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Fest

Soziales Prestigeprojekt feiert Jubiläum

Vor zehn Jahren entstand in Langquaid das Mehrgenerationenhaus. Im Lauf der Jahre wurde das Angebot immer wieder angepasst.

Langquaid feiert am 1. Juli das zehnjährige Bestehen seines Mehrgenerationenhauses. Foto: Dr. Satzl
Langquaid feiert am 1. Juli das zehnjährige Bestehen seines Mehrgenerationenhauses. Foto: Dr. Satzl

Langquaid.Als 2008, nach einer Sanierung durch den Investor Wedel Service Wohnen GmbH, die „Ambulant betreuten Wohngemeinschaften Wedel“, das Mehrgenerationenhaus Langquaid und das Büro Soziale Stadt die ehrwürdigen Mauern des ehemaligen Krankenhauses in der Hinteren Marktstraße nach fast 30 Jahren Brache wieder mit Leben erfüllten, feierte ganz Langquaid. Jetzt besteht wieder Grund zum Feiern. Am Sonntag, 1. Juli, jährt sich die Gründung des sozialen Projekts zum zehnten Mal. Von 11 bis 16 Uhr feiern die Kooperationspartner mit den Bürgern und Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer das Jubiläum.

So viel Betreuung wie nötig

Das Konzept der „Ambulant betreuten Wohngemeinschaften Wedel“ im Seniorenservicehaus lautet: „so unabhängig wie möglich – so viel Betreuung wie nötig“. Sie entspricht dem Wunsch vieler Menschen, so selbstständig wie möglich zu leben – trotz der Pflegebedürftigkeit. In jüngster Zeit kamen in unmittelbarer Nachbarschaft die Jakobshöfe mit einem Angebot für betreuter Wohnen und dem neuen Sitz und Pflegestützpunkt des Ambulanten Krankenpflegedienstes Wedel als weitere Angebote hinzu. Im Gebäude des Seniorenservicehauses hat der Markt Langquaid die Räume für das Büro Soziale Stadt und das Mehrgenerationenhaus angemietet. So sind Synergien und ein bewährtes Soziales Zentrum entstanden.

Das Mehrgenerationenhaus (MGH) ist ein bundesweites Programm, initiiert und gefördert durch das Bundesfamilienministerium. Der Markt Langquaid wurde 2008 in das Programm aufgenommen. Auch bei den immer wieder erforderlichen Bewerbungen um Weiterförderung hat sich das Langquaider MGH stets erfolgreich bewiesen. Das Mehrgenerationenhaus wurde schnell zu einer beliebten Begegnungsstätte, in der das Miteinander der Generationen aktiv gelebt wird. Mehrgenerationenhäuser stehen allen Menschen offen – unabhängig von Alter oder Herkunft.

Der generationenübergreifende Ansatz gibt den Häusern ihren Namen und ist Alleinstellungsmerkmal: Jüngere helfen Älteren und umgekehrt. Mehrgenerationenhäuser gibt es nahezu überall in Deutschland. Rund 550 Häuser nehmen am Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus teil. Pro Landkreis wird nur ein Mehrgenerationenhaus bewilligt, so dass der Markt Langquaid das einzige Mehrgenerationenhaus im Landkreis Kelheim einrichten konnte.

Über all die Jahre wurde das Angebot immer wieder bedarfsgerecht angepasst. Generationenübergreifende Angebote wie das Projekt Alt für Jung, bei dem Kinder der Mittelschule oder des Waldkindergartens gemeinsame Zeit mit den Senioren des Servicehauses verbringen, sowie die vielen Beratungs- und Informationsangebote sind einige Beispiele. Enormen Zuspruch aus der erfahren die vielfältigen Fachvorträge zu unterschiedlichsten Themen sowie die diversen Beratungsstunden. Seit Bestehen machen zudem die vielen ehrenamtlichen Angebote, wie die Beschäftigungsnachmittage für Senioren, allen Beteiligten viel Freude. Ein wichtiges MGH-Projekt ist die Nachbarschaftshilfe. „Das MGH ist zum Dach eines ausgesprochen erfolgreichen Miteinanders von Haupt- und Ehrenamt geworden. Das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Bürger, ist ein absolut tragendes Element“, sagte auch Bürgermeister Blascheck.

Anlaufstation für die Bürger

Das Büro Soziale Stadt als Anlaufstelle für die Bürger sowie als Koordination für zahlreiche Projekte auf allen Handlungsfeldern ergänzt das hier entstandene Soziale Zentrum. Zahlreiche Kooperationspartner bereichern das Angebot zudem.

Jubiläum: Am Sonntag, 1. Juli, werden von 11 bis 16 Uhr neben einem Mittagstisch und Kaffee und Kuchen auch viele Informationen zu allen Einrichtungen, den Kooperationspartnern und den aktuellen Projekten angeboten. Eine Wanderausstellung „Mehrgenerationenhäuser“ ist zu sehen, die Gemeindebücherei organisiert zudem einen Bücherflohmarkt.

Details: Der genaue Programmablauf ist im Internet zu finden unter www.langquaid.de und in einem Programmflyer, der an die Haushalte verteilt wird, und in vielen Geschäften aufliegt. Infos erteilt auch das Büro Soziale Stadt-MGH, Hintere Marktstraße 20, 84085 Langquaid, Tel. (0 94 52) 912-16, E-Mail: mgh@langquaid.de.

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