiger Raum entstanden, der Geborgenheit, Trost und Hoffnung vermittelt. Blascheck dankte im Besonderen dem Bildhauer Alfred Böschl, der für die künstlerische Gestaltung verantwortlich zeichnete, sowie allen beteiligten Handwerkern, die dem Raum seine Ästhetik verliehen haben. Ziel bei der Sanierung des im Jahre 1979 erbauten Leichenhauses war auch, mehr Platz für Trauergäste zu schaffen.

Dafür wurde der Vorbereich mit bodentiefen Glaselementen geschlossen, so dass diese harmonisch mit den bestehenden Klinkersteinen verschmelzen und dem Raum eine besondere Stimmung verleihen. Mit den Blautönen auf der Westseite will Alfred Böschl den Himmel und den Gedanken an das Jenseits ausdrücken. Die Kombination aus Funktionalität, Ästhetik und Wirkung mache farbiges Glas zu einem idealen Gestaltungsmaterial.

Da die Aussegnungshalle ein Ort des Abschiednehmens für alle Glaubensrichtungen sein soll, wurde das Symbol „Weg“ als Grundlage für die Gestaltung gewählt – „ein uraltes Symbol in vielen religiösen Traditionen“, erklärte der Künstler.

Der mit Wachenzeller Dolomit gestalteter Weg mündet in die neue konkav und mit Bronzepatina verkleidete Rückwand, deren Mittelpunkt, ein aus Schlagmetall gestaltetes Kreuz, sich stilvoll in den Raum einfügt und an den Auferstehungsgedanken erinnern soll. Wichtig war für Böschl auch, den kreuzförmigen Grundriss des Gebäudes zu erhalten.

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