MyMz
Anzeige

Siegenburg will schnellere Datenautobahn

Der Gemeinderat des Marktes Siegenburg hat erste Schritte für den umfassenden DSL-Ausbau beschlossen – und hofft auf entsprechende Fördergelder.

Schnelle Internetverbindungen für Computer werden auch in Siegenburg immer wichtiger. Jetzt will die Kommune groß in den Ausbau mit Glasfaserkabeln einsteigen. Foto: dpa

Siegenburg.In Nachbarkommunen wie Abensberg oder Neustadt ist es schon lange ein großes Thema – das schnelle Internet. Jetzt steigt auch Siegenburg groß in den DSL-Ausbau ein. Der Marktgemeinderat beschloss bei zwei Gegenstimmen in seiner jüngsten Sitzung, das Projekt gemäß den derzeit geltenden Förderrichtlinien zu beginnen.

Bürgermeister Franz Kiermaier betonte in der Sitzung, dass es für die Marktgemeinde erst jetzt Sinn mache, einzusteigen. Bei der früher geltenden Regelung hätte Siegenburg keine Chance gehabt, ins Förderprogramm aufgenommen zu werden. Damals hätte eine Mindestübertragungsgeschwindigkeit unterschritten werden müssen, um Fördergelder zu erhalten.

Jetzt sieht die Sache anders aus. Wichtigste Voraussetzung ist, fünf Gewerbebetriebe in der Kommune zu haben, die schnelles Internet benötigen. Das erklärte Walter Huber von der Breitbandberatung Bayern. Die Räte beauftragten das Unternehmen, die Kommune bei der Durchführung der Maßnahme unter die Arme zu greifen. Das geschah laut Huber in der Vergangenheit unter anderem im Saal, Bad Abbach und Abensberg.

Trotz der geänderten Richtlinien werde das Projekt keine einfache Angelegenheit. Gelte es doch, 19 einzelne Verfahrensschritte zu durchlaufen. Allerdings kündige sich am Horizont eine Erleichterung an. Das sagten sowohl Huber als auch Gemeinderat Dr. Johann Bergermeier. Unter anderem sei es bald nicht mehr nötig, eine Bedarfsanalyse durchzuführen.

Es stellte sich den Räten die Frage, ob es nicht besser sei, erst auf die geänderten, einfacheren Richtlinien zu warten. Bürgermeister und Experte sprachen sich dagegen aus, Sie empfahlen, gleich zu beginnen. Kiermaier geht davon aus, dass sich Siegenburg so einen zeitlichen Vorsprung vor anderen Kommunen erarbeiten könne. Helmut Meichelböck fragte nach, ob es möglich sei, mitten im Verfahren auf die dann einfacheren Bedingungen zu wechseln. Huber bejahte das. Bei zwei Gegenstimmen beschlossen die Räte, sofort zu beginnen.

Das Gremium votierte mit großer Mehrheit für die Planung des dritten Bauabschnitt der Sanierung der Ortsmitte, bei dem die Gestaltung des Siegbach-Areals im Mittelpunkt steht. Wobei einige der Räte anscheinend Bauchschmerzen aufgrund der hohen Kosten bekamen. Kiermaier sprach von einer Kostenschätzung in Höhe von rund 860 000 Euro. Allerdings gebe es laut Planer eine Schwankungsbreite von rund 100 000 Euro.

Unter diesen Voraussetzungen hätte Gernot Seefelder gerne das Projekt noch einmal im Detail unter die Lupe genommen. Der Bürgermeister erwiderte, dass über Einzelheiten auch später noch gesprochen werden könne. Jetzt gehe es darum, das Projekt voranzutreiben und die Ausschreibung in die Wege zu leiten. So wurde abgestimmt.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht