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Simon Wachter amtiert in Kirchdorf

Der Leiter der Kommunalaufsicht Franz Sixt eröffnet die konstituierende Ratssitzung. Der gewählte Bürgermeister muss warten.
Von Wolfgang Abeltshauser

Die stellvertretenden Bürgermeister blicken optimistisch in die Zukunft: Franz Huber (l.) und Simon Wachter. Foto: Abeltshauser
Die stellvertretenden Bürgermeister blicken optimistisch in die Zukunft: Franz Huber (l.) und Simon Wachter. Foto: Abeltshauser

Kirchdorf.Es war eine spezielle Sitzung zum Auftakt für das neugewählte Ratsgremium in Kirchdorf. Und das lag nicht etwa an der derzeitigen Krisensituation. Dort, wo eigentlich der Platz des wiedergewählten Bürgermeisters Alfred Schiller (UWG) gewesen wäre, saß der Leiter der Kommunalaufsicht im Landratsamt Franz Sixt. Das Gemeindeoberhaupt ist weiter suspendiert. Er darf die Amtsgeschäfte nach wie vor nicht führen. Das macht bis auf weiteres Simon Wachter, den die Räte zu Schillers Stellvertreter wählten.

Bis zu diesem Zeitpunkt leitete Sixt die Sitzung. Er erläuterte eingangs, dass es aufgrund der Suspendierung Schillers keine andere Möglichkeit gebe. Der erste Bürgermeister war am 15. März mit über 83 Prozent der Stimmen eindeutig in seinem Amt bestätigt worden.

Verfahren

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Viel Arbeit hatte Sixt nicht. Rasch war beschlossen, dass es auch in Zukunft zwei Stellvertreter Schillers geben solle. Markus Dürmeyer (UWG) schlug sowohl Simon Wachter (CSU) für das Amt des Vizebürgermeisters vor, als auch Franz Huber (UWG) für das des weiteren Stellvertreters. Wachter hatte dieses Amt in der vorherigen Wahlperiode inne. Beide wurden jeweils ohne Gegenstimme auf den Schild gehoben.

Lob für den Vizechef

In einer kurzen Ansprache in Richtung Wachter lobte Huber diesen dafür, dass er in dieser aus mehreren Gründen nicht einfachen Lage bereit sei, Verantwortung zu übernehmen. Er rief das Gremium zum Zusammenhalt auf. „Gemeinsam haben wir einen breiten Rücken“, formuliert er.

Dass es möglich sei, im Rat problemlos die Aufgaben zu verteilen, zeige, dass es in der Kommune ruhig, überlegt und ohne Chaos weitergehe. Wachter seinerseits kündigte an, dass ein jeder Rat in dieser Situation eventuell mehr leisten müsse als sonst.

Die neuen Räte leisteten ihren Amtseid. Im Bild sind zu sehen (v. l.) Florian Prantl, Florian Sedlmayer und Judith Prantl. Foto: Abeltshauser
Die neuen Räte leisteten ihren Amtseid. Im Bild sind zu sehen (v. l.) Florian Prantl, Florian Sedlmayer und Judith Prantl. Foto: Abeltshauser

Das Gremium setzte den Verfügungsrahmen für den Bürgermeister bei 5000 Euro fest. Dies ist die Summe, über die er entscheiden kann, ohne dafür einen Beschluss des Gemeinderats zu benötigen. Von Verwaltungsseite waren 4000 Euro vorgeschlagen. Florian Sedlmayer (CSU) und Judith Prantl (UWG) schlugen die dann beschlossene Summe vor. Beide Beträge bewegen sich innerhalb des Vorschlags seitens des Gemeindetages.

Ein wenig mehr Geld

Die Räte erhalten in Zukunft 30 Euro Sitzungsgeld. So beschlossen sie es. Das sind fünf Euro mehr als bisher. Wachter betonte in der Sitzung, dass die Summe auch in den übrigen Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft erhöht wurde. Deshalb sei er der Meinung, es auch in Kirchdorf so zu machen. Markus Gschlössl (CSU) unterstützte ihn dabei.

Stabile Mehrheit

  • Ergebnis:

    Bei der Kommunalwahl am 15. März verteidigte in Kirchdorf die UWG ihre Mehrheit. Sie holte fünf der insgesamt acht Ratssitze. Die Restlichen gingen an die CSU.

  • Neulinge:

    In beiden Gruppierungen gibt es neue Gesichter. In der UWG sind das Franz Huber sowie Florian und Judith Prantl. Bei der CSU ist jetzt auch Florian Sedlmayer mit dabei. (wo)

Besetzt sind die weiteren Gremien: Den Rechnungsprüfungsausschuss bilden Florian Prantl (UWG), Wachter, Gabriele Rainer (UWG) und Sedlmayer. In der Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft vertreten der Bürgermeister und Wachter die Kommune. Im Wasserzweckverband Rottenburger Gruppe sowie dem Schulverband Siegenburg tut dies allein der Bürgermeister.

Weitere Ämter

Rainer und Wachter sitzen für den Gemeinderat als Beiräte in der Unternehmergesellschaft für den Dorfladen. Zur Jugendbeauftragten bestimmten die Kirchdorfer Politiker Judith Prantl. In der Kommune gibt es auch einen Wegeausschuss. Für das Ratsgremium ziehen dort Wachter, Sedlmayer und Dürmeyer ein. Gschlössl wurde als Verantwortlicher für den Bauhof bestimmt.

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