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Kommentar

Seit fünf Jahren geht das schon

Ein Kommentar von Jochen Dannenberg

Umwelt, Natur, Klimaziele – alles spricht für den ÖPNV und damit für die Bahn. Aber die Politik lässt die Bürger im Stich.

Wer will schon vom Auto auf den Zug umsteigen, wenn an den Bahnhöfen Parkplätze für Autos von Pendlern fehlen, sichere Fahrradabstellplätze Mangelware sind, Toiletten nicht vorhanden, der Zug nur jede Stunde fährt, die Mitnahme von Fahrrädern in Zügen ein Problem ist und die Erreichbarkeit der Bahnsteige für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen ein Kraftakt ohnegleichen ist. Schließlich, nicht zu vergessen, die Anbindung an den Busverkehr.

Das ist nicht nur in Neustadt so. Diese Probleme gibt es so oder in ähnlicher Form auch an anderen Bahnhöfen in der Region. Insofern ist die Forderung nach einer Ausweitung des RVV-Tarifgebietes zwar zunächst mal nur eine Forderung aus Neustadt, aber sie auch ein Beispiel für das Verhältnis von Politik, Bürgern und den aktuellen Notwendigkeiten zum Beispiel bei den Klimazielen.

Seit fünf Jahren gibt es die Forderung schon. Die Ausweitung des RVV-Tarifgebietes würde den Landkreis Kelheim vermutlich einige Tausend Euro pro Jahr kosten. Ist das zu viel verlangt? Kaum, wenn man dagegen rechnet, was der Straßenbau und Unterhalt der Straßen den Landkreis und die Gemeinden im Landkreis jedes Jahr kosten.

Es braucht nicht immer große Aktionen, um das Leben der Menschen zu verbessern. Oft genügen kleine Schritte – mal braucht es eine Toilette an einem Bahnhof, mal ein paar Fahrradboxen. Die Ausweitung des RVV-Tarifs könnte ein aktueller Beitrag sein auch im Sinne von Umwelt, Natur und Klimazielen:

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