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Sehnsucht nach dem normalen Leben

Der zwölfjährige Luis Probst aus Teugn hat in Zeiten des Coronavirus seine Spielesammlung wieder entdeckt.
Von Luis Probst

Luis Probst freut sich auf das normale Leben.
Luis Probst freut sich auf das normale Leben. Foto: Sandra Probst

Teugn.In der Coronazeit ist mir wichtig, dass meine Familie und meine Freunde gesund und munter bleiben. Zum Glück wurde bisher niemand positiv getestet, den ich kenne.

In den letzten Wochen haben wir mit der Spielesammlung, die meine Mama als Kind zu Weihnachten geschenkt bekommen hat, sehr viel gespielt. In dieser Spielesammlung sind mehr als 60 verschiedene Spielmöglichkeiten. Die haben wir aber nicht alle ausprobiert. Am liebsten habe ich die Klassiker „Mensch ärgere Dich nicht“ und „Mikado“ gespielt. Zum Glück war in der Vergangenheit das Wetter schön und so konnten wir auch auf der Terrasse spielen.

Endlich wieder Sport

Menschen aus der Region Kelheim erzählen, was ihnen wichtig ist.
Menschen aus der Region Kelheim erzählen, was ihnen wichtig ist. Foto: stock.adobe.com/strichfiguren.d

Aber irgendwann wurden mir auch die Brettspiele langweilig. Jeden Tag das Gleiche. Darum bin ich froh, dass mittlerweile in Bayern einige Lockerungen in der Coronapandemie gelten. So kann ich heute Nachmittag mit Paul wieder Tennis spielen. Das Training beginnt voraussichtlich auch nächste Woche. Endlich kann ich wieder Sport treiben!

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Was mich wirklich gefreut hat, war, dass ich an Muttertag nach langer Zeit wieder meine Oma und meinen Opa in Bad Abbach besuchen durfte. Hier waren auch meine Tante und mein Cousin zu Besuch. Mir fiel aber wirklich schwer, dass ich Oma und Opa nicht in den Arm nehmen durfte und wir haben auch eineinhalb Meter Abstand voneinander gehalten.

Freude auf die Schule

An Vatertag war dann eine Fahrt mit meinem Papa nach Straubing zu meiner anderen Oma geplant. Auch sie habe ich schon seit Anfang März nicht mehr gesehen und ich vermisse sie und sie mich wahrscheinlich noch viel mehr.

Auch wenn es diese Lockerungen mittlerweile gibt, freue ich mich auf die Zeit nach der Pandemie, weil ich dann endlich wieder mein normales Leben leben kann. Ich kann Familie und Freunde treffen, kann in Urlaub fahren und darf wieder normal zur Schule gehen. Das hätte ich nie gedacht, dass ich einmal die Schule vermissen werde. Mir wurde in der Zeit bewusst, wie wichtig mir der persönliche Kontakt mit meinen Freunden ist und die will ich in Zukunft noch viel häufiger treffen.

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